Kultur

Erster Kunstführer durch den Skulpturenpark

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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03. Juli 2006
»Der Geist des Skulpturenparkes wurde hier eingefangen«: Die Staufenburg-Klinik hat zum ersten Mal einen Führer durch den Skulpturenpark aufgelegt. Fünf internationale Bildhauersymposien in den vergangenen 22 Jahren brachten 73 Kunstwerke, platziert rund um die Staufenburg-Klinik.
Durbach. »Wenn sie vor exakt 31,5 Jahren sich hier auf der Baustelle der Staufenburg-Klinik umgesehen haben, da gab es nur Felder und eine stillgelegte Lehmgrube«, erinnert sich Klinikerbauer und Kunstmäzen Rüdiger Hurrle. 30 Jahre wird die Staufenburg-Klinik in diesen Tagen alt und seit 22 Jahren gibt es rund um die Klinik im Durbacher Seitental Vollmersbach einen Skulpturenpark. »Das ist das Ergebnis aus insgesamt fünf internationalen Bildhauserymposien.« Bei den Symposien der Jahre 1984, 1986, 1996 und 1999 wurden insgesamt 68 Skulpturen mit Künstlern aus 45 Nationen geschaffen und rund um die Klinik aufgestellt. Darüber hinaus kamen noch fünf Kunstwerke dazu von Künstlern, die außerhalb von Symposien auf Einladung gearbeitet haben. »Allen Werken ist gemeinsam, dass sie hier im Tal entstanden sind«, so Hurrle. Der eingefleischte Kunstliebhaber und Mäzen ist gleichzeitig Vorsitzender des Vereins »Kunst am Weg«, der sich zusammen mit der Staufenburg-Klinik und der Gemeindeverwaltung um den Erhalt des Skulpturenparks kümmert. Schon lange hegten Hurrle und Wulf Meueler, Kaufmännischer Direktor der Klinik, den Wunsch, einen Führer durch den Skulpturenpark zu erstellen. Zum 30. Geburtstag der Klinik wurde mit Hilfe von Brigitte Müller-Protschka von der Agentur Kulturteam, dem Oberkircher Künstler Werner Schmidt und dem Offenburger Grafiker Rainer Michalik der Wunsch in die Tat umgesetzt und eine Broschüre aufgelegt. Schmidt hatte im Frühjahr 2005 sämtliche Werke fotografiert. Somit ist jedes Kunstwerk in der Broschüre abgebildet und erläutert. »Der Geist des Skulpturenparks ist hier exzellent eingefangen worden«, lobt Hurrle die Broschüre. »Die Bilder machen Lust darauf, den Skulpturenpark zu erwandern, denn nur so werde das Zusammenspiel von Kunst und Natur erlebbar«, betont der Investor. Eine natürliche Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst, das kann der Besucher hier am Ort der Entstehung zu jeder Jahreszeit erleben. »Wir haben bewusst alle Fotografien in einer Jahreszeit gehalten. Sicher wäre es auch sehenswert, einige Werke mitten im Schnee festzuhalten oder stilvoll beleuchtet nachts«, warf Schmidt ein, »vielleicht geschieht dies auf einem anderen Weg«. Licht und Schatten, Regen und Sonnenschein haben bei der Betrachtung der Kunstwerke aus Stein, Metall, Glas und Holz immer ihren besonderen Reiz. »Die Broschüre soll helfen, die Werke besser verstehen zu lernen«, bemerkte Wulf Meueler. »Man kann damit auf Entdeckungsreise in Sachen Kunst gehen.« Viel Geld steckt der Förderverein »Kunst am Weg« in den Erhalt der Skulpuren. Derzeit werden zwei Objekte aus Holz restauriert. Auf die Frage nach einem weiteren internationalen Symposium reagiert Hurrle vorsichtig: »So eine Veranstaltung kostet viel Geld, braucht viele Helfer und viel Zeit.« In den vergangenen Jahren habe er diese Zeit nicht gehabt. »Vielleicht in den kommenden Jahren«. Für die Patienten der Staufenburg-Klinik ist der Skulpturenpark auch ein Teil auf dem Weg zur Heilung. »Man kann das fast mit einem Streichelzoo für die Seele vergleichen«, sagt Chefarzt Hermann Renner. ? Die Broschüre wurde in einer Auflage von 5000 Stück aufgelegt und ist an der Rezeption der Staufenburg-Klinik und in der Tourist-Info Durbach erhältlich.

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