Kultur als Lockmittel
Dossier: 

Wird Theaterkarte zum Impfanreiz?

Autor: 
dpa/red
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22. Juli 2021
Auch durch Impfangebote bei Veranstaltungen wie hier bei der „Kulturinsel Wöhrsmühle“ in Bayern sollen Impfstoffe zu den Menschen gebracht werden.

Auch durch Impfangebote bei Veranstaltungen wie hier bei der „Kulturinsel Wöhrsmühle“ in Bayern sollen Impfstoffe zu den Menschen gebracht werden. ©Foto: dpa/Nicolas Armer

Mehr Menschen impfen und gleichzeitig eine der Branchen unterstützen, die stark unter der Coronapandemie leidet? Darauf zielt ein Vorschlag von Franziska Giffey ab.

Berlin - SPD-Vorsitzende Franziska Giffey schlägt eine Art Kulturticket als Anreiz vor, um Menschen zu einer Corona-Impfung zu bewegen und gleichzeitig die Kultur- und Veranstaltungsbranche zu unterstützen. Ihre Idee: Wer sich impfen lässt, bekommt ein kostenloses Ticket etwa für eine Theatervorstellung, eine andere Veranstaltung, eine Schifffahrt auf der Spree oder ähnliches. Die Kosten dafür trägt die öffentliche Hand.

„Wir müssen die Leute zum Impfen kriegen und dafür unkonventionelle Wege gehen, die auch einen Anreiz schaffen“, unterstrich Giffey in einem Gespräch mit Blick auf die zuletzt stockende Impfkampagne. „Und wenn man solche Anreize schafft, dann sollten sie nicht nur für die einzelne Person, die geimpft wird, gut sein, sondern auch denen dienen, die besonders unter der Pandemie gelitten haben. Dazu gehört die Kultur- und die Veranstaltungsbranche, die jetzt zusätzliche Unterstützung braucht.“

So lernen Menschen neue Kulturangebote kennen

Auf diese Weise könnten sich nach Einschätzung der SPD-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl Fortschritte bei der Impfkampagne und der Neustart für die besonders von der Pandemie betroffenen Branchen verbinden lassen. Die SPD Berlin plane zusätzlich ein Zukunftsprogramm „Neustart Berlin“ für Hotellerie und Gastronomie, Messe- und Veranstaltungswirtschaft, Einzelhandel und Kultur. Und die Sache habe noch einen dritten Vorteil: Menschen würden angeregt, Kulturangebote kennenzulernen und zu genießen.

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„Außerdem muss es jetzt auch darum gehen, niedrigschwellige Impfangebote auszubauen, zum Beispiel mit mobilen Teams vor Ort im Kiez oder mit Drive-in-Impfmöglichkeiten, wie es bei Ikea ja bereits gut funktioniert hat“, ergänzte Giffey. Eine Impfpflicht, die seit geraumer Zeit bundesweit diskutiert wird, lehnt sie ab.

 

 

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