»Plant for the Planet«

25 Bühler Kinder im Einsatz für Klimaschutz

Autor: 
Sarah Reith
Lesezeit 3 Minuten
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24. August 2019

Die jungen Botschafter für Klimagerechtigkeit von »Plant for the Planet« beim Müllsammeln. ©Club »Plant for the Planet«

Bäume pflanzen für den Klimaschutz: Das ist das Ziel der weltweit agierenden Kinder- und Jugendinitiative »Plant for the Planet«. Im November machten erstmals auch rund 70 Kinder aus Bühl mit und pflanzten 40 Zwetschgenbäume der Sorte Bühler. Bei dieser Aktion ist es aber nicht geblieben: Ein Teil von ihnen setzt sich nun regelmäßig fürs Klima ein.
 

Seit April treffen sich die im Umweltschutz aktiven Bühler Kinder, mittlerweile sind es 25, einmal monatlich samstags zu Aktionen. Erst kürzlich war die Gruppe im Stadtgebiet unterwegs und sammelte Müll ein. Die Idee hätten die Kinder selbst gehabt, berichtete eine der Initiatorinnen, Silke Espiritu, jetzt bei einem Pressegespräch im Rathaus. »Ganz viele stört der Müll auf den Straßen.«

Gerade im direkten Umfeld von Abfalleimern habe die Gruppe bei ihrer Sammel-Aktion viel Unrat gefunden – von Zigarettenkippen bis zu Röhrchen. »Das hat die Kinder geschockt: Als wenn man nicht richtig zielen könnte.« Um die Vermüllung zu reduzieren, wolle der Club sich an den Gemeinderat wenden und vorschlagen, Schilder anzubringen. Denkbar sei ein Foto der Kinder beim Müll-Sammeln oder ein Spruch wie: »Unser Stadtgarten ist kein Klo.«

Auch Vorträge durften die Kinder bereits halten. So traten Silke Espiritus Tochter Enya und deren Freundin Anika Maur, die schon bei der Bühler Akademie im vergangenen Jahr als erste Klimabotschafterinnen der Zwetschgenstadt die Gleichaltrigen ausbildeten, in diesem Frühjahr beim Zukunftsfestival des Gemeinwohlforums Baden auf.

Dabei gewannen sie den mit 1000 Euro dotierten Bassemoluff-Preis. Das Geld werde nun an »Plant for the planet« gespendet und ermögliche 1000 neuen Bäumen in Mexiko zu pflanzen, freut sich Silke Espiritu. Sie schätzt bei der weltweit agierenden Jugendinitiative insbesondere den Gedanken, dass die junge Generation selbst aktiv ist und auch ihr Wissen untereinander vermittelt. So bilden die jungen Klima-Botschafter bei den Akademien der Initiative Gleichaltrige zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus.

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Vor Ort etwas bewegen

Der Bühler Club unterstützt aber nicht nur die allgemeinen Ziele von »Plant for the Planet« und damit verbunden das Pflanzen von Bäumen in der Ferne. »Es ist uns wichtig, etwas vor Ort zu machen«, macht Espiritu deutlich. Deshalb soll es Aktionen wie das Müllsammeln weiterhin geben.

Zunächst steht aber eine andere Aufgabe an: Beim Bauernmarkt in Bühl am 14. September werden die Club-Kinder laut Barbara Thevenot, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung, einen Stand betreuen. Außerdem halten sie um 14.30 Uhr im Trausaal im Friedrichsbau einen Vortrag.

Bühls OB Hubert Schnurr freut sich, dass die Aktion im vergangenen Jahr keine einmalige Angelegenheit geblieben ist: »Das war nicht abzusehen, das ist toll.«
Kinder, die sich für den Club interessieren und gerne bei weiteren Aktionen zum Schutz des Klimas mitmachen wollen, sind willkommen. Interessierte können sich Silke Espiritu mailen: espiritu.silke@web.de.

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