Kultur

So begeht die Ortenau den Tag des offenen Denkmals

Autor: 
Gertrud Schley
Lesezeit 5 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
09. September 2018

©Stadt Achern

»Entdecken, was uns verbindet – so lautet in diesem Jahr das Motto für den »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, 8. September. Auch in der Ortenau stehen viele Türen zu geschichtsträchtigen Orten für Besucher offen. Und die kostenfreien Stadtführungen versprechen einen ebenso unterhaltsamen wie informativen Sonntagsspaziergang.

Achern

Ehemalige Malzbierbrauerei mit Brauereiturm, Fautenbacher Straße 14: Gebäudekomplex aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Sandsteinfassade, bauzeitliche Granittreppe und historischen Rundbogenfenstern. Öffnungszeiten: 10 bis 16 Uhr, Führungen nach Bedarf, Infos im Internet unter www.bauturm-achern.de

Fachwerkhaus, Ringstraße 10, Fautenbach: 1774 erbautes Fachwerkhaus, das als Einfamilienhaus genutzt wird. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr, Kontakt: • 0 78 41/2 71 33. 

Illenau Arkaden und Museum, Illenauer Allee 75: Von 1842 bis 1940 Heil- und Pflegeanstalt für psychisch Kranke. Öffnungszeiten: 9 bis 22 Uhr, Führungen: 14 und 16.30 Uhr.

Illenau Werkstätten, Illenauer Allee 54: Führungen: 14 und 16.30 Uhr.

Illenauer Friedhof, Hornisgrindestraße: Stilzitate von Gotik, Renaissance, Barock und Klassik bis hin zum Jugenstil, Friedhofswäldchen mit parkartiger Anlage und Bäumen aus aller Welt. Führungen: 11 und 15 Uhr, Infos zur Illenau unter • 0 78 41/6 42 13 10. Integration Schollenhof, Schollenhof 1: Fachwerkhaus mit Ökonomie und Hofladen 1319 erstmals urkundlich erwähnt. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf, Kontakt: • 0 78 05/30 02.

Ettenheim

Historische Altstadt und Hohlgassen, Rohanstraße 16, Gesamtanlage umfasst ehemaliges mittelalterliches Stadtgebiet, seit 1963 unter Denkmalschutz. 1637 und 1689 zerstört, im 18. Jahrhundert wieder aufgebaut, viele Grundstücke in mittelalterlicher Enge, in den Hauptstraßen stattliche Barockhäuser mit reichen Sandsteingewändern, 1768-77 Neubau der Kirche, Beziehungen zur Straßburger Architektur. Führungen: 14 Uhr mit Treffpunkt Prinzengarten, 15 Uhr mit Treffpunkt am Bärenbrunnen vor dem Rathaus, Kontakt:  • 0 78 22/43 23 30.

Gengenbach

Engelgasse, historische Innenstadt: Innerhalb der teils noch vorhandenen Stadtmauer gelegen, Fachwerkhäuser, deren oberes Geschoss zwecks Platzgewinn etwa einen Meter in die Gasse hineinreichen, mit Hebetüren verschlossene Kellereingänge zu tiefen Gewölben. Führungen: 14, 15 und 16 Uhr, Treffpunkt am Röhrbrunnen auf dem Marktplatz. Kontakt: • 0 78 03/23 33 oder  25 55. Am Sonntag außerdem  Feier der 60-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Gengenbach und Obernai im Elsass. 

Neuried

Dreiseithof, Hauptstraße 54, Ichenheim: Hof in der Ortsmitte gelegen erbaut um 1866. Öffnungszeiten: 12 bis 16 Uhr, Führung: 14 Uhr, Kontakt: 
• 06 21/72 78 00.

Oberkirch

Stadtführung, Innenstadt:  Ziel sind Gebäude, die in den Jahrzehnten nach dem Stadtbrand im Jahr 1689 während des pfälzischen Erbfolgekriegs errichtet wurden. Treffpunkt: 11 Uhr im Veranstaltungsraum der Mediathek. 

- Anzeige -

Offenburg

Altes Gefängnis, Grabenallee 8: Während der Badischen Revolution 1843-49 errichtet, bis Juni 2009 in Betrieb, unter den Häftlingen Revolutionäre, Sozialdemokraten, Juden vor der Deportation und Straftäter, wird seit 2017 als Hotel genutzt. Führungen: 13, 13.45, 14.30, 15.15, 16 und 16.45 Uhr, Kontakt: • 07 81/82 22 90. 

Kloster Unserer Lieben Frau, Lange Straße 9: Franziskanerkloster, 1280 gegründet, 1814 Aufhebung der Klostergemeinschaft, 1823 Wiederbesiedlung des Klosters durch die Augustiner Chorfrauen »Congregatio Beatae Mariae Virginis«. Öffnungszeiten: 11 bis 13 und 14.30 bis 17 Uhr, Führungen: 10 und 16 Uhr, Aktionen: 17 Uhr klassisches Konzert, Kontakt:  E-Mail: klosteroffenburg@t-online.de

Salmen, Lange Straße 52: Gebäude war Gasthaus, Tanzsaal, Revolutionslokal, Synagoge und Warenlager. Nach grundlegendem Umbau und Renovierung kultureller Veranstaltungsraum sowie Erinnerungsort zur Demokratiegeschichte und zur Geschichte der Juden in Offenburg. Führung: 13 Uhr,  Kontakt: • 0781/ 82 25 77 oder 82 23 11. 

Ottenhöfen
​​​​​​​

Evangelische Kirche, Albert-Köhler-Straße: Kleine Diasporakirche in Holzbauweise mit Schnitzereien des Freiburger Holzschnitzers Josef Furtwängler, Buntglasfenstern und dreiteiligem Altargemälde des Sasbachwaldener Künstlers Conrad Kayser, 1936 im Stil skandinavischer Stabkirchen errichtet. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, Führung: 15 Uhr. Infos im Internet unter  www.eki-kappelrodeck.de/html/die_kirche_in_ottenhoefen.html.

Hammerschmiede, Ruhesteinstraße 122: Erbaut im Jahr 1867, angetrieben durch Wasserrad mit 30 Schaufeln und Durchmesser von 3,85 Metern, 1982 und 2001 vom  Schwarzwaldverein Ottenhöfen renoviert. Öffnungszeiten: 9 bis 16 Uhr, Vorführungen nach Bedarf, Infos im Internet unter https://www.ottenhoefen-tourismus.de/51-0-Hammerschmiede.html

Ringsheim

Johanneskapelle, Bundesstraße 13, Weg beim Parkplatz: Erstmals erwähnt 1226, heutiger Bau von 1670, im 17. und 18. Jahrhundert Pilgerziel des Johannisfests, ursprünglich mit Quelle, deren Wasser eine heilende Wirkung zugesprochen wurde. Öffnungszeiten: 13 bis 18 Uhr, Führungen: stündlich.

Seebach

Aussichtsturm auf der Hornisgrinde: 30 Meter hoch, auf der mit 1164 Metern höchsten Erhebung des Nordschwarzwaldes gelegen, 1910 auf die Initiative des Badischen Schwarzwaldvereins gebaut, Besetzung durch französisches Militär, 2005 nach Restaurierungsarbeiten wieder als Aussichtsturm geöffnet, Blick ins Rheintal, nach Straßburg und in die Vogesen. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, Eintritt kostenpflichtig, Kontakt: • 07842/94 83 20.

Kommandobunker der französischen Armee, beim Aussichtsturm: Bis 1999 militärisches Sperrgebiet. 1939-45 Nutzung durch deutsche Luftwaffe, nach 1945 durch französische Armee. Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr, Führungen: 10.45 und 13.45 Uhr, zusätzlich 15.30 Uhr in russischer Sprache, Treffpunkt am Bunkereingang, 10 bis 13 Uhr Ausstellung historischer Fahrzeuge, Kontakt: • 0 78 42/94 83 20.

Bergwerk Silbergründle, Grimmerswaldstraße: Historisches Bergwerk zum Abbau von silberhaltigem Bleierz, Blütezeit im Mittelalter, bergbauliche Aktivität bis 1770, über 1000 Jahre alte archäologische Funde von Beleuchtungseinrichtungen. Öffnungszeiten: 11 bis 17 Uhr, Eintritt kostenpflichtig, Führungen nach Bedarf, Regenmantel, Helm und Gummistiefel werden gestellt, Kontakt: • 078 42/94 83 20.

Nationalparkzentrum des Nationalparks Schwarzwald, Schwarzwaldhochstraße 2: Dauerausstellung über Geologie, Tier- und Pflanzenwelt, historische Nutzung und Möglichkeiten des Schutzes, Ansprechpartner vor Ort. Öffnungszeiten 10 bis 18 Uhr, Kontakt: • 0 74 49/92 99 84 44. 

Vollmers Mühle, Hilsenhof 1, Grimmerswald: Um 1800 als Bauernmühle erbaut, älteste Lohnmahlmühle des Achertals, 1976-78 vom Heimat- und Verkehrsverein Seebach restauriert, heute kleines bäuerliches Museum, voll funktionstüchtig mit neu eingebauter Wasserkraftanlage. Öffnungszeiten: 10 bis 11.30 Uhr, Führung: 10 Uhr, Kontakt: • 0 78 42/94 83 20.

Hintergrund

Tag des offenen Denkmals

Mehr als 7500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am »Tag des offenen Denkmals« am Sonntag, 9. September, ihre Türen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

»Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, kommt wie gerufen«, so Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. »Der Tag des offenen Denkmals hat sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.«

Das Jahresmotto »Entdecken, was uns verbindet« nimmt Bezug auf das Motto des Kulturerbejahrs »Sharing Heritage«. Mit ihren Besuchern gehen die Veranstalter des Denkmal-Tags auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei verfolgen sie Fragestellungen wie nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen.

Das aktuelle bundesweite Programm steht im Internet unter www.tag-des-offenen-denkmals.de. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen. Die mobile Nutzung unterwegs ermöglicht eine kostenfreie App. 

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
15.02.2019
Bars, Musik, Kostümprämierung
Schon siebenmal fand der Gammlerball in Kehl bislang am Schmutzigen Donnerstag statt. In diesem Jahr ist das anders. Erstmals wird in der Stadthalle am Fasnachtssamstag gefeiert. Neben DJ Vuko sorgen verschiedene Narrenzünfte und die Gammlerbänd Willstätt für die Musik. Mit der Terminänderung aufs...
13.02.2019
Manufaktur für orthopädische Leistungen
Sie tragen uns im Laufe unseres Lebens durchschnittlich 180.000 Kilometer – unsere Füße. FUSS ArT, die Manufaktur für orthopädische Leistungen rund um den Fuß, ist seit Anfang Februar 2019 in der Moltkestraße 30-32 in Offenburg am Start und bietet ihren Kunden ein umfassendes Leistungsspektrum und...
04.02.2019
Offenburg
Das Braun Möbel-Center bietet Wohnmöbel in vielen Formen, Farben und Materialien. Vom 7. bis zum 9. Februar findet auf dem Gelände die dreitägige Möbelmesse statt. Hier können die Kunden in verschiedenen Themenwelten die aktuellsten Wohntrends entdecken. Neben einem großen Sonderverkauf gibt es...
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kultur

Mit Stimme, Gitarre und Klavier heizten die Akteure des »Blues Caravan« die Stimmung in der Reithalle an.
vor 1 Stunde
Konzert
Mit Sängerin Ina Forsman, Gitarristin Ally Venable und Pianistin Katarina Pejak war beim diesjährigen »Blues Caravan« geballte Frauenpower angesagt. Das Publikum in der Offenburger Reithalle wurde am Donnerstagabend zweieinhalb Stunden lang verwöhnt.   
Zeigten Licht- und Schattenseiten des Künstlers Karl Valentin auf: Komiker Michael Lerchenberg (links) und Cellist Jost H. Becker.
vor 1 Stunde
Hommage an Karl Valentin
Den Komiker Karl Valentin (1882–1948) kann man, darf man, muss man aber nicht mögen. Denn zu speziell sind sein sperriger Nonsens und seine schrägen Pointen. Michael Lerchenberg spürte am Freitagabend in Acherner Bürgersaal seinem Schaffen nach.
16.02.2019
Regionalwettbewerb "Jugend musiziert"
Stolze Preisträger des Regionalwettbewerbs Jugend Musiziert präsentierten sich am Donnerstag noch einmal dem Publikum in Offenburg. Der Applaus war ihnen gewiss.
15.02.2019
Alina Atlantis
Für die Acherner Künstlerin Alina Atlantis beginnt ein neuer Abschnitt. Ihr seit 2005 heranwachsendes Projekt »Vision Europa – jetzt« nimmt langsam Formen an. Und die Ausmaße ihres Bildes werden sichtbar.
Mary Roos hat «aufregende Jahrzehnte» erlebt.
15.02.2019
Hamburg
Schlagerstar Mary Roos («Aufrecht geh'n») beendet mit 70 Jahren ihre musikalische Karriere. Die zweimalige Eurovision-Song-Contest-Teilnehmerin will im Frühjahr noch ihre Tournee «Abenteuer Unvernunft» zu Ende bringen und dann im Sommer aufhören, wie sie selbst und ihr Tourveranstalter mitteilten.
Tommy Lee hat sich zum vierten Mal getraut.
15.02.2019
Los Angeles
Rockmusiker Tommy Lee (56) und Brittany Furlan (32) haben am Valentinstag geheiratet. Der Schlagzeuger der US-Band Mötley Crüe schrieb am Donnerstag (Ortszeit) auf Instagram: «Wir haben es getan!!!! Mr & Mrs Lee».
Für Aerosmith ist der 2657. Stern reserviert.
15.02.2019
Los Angeles
Die Ehrung der legendären US-Band Aerosmith mit einem Stern auf dem «Walk of Fame» ist am Donnerstag buchstäblich ins Wasser gefallen.
Lady Gaga lässt auf ihrem Rücken jetzt eine Rose erblühen.
15.02.2019
Los Angeles
US-Sängerin Lada Gaga (32) hat sich als Tribut für das berühmte Edith-Piaf-Lied «La vie en rose» ein großen Tattoo stechen lassen.
Martin Scorsese kritisiert die Oscar-Akademie.
15.02.2019
Los Angeles
Nahmhafte Filmschaffende, darunter die Regisseure Martin Scorsese, Quentin Tarantino, Spike Lee, Damien Chazelle und Ang Lee haben Pläne der Oscar-Akademie für eine Straffung der Preisverleihung kritisiert.
Auf der Berlinale wird der Tote-Hosen-Film «Weil du nur einmal lebst» gezeigt.
15.02.2019
Berlin
Von «Hier kommt Alex» bis «Amazing Grace»: Bei der Berlinale gibt es am Freitag gleich zwei Filme mit viel Musik.
Groovende Spießlaute und ausdrucksstarker Gesang: Bassekou Kouyate und seine Frau Amy Sacko beim Auftritt der Familien-Formation Ngoni Ba.
15.02.2019
Konzert
In seiner Heimat Mali ist Bassekou Kouyate längst eine Kultfigur. Er zählt zu den Meistern der Ngoni, einer west-afrikanischen Spießlaute, die wunderbar perlt, in seinen Händen aber auch fetzt und groovt. Am Mittwochabend gastierte er erstmals mit seiner Band in Offenburg.
Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters.
14.02.2019
Berlin
Er ist der Mann mit dem roten Schal und dem schwarzen Hut auf dem roten Teppich, immer gut zu erkennen, selbst von oben und von hinten.