Europäischer Übersetzerpreis Offenburg 2018

Vom Klassiker Shakespeare bis zum Komiker Monty Python

Autor: 
Gertrud Schley
Lesezeit 3 Minuten
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08. März 2018
Offenburg lässt die Briten trotz Brexit nicht im Regen stehen: Mit dem Europäischen Übersetzerpreis und seinem Begleitprogramm beschäftigt sich die Stadt intensiv mit dem Inselreich. Von links: Carmen Lötsch (Geschäftsführerin des Europäischen Übersetzerpreises), Bürgermeister hans-Peter Kopp, Edgar Common (Leiter des Kulturbüros) und Malena Kimmig (Leiterin der Stadtbibliothek).

Offenburg lässt die Briten trotz Brexit nicht im Regen stehen: Mit dem Europäischen Übersetzerpreis und seinem Begleitprogramm beschäftigt sich die Stadt intensiv mit dem Inselreich. Von links: Carmen Lötsch (Geschäftsführerin des Europäischen Übersetzerpreises), Bürgermeister hans-Peter Kopp, Edgar Common (Leiter des Kulturbüros) und Malena Kimmig (Leiterin der Stadtbibliothek). ©Ulrich Marx

Zum Glück muss sich die Kultur nicht nach der Politik richten. Und so vergibt die Stadt Offenburg am 6. Mai zum siebten Mal den mit 15 000 Euro dotierten Europäischen Übersetzerpreis an Michael Walter, der über 60 Werke fast aller literarischen Genres aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt hat. Um die Preisverleihung herum rankt sich ein Begleitprogramm, das einen Eindruck von Geschichte, Kultur, Mentalität und Lebensweise der Briten vermitteln will. »Vielleicht versteht man dann den Brexit besser«, scherzte Bürgermeister Hans-Peter Kopp gestern bei der Programmvorstellung im Rathaus.   

Die Volkshochschule Offenburg, durch deren Semester sich das Thema »Britische Inseln« wie ein roter Faden zieht, beginnt mit einem Vertreter der Weltliteratur,  dem Dramatiker, Lyriker und Schauspieler William Shakespeare (1564-1616). Die »Liebesgeschichte in Bildern« am Dienstag, 13. März, zeigt, wie prominente Maler Themen aus seinen Stücken im Bild festgehalten haben. So werden Gemälde zu »Romeo und Julia«, »Hamlet« oder »Mittsommernachtstraum« gezeigt. 

Die Kunst- und Filmhistorikerin Deborah Vietor-Engländer liest am Freitag, 16. März, bei der VHS aus ihrer Biografie über Alfred Kerr (1867-1948). 1933 musste der einflussreiche Literatur- und Theaterkritiker vor den Nazis fliehen. Er verbrachte schwere Jahre im Londoner Exil. 

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Im Kochstudio der VHS wird am Freitag, 13. April, das Nationalgericht »Fisch ’n’ Chips« zubereitet. Die Kursteilnehmer ab 13 Jahren verständigen sich auf Englisch. 
Fans des schrägen Humors dürfen sich auf Eric Idles Musical »Monty Python’s Spamalot« nach dem Spielfilm »Die Ritter der Kokosnuss« der britischen Komikergruppe freuen. Es wird am Donnerstag, 26. April, in der Oberrheinhalle aufgeführt. Der Beitrag des Kulturbüros zum Begleitprogramm  erfreut sich bereits reger Kartennachfrage. 

»Gläserne Übersetzer«

Im Vorfeld des Übersetzerpreises 2016 wurde  erstmals die Gelegenheit geboten, Übersetzern bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. In der Stadtbibliothek werden auch dieses Mal wieder »Gläserne Übersetzer« sitzen. Die Anglistin Maja Ueberle-Pfaff feilt am Mittwoch, 2. Mai, an einer Neuübersetzung von Mark Twains »A Tramp Abroad«. Ihr Kollege Tobias Scheffel bringt am Donnerstag, 3. Mai, den Roman »Colours de l’incendie« von Pierre Lemaitre mit, den er vom Französischen ins Deutsche überträgt. Klaus Jöken gibt am Montag, 7. Mai, Einblick in sein Spezialgebiet, die Übersetzung der Asterix-Comics. 

Der Vorabend der Preisverleihung ist wieder den Lesungen der Preisträger gewidmet. Beim deutsch-englischen Literaturabend am Samstag, 
5. Mai, im Salmen lassen sich Michael Walter und Thomas Mohr auch von Laudator Heinrich Detering interviewen.

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