Der Förderkreis Kunst + Kultur Offenburg

"Junge künstlerische Positionen fördern"

Autor: 
Jutta Hagedorn
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
06. Dezember 2017

»Die Zusammenarbeit mit der Stadt Offenburg ist hervorragend. Wir sind sehr dankbar«, sagt Georg Fröhner vom Förderkreis Kunst + Kultur. ©Peter Heck

Seit 2003 gibt es den Förderkreis Kunst + Kultur Offenburg. Gemeinsam mit der Stadt Offenburg vergibt er alle drei Jahre den Oberrheinischen Kunstpreis an Künstler aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. In diesem Jahr wurde der Freiburger Peter Vogel geehrt. Doch was macht der Förderkreis genau?

Der Förderkreis Kunst + Kultur Offenburg hat sich 2003 gegründet, Initiator, so Vorsitzender Georg Fröhner, sei der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Bruder gewesen. Es sei anfangs um die Unterstützung für den Umbau der Galerien auf dem Kulturforum gegangen. »Dann war die Aufgabe erledigt«, sagt Fröhner im Gespräch mit der Mittelbadischen Presse schmunzelnd, aber neue Aufgaben taten sich auf wie etwa die Landesgartenschau in Kehl, wo man die Plakatwand-Aktion unterstützte, oder der Kunstverein. 

Kultur in der Region
Die Idee war und ist, bildende Kunst und die Kultur in der Region zu fördern und mitzugestalten sowie Freiräume für ungesicherte, junge künstlerische Positionen zu schaffen. So begann man 2005 dann auch eine Zusammenarbeit mit der Akademie Karlsruhe, »immmerhin neben Düsseldorf die wichtigste Akademie in Deutschland«, sagt Fröhner. Alle zwei Jahre prämiert der Förderverein Abschlussarbeiten von zwei Absolventen, in diesem Jahr waren es sogar drei Künstler, die sich auf Lichtkunst spezialisiert haben. Den Förderpreis versteht Fröhner als »Brücke zur Akademie«. 
Anstöße geben

- Anzeige -

Kultur habe etwas mit Imagepflege zu tun, das »ist für uns Motivation«, so der Vorsitzende; es gehe um weiche Standortfaktoren, um Wirtschaftliches und um Wohlfühlen. Kunst zu fördern ist dem Förderkreis und seinem Vorsitzenden eine Verpflichtung. »Wir können aber nur anstoßen und fördern, was wir für richtig halten«, sagt Fröhner. 2018 werde die Akademie wieder im Artfoum ausstellen: »Junge Kunst am Oberrhein« sei das Stichwort.  2019 werde es dann zusammen mit der Stadt eine Ausstellung geben über die Entwicklung der Preisträger. »Was ist aus denen geworden, die wir über die Jahre ausgezeichnet haben«, erklärt der Vorsitzende. 

Der Oberrheinische Kunstpreis sei auch aus dieser Idee entstanden, dazu komme der europäische Gedanke. Leider würden viele Institutionen europamüde, was Fröhner sehr bedauert. »Der Austausch war schon mal größer«, sagt er im Gespräch. Es sei ihm deshalb auch ein Bedürfnis »anzuregen, dass mehr passiert« – wie junge Menschen an Ausstellungen heranzuführen, etwa über den Kunstunterricht, Synergien nutzen. »Das kann nur mit der Jugend passieren«. 

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
vor 18 Stunden
Bars, Musik, Kostümprämierung
Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
13.02.2019
Manufaktur für orthopädische Leistungen
Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
04.02.2019
Offenburg
Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kultur

vor 5 Stunden
Regionalwettbewerb "Jugend musiziert"
Stolze Preisträger des Regionalwettbewerbs Jugend Musiziert präsentierten sich am Donnerstag noch einmal dem Publikum in Offenburg. Der Applaus war ihnen gewiss.
vor 19 Stunden
Alina Atlantis
Für die Acherner Künstlerin Alina Atlantis beginnt ein neuer Abschnitt. Ihr seit 2005 heranwachsendes Projekt »Vision Europa – jetzt« nimmt langsam Formen an. Und die Ausmaße ihres Bildes werden sichtbar.
Mary Roos hat «aufregende Jahrzehnte» erlebt.
vor 21 Stunden
Hamburg
Schlagerstar Mary Roos («Aufrecht geh'n») beendet mit 70 Jahren ihre musikalische Karriere. Die zweimalige Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin will im Frühjahr noch ihre Tournee «Abenteuer Unvernunft» zu Ende bringen und dann im Sommer aufhören, wie sie selbst und ihr Tourveranstalter mitteilten.
Tommy Lee hat sich zum vierten Mal getraut.
15.02.2019
Los Angeles
Rockmusiker Tommy Lee (56) und Brittany Furlan (32) haben am Valentinstag geheiratet. Der Schlagzeuger der US-Band Mötley Crüe schrieb am Donnerstag (Ortszeit) auf Instagram: «Wir haben es getan!!!! Mr & Mrs Lee».
Für Aerosmith ist der 2657. Stern reserviert.
15.02.2019
Los Angeles
Die Ehrung der legendären US-Band Aerosmith mit einem Stern auf dem «Walk of Fame» ist am Donnerstag buchstäblich ins Wasser gefallen.
Lady Gaga lässt auf ihrem Rücken jetzt eine Rose erblühen.
15.02.2019
Los Angeles
US-Sängerin Lada Gaga (32) hat sich als Tribut für das berühmte Edith-Piaf-Lied «La vie en rose» ein großen Tattoo stechen lassen.
Martin Scorsese kritisiert die Oscar-Akademie.
15.02.2019
Los Angeles
Nahmhafte Filmschaffende, darunter die Regisseure Martin Scorsese, Quentin Tarantino, Spike Lee, Damien Chazelle und Ang Lee haben Pläne der Oscar-Akademie für eine Straffung der Preisverleihung kritisiert.
Auf der Berlinale wird der Tote-Hosen-Film «Weil du nur einmal lebst» gezeigt.
15.02.2019
Berlin
Von «Hier kommt Alex» bis «Amazing Grace»: Bei der Berlinale gibt es am Freitag gleich zwei Filme mit viel Musik.
Groovende Spießlaute und ausdrucksstarker Gesang: Bassekou Kouyate und seine Frau Amy Sacko beim Auftritt der Familien-Formation Ngoni Ba.
15.02.2019
Konzert
In seiner Heimat Mali ist Bassekou Kouyate längst eine Kultfigur. Er zählt zu den Meistern der Ngoni, einer west-afrikanischen Spießlaute, die wunderbar perlt, in seinen Händen aber auch fetzt und groovt. Am Mittwochabend gastierte er erstmals mit seiner Band in Offenburg.
Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters.
14.02.2019
Berlin
Er ist der Mann mit dem roten Schal und dem schwarzen Hut auf dem roten Teppich, immer gut zu erkennen, selbst von oben und von hinten.
Yong Mei (l) und Wang Jingchun in einer Szene des letzten Wettbewerbfilms «Di jiu tian chang».
14.02.2019
Berlin
Bei der Berlinale geht an diesem Donnerstag der letzte Film ins Rennen um eine Auszeichnung. Auf dem Programm steht das Familiendrama «Di jiu tian chang (So Long, My Son)» vom chinesischen Regisseur Wang Xiaoshuai. Sein Film «In Love We Trust» war bereits 2008 in Berlin für das Drehbuch...
Charlotte Rampling wird auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet.
14.02.2019
Berlin
Die Debatte unter Filmfreunden über Streaming-Dienste und andere Angebote jenseits des Kinos ist aus Sicht der britischen Schauspielerin Charlotte Rampling nicht mehr zeitgemäß.