Drei Mitglieder ausgzeichnet

65 Jahre Treue zur Kolpingsfamilie Achern

Roland Spether
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12. Dezember 2018
»Treu Kolping« sind seit 65 Jahren Karl Ruch, Gerhard Burster und Siegfried Stinus (fehlt auf dem Bild) und dafür wurden sie beim Kolping-Gedenktag geehrt. Das Bild zeigt (von links) Pfarrer Joachim Giesler, Karl Ruch, Gerhard Burster und Vorsitzenden Karl-Ludwig Horn.

»Treu Kolping« sind seit 65 Jahren Karl Ruch, Gerhard Burster und Siegfried Stinus (fehlt auf dem Bild) und dafür wurden sie beim Kolping-Gedenktag geehrt. Das Bild zeigt (von links) Pfarrer Joachim Giesler, Karl Ruch, Gerhard Burster und Vorsitzenden Karl-Ludwig Horn. ©Roland Spether

»Schön reden reicht nicht, die Tat ziert den Christen«.  Diesem Auftrag des großen Sozialreformers und Priesters Adolph Kolping  (1813 - 1865) wussten sich jene drei Acherner Kolpingbrüder verpflichtet, die vor 65 Jahren in die Kolpingsfamilie eintraten.

Diese drei Männer erhielten viele Impulse für ihr persönliches, berufliches und gesellschaftliches Leben und engagierten sich über Jahrzehnte hinweg für soziale Gerechtigkeit und gelebte Nächstenhilfe. Deshalb war es den Vorsitzenden Karl-Ludwig Horn und Präses Pfarrer Joachim Giesler beim traditionellen Kolping-Gedenktag im Josefshaus eine Freude, Gerhard Burster, Karl Ruch und Siegfried Stinus für 65 Jahre aktive Mitgliedschaft zu ehren.

Viele Aufgaben

»Anfangen ist oft das Schwerste, aber Treubleiben das Beste«, sagte einst Adolph Kolping, der wichtige Impulse für die christliche Soziallehre und dem Glauben vor allem eine konkrete, praktische Blickrichtung gab. In diesem guten Sinne setzten sich die drei Jubilare seit dem 6. Dezember 1953 in der Kolpingfamilie ein. Hierfür bedankte sich Karl-Ludwig Horn bei den Geehrten, besonders hervorgehoben wurde Karl Ruch, der sich über Jahrzehnte im Vorstand engagierte, in den 60er Jahren Senior der Kolpingbrüder war, Jungkolping ab 1984 bis zur Auflösung leitete und die Theaterspieler für die Aufführungen schminkte.    

»Wer Menschen gewinnen will, muss das Herz zum Pfande einsetzen. Das Herz aber, die rechte Liebe, muss sich in der Tat bewähren«. Dies sagte einst Adolph Kolping, der zu den bedeutenden katholischen Sozialreformern des 19. Jahrhunderts gehörte.

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1859 war er in Freiburg und in diesem Jahr wurde der Acherner Gesellenverein und damit die heutige Kolpingsfamilie gegründet. Seither haben Menschen in Achern Kolping die Treue gehalten. Daran wurde im Rahmen des Kolping-Gedenktages erinnert, in dessen Mittelpunkt ein Gottesdienst in der Kirche »Unserer Lieben Frau« mit Pfarrer Joachim Giesler und ein Beisammensein mit adventlichen Gedanken und Liedern (Klavier Franz Xaver Neufeld) stand.

Das Leben stabilisieren

Ganz im Sinne von Adolph Kolping macht es sich die Kolpingsfamilie schon lange zu ihrer Aufgabe, soziale Projekte finanziell zu unterstützen. Diesmal wurden 2000 Euro bereitgestellt, 500 Euro für die Weihnachtsaktion »Leser helfen« der Mittelbadischen Presse und 1500 Euro für das Wohnprojekt »Arche« der Seelsorgeeinheit Achern in Kooperation mit dem Caritasverband Acher-Renchtal.

Ziel des von Joachim Giesler kurz vorgestellten Projektes sei es, über die befristete Aufnahme von betroffenen Menschen eine Stabilisierung der Lebenssituation zu ermöglichen und eine Rückführung in den allgemeinen Wohnungsmarkt zu erreichen. Dazu benötige man neben ehrenamtlicher vor allem professionelle Hilfe und deshalb wurde mit dem Caritasverband eine Kooperation eingegangen.
Das von der Katholischen Kirchengemeinde langfristig angemietete Wohnhaus habe drei Wohnungen. In zwei Wohnungen könnten jeweils drei Personen in einer Wohngemeinschaft unterkommen, eine Wohnung biete Platz für eine Familie.

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