Ausstellung in der Galerie Messmer

Marilyn Monroe - Leben und Legende in Riegel

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 3 Minuten
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22. September 2019

Galerist Jürgen Messmer zeigt Porträts von Marilyn Monroe. ©Jürgen Haberer

Die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Messmer feiert die Erinnerung an Marilyn Monroe, die noch immer faszinierende Ikone Hollywoods. Gezeigt werde rund 100 Fotografien und zwei Dutzend Arbeiten, in denen sich Künstler mit dem Mythos Marilyn Monroe auseinandergesetzt haben.  

Für Jürgen Messmer war sie schlichtweg »eine unglaubliche Frau«, eine Ikone der Traumfabrik Hollywood, aber auch der erst nach ihrem Tod, am 5. August 1962 erst richtig aufblühenden Popart. Messmer selbst hat sich fast zwei Jahre lang mit dem Mythos und der Legende um Marilyn Monroe auseinandergesetzt, er hat sich einfangen lassen von der Faszination, die einer der schillerndsten Figuren der Nachkriegsära anhaftet. Messmer hat es sich aber verkniffen, in seiner Kunsthalle ein Sammelsurium an Devotionalien und Kuriositäten auszustellen. 

Keine Raritäten aus dem Nachlass

In der jetzt eröffneten Ausstellung »Marilyn Monroe – Leben und Legende« ist weder das berühmte, 2011 für 4,6 Millionen Dollar versteigerte Kleid as dem Film »Das verflixte 7. Jahr« zu sehen, noch sonst eine Rarität aus dem Nachlass der Diva. Es gibt keine Vitrinen mit ihren Slips und Lippenstiften, die in anderen Ausstellungen durchaus schon zu sehen waren. Jürgen Messmer zeigt einige der Nacktbilder von Tom Kelley aus dem Jahr 1949, Bilder von Milton H. Green, einem engen Freund und Weggefährten bis zu ihrer Hochzeit mit Arthur Miller im Jahr 1957, von George Barris, Leif-Eric Nygard und Allan Grants, der sie als einer der letzten fotografiert hat. 

Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden aber Aufnahmen der Serie »The Last Sitting«, einer Session mit dem Starfotografen Bert Stern, der 1962, nur wenige Wochen vor ihrem Tod, in mehreren Tausend Aufnahmen ein eindringliches und intimes Portrait von Marilyn Monroe gezeichnet hat. 

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Unschuld und Eleganz

Der Ausstellungsbesucher begegnet einem Weltstar, der sich von ganz unten hochgearbeitet hat. Der mit laszivem Charme und Sexappeal ein neues Frauenbild geprägt hat, viel Haut zeigte und doch auch sinnliche Unschuld und zeitlose Eleganz auszustrahlen vermochte. Der dem Betrachter mit Wollpullover am Strand begegnet, in den Drehpausen am Filmset ebenso verzaubert hat wie als hüllenloses Modell auf roten Seidenlaken. Ihre natürliche und zeitlose Schönheit tritt dabei immer wieder neu zutage. 

Fotos und Drucke

Das manifestiert sich nicht zuletzt in den genannten Bildern der Serie »The Last Sitting«, bei der es um Aufnahmen für die »Vogue« ging, bei der Marilyn Monroe den Fotografen aber irgendwann ganz selbstverständlich gefragt hat: »Willst du mich nackt?« Marilyn Monroe selbst war am Ende jedoch auch immer ausgesprochen kritisch. Bei Aufnahmen, die ihr nicht zugesagt haben, hat sie das Negativ mit Nagellack durchgestrichen, wie zwei der in der Ausstellung gezeigte Abzügen dokumentieren.

Kunstmäzen Jürgen Messmer hat es jedoch nicht bei einer fotografischen Dokumentation des Mythos Marilyn Monroe bewenden lassen. Ein Druck aus der berühmten, in der Kunsthalle bereits gezeigten Serie von Andy Warhol leitet über zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit der Schauspielerin. Messmer zeigt auch Collagen und Drucke von Bert Stern, Robert Indiana, George Pusenkoff und Arnulf Rainer, von James Francis Gill, Werner Berges, Eve Arnold und Dong-Yoo Kimm, Mimmo Rotella, Peter Blake und anderen.
 

Info

Termin

Die Ausstellung »Marilyn Monroe – Leben und Legende« ist bis zum 2.Februar 2020 in der Kunsthalle Messmer, Riegel, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.Info: www.kunsthallemessmer.de.

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