Oppenau

14 Meter hohe Natur-Skulptur auf Schwarzwaldhöhe geplant - Vorschau

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red/rüd
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07. November 2021
3D-Simulation der 14 Meter hohen Holzskulptur „Natur“.

3D-Simulation der 14 Meter hohen Holzskulptur „Natur“. ©Tim Otto roth

Der Oppenauer Konzeptkünstler Tim Otto Roth plant auf dem Rossbühl in Maisach eine 14 Meter hohe Skulptur mit dem Schriftzug „NATUR“. Angelehnt an die Hollywood-Lettern in L.A.

Der Oppenauer Konzeptkünstler Tim Otto Roth plant in seiner Heimatstadt eine außergewöhnliche Skulptur: „NATUR“ soll als überdimensionaler Schriftzug auf dem Rossbühl in Maisach prangen. Der weithin sichtbare Schriftzug ist für den Betrachter sofort als Signet erkennbar, verwendet er doch nicht nur denselben Schrifttyp wie die „Hollywood“-Lettern über Los Angeles, sondern er orientiert sich zugleich an deren Höhe von 14 Metern.

Die konstruktive Besonderheit der Skulptur liegt nach Auskunft Roths darin begründet, dass sie in einer innovativen Bauweise mit verschiedenen heimischen Hölzern ohne Verwendung von künstlichen Materialien wie Metallverbindungen, Kunststoff oder Stahlbeton umgesetzt werden soll.

„Jeder Buchstabe wird mit dem Holz einer anderen Baum-art realisiert. Mit der Errichtung wird die 60 Meter lange Großskulptur dem Spiel der Naturkräfte übergeben: Der allmähliche sich über Jahrzehnte erstreckende Verfallsprozess, der bei den Buchstaben je nach Holzart unterschiedlich schnell seine Spuren zeitigt, ist dabei wesentlicher Teil des Projektes. Der Akt der örtlichen Intervention, wie sie unter anderem von Christo und Jeanne-Claude bekannt ist, bekommt hier eine erweiterte Zeitdimension.“ Die Frage nach Nachhaltigkeit und dem Verhältnis zur Natur werde so auf eine neue Art und Weise gestellt.

Nachdem vor einem Jahr der Oppenauer Fremdenverkehrsausschuss das Projekt in nichtöffentlichere Sitzung begrüßt hatte, ging Roth in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung in die weitere Planung, um die Konstruktion auszuarbeiten und den möglichen Standort näher einzugrenzen. In Zusammenarbeit mit dem Oberkircher Holztechniker Stephan Hielscher, sowie den auf Holz spezialisierten Tragwerksplanern Asko Fromm (Professor an der Hochschule Wismar) und Johannes Kuhnen (Kassel) hat er eine an ein Blockhaus angelehnte Balkenkonstruktion konzipiert.

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Das Besondere: Der Bau benötigt keine Tiefengründung. „Die Struktur sitzt vielmehr nach dem Vorschlag des Bodengutachters Rochus Basler auf einem Schotterbett möglichst trocken auf.“ Simulationen von Fromm und Kuhnen zeigten auf, dass durch das Eigengewicht und gegebenenfalls eine zusätzliche Beschwerung mit Steinen im Fußbereich die Buchstaben Wind und Wetter standhalten. Dies ermögliche, stellt der Konzeptkünstler fest, eine nachhaltige Erstellung der Struktur ohne größere Erdarbeiten. Der mögliche Standort am Waldrand des Gleitschirmfliegerstartplatzes Rossbühl nahe der Zuflucht sorge für eine weite Sichtbarkeit.

Nachdem die prinzipielle Machbarkeit geklärt ist, sieht Roth in Abstimmung mit Bürgermeister Uwe Gaiser nun den geeigneten Zeitpunkt gekommen, das Projekt öffentlich vorzustellen und den Planungsstand mit den lokalen Gremien wie dem Ortschaftsrat Maisach und dem Oppenauer Gemeinderat zu beraten.

Öffentlicher Austausch

Wenn der Gemeinderat für das Projekt grünes Licht gibt, wird Roth als nächsten Schritt in Zusammenarbeit mit Stephan Hielscher am Kompetenz-Zentrum (Komzet) Bau in Bühl die Holzverbindungen erproben und einen drei Meter hohen Buchstabenprototypen erstellen.

Das Balkenholz wird dabei in der computergesteuerten Abbundanlage so verarbeitet, dass am Aufstellungsort die Skulptur nach einem Baukastenprinzip ohne zusätzliche Sägearbeiten errichtet werden kann. Der erste Buchstabe wird vor Roths Atelier, das im sogenannten „Schlössle“ beheimatet ist, der Bevölkerung bei der Oppenauer Museumsnacht Anfang April 2022 vorgestellt. Später soll er Teil einer der Satellitenskulpturen mit verkleinertem Schriftzug „NATUR“ sein, die an verschiedenen Standorten im Schwarzwald errichtet werden sollen. Das Konzept wird er in der Gemeinderatsitzung im November vorstellen.

Nicht nur die Realisierung der Skulptur ist Roth ein Anliegen, sondern auch der damit verbundene Prozess. Neben dem Zerfallsprozess, der sich über Jahrzehnte erstreckt, geht es um den Dialog mit einer breiten Öffentlichkeit. Wesentlicher Teil davon wird die Kommunikation über Social Media und die Webseite www.naturskulptur.art sein, die nach der Vorstellung im Gemeinderat an den Start geht.

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