US-Dramatiker

Terrence McNally an Covid-19 gestorben

Autor: 
uh/dpa
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25. März 2020
Der US-Dramatiker Terrence McNally (1938-2020)

Der US-Dramatiker Terrence McNally (1938-2020) ©Foto: AP/Jacquelyn Martin

Er schrieb die Bücher zu Erfolgs-Musicals wie „Kuss der Spinnenfrau“ und „Ragtime“: Der US-Dramatiker Terrence McNally ist im Alter von 81 Jahren in Florida der Covid-19-Erkrankung erlegen.

New York - Der US-Dramatiker Terrence McNally ist nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Damit hat die Covid-19-Erkrankung das zweite prominente Opfer aus dem Kulturbereich gefordert – am 24. März war der Jazz-Saxofonist Manu Dibango an der durch das Coronavirus hervorgerufenen Krankheit gestorben.

McNally habe zuvor erfolgreich gegen Lungenkrebs gekämpft und an einer chronischen Lungenkrankheit gelitten, berichteten US-Medien am Dienstag unter Berufung auf seinen Sprecher. Nachdem er sich mit dem Erreger angesteckt habe, sei er am 24. März im Alter von 81 Jahren in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Florida gestorben.

Viele Tony-Awards

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Terrence McNally, 1938 in Florida geboren, war einer der bekanntesten US-Dramatiker seiner Generation. Er schrieb Theaterstücke, Musical-Libretti, Opern sowie Film- und Fernsehdrehbücher. In seinen Stücken widmete er sich immer wieder der Schilderung von schwulen Lebensentwürfen („The Lisbon Traviata“, 1989) sowie dem Leben von Maria Callas („Master Class“, 1995) – McNally galt als großer Opernfan, seine Stücke zeichnen sich häufig durch groteske Züge aus.

Zu seinen berühmtesten Titeln gehören die Bücher für die Musicals „Kuss der Spinnenfrau“ (1992) und „Ragtime“ (1996); dafür wurde er mit zwei Tony Awards für das Beste Musciallibretto ausgezeichnet. 2019 erhielt er einen weiteren Tony Award für sein Lebenswerk. Von McNally stammt auch das Buch für das Musical „Catch me if you can“ (2011). Seine Theaterstücke wurden ebenfalls wiederholt mit dem Tony-Theaterpreis gewürdigt. McNally war auch in Deutschland erfolgreich – und umstritten. Ähnlich wie in der US-amerikanischen Provinz rief er etwa mit „Corpus Christi“ und einer homosexuellen Jesus-Figur in Kirchenkreisen vehemente Proteste hervor.

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