Ferienprogramm

Acherner Kinder widmen sich der Kunst

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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14. September 2021
Zu zweit geht vieles einfacher.

Zu zweit geht vieles einfacher. ©Regina de Rossi

In den Acherner Illenau-Werkstätten war in der letzten Ferienwoche noch einmal ordentlich Programm geboten. Jungen und Mädchen wurden dabei so richtig kreativ.

Wenn vor dem Tor der Illenau-Werkstätten morgens um zehn Uhr eine riesige Gruppe bunt gekleideter Kinder mit einem ihrer Elternteile steht und eiligst darauf warten, hereingelassen zu werden, dann ist Kinderkunstsommerzeit. Bereits zum elften Mal wurde diese Kreativwoche für 60 Kinder von sechs bis zwölf Jahren angeboten und erfreute sich großer Beliebtheit. Plätze zu bekommen, war schwierig, denn wer einmal dabei war, möchte es wieder. „Damit auch andere Kinder die Chance haben, einmal dabei zu sein, wird die Anmeldung nun erst ab Januar 2022 möglich sein“, so Organisatorin Sofia Scalisi. Und es werden immer wieder Plätze für die Kinder reserviert sein, denen das Leben etwas mehr zumutet, den Flüchtlingskindern und denen aus einem schwierigen Elternhaus. Dies sei Dank der Unterstützung des Eurodistriks Ortenau-Straßburg und der Bürgerstiftung Achern möglich.

Dann geht es los. Orange, weiße, rote, grüne und blaue Tafeln werden hochgehoben. Die Kinder verteilen sich und wahren den gebotenen Abstand. Auch bei der Begrüßungszeremonie. Jedes Kind wird hier beim Namen genannt. Sofia Scalisi wird in dieser Woche feststellen, dass kein Kind fehlt. An keinem Tag. Das spricht für das Angebot, für die Betreuer und für die Freude, die hier vorherrscht. Freude über eine Kreativität, die wenig Grenzen kennt.

Gut, bei Andrea im Malraum, gibt es Vorgaben. Die aber sind wichtig und bieten in einem wahren Paradies an Farben und riesigen Malwänden, die jeweils für die zwölf Kinder in ihrer Gruppe aufgebaut gebaut sind, Orientierung. Was hier im Atelier entstehen darf, ist nicht nur ein Bild, sondern oft auch ein Loslassen von tief verwurzelten Gefühlen.

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Im Töpferraum wird gegipst was das Zeug hält. Schweine, Leoparden, Pandas, ein Fußballspieler, der Triumphbogen bis zur fleischfressenden Pflanze. Nicht jeder traut sich gleich heran, nicht jeder versteht. Ein kleiner sechsjähriger Flüchtlingsjunge etwa. Er ist erst seit Kurzem hier. Mit großen Augen schaut er erstmal dem Treiben zu. Dann steht er auf, holt sich seine Utensilien und legt los.

Jule und Christian sind mit dem Leiterwagen auf dem Weg in den Wald, wo man bauen wird, meditieren, spielen, singen und ganz viel Spaß haben. Erst am Abend kommen die Kids zurück, den Proviant aufgebraucht, müde aber sichtbar glücklich. Und man hört sie schon von Weitem, denn Christian spielt Gitarre, und die Kinder stimmen lauthals ein: „Marmor, Stein und Eisen bricht…“

Die Gruppe, die einen Ausflug ins Naturkundemuseum gemacht hat, kommt dazu. Auch die aus der Nähwerkstatt. Hier sind aus Stoffresten tolle Sorgenfresser, Kuschelkissen und Traumfänger entstanden.
Eine Woche ist vorbei gegangen, die den Gruppenleitern durchaus auch etwas abverlangt zu haben vermag. Nicht immer sei es einfach, Kinder dort anzuholen, wo sie gerade sind.

Doch hier werden sie nicht stehen gelassen, sondern spielerisch mitgenommen und miteinander vertraut gemacht. Jenseits der Kulturen. Das stärkt, macht Mut und findet sich alles im Lieblingsabschiedslied der Kids wieder: „Applaus Applaus für deine Worte, mein Herz geht auf, wenn du lachst….“

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