Aromatisches Wildgemüse

Acherner Landfrau Rosa Karcher liebt Bärlauch

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08. Mai 2021
Im Garten: Rosa Karcher badet in einem ganzen Bärlauch-Meer.

(Bild 1/2) Im Garten: Rosa Karcher badet in einem ganzen Bärlauch-Meer. ©Martin Egg

Bärlauch ist wieder in aller Munde. Rosa Karcher, südbadische Landfrauen-Präsidentin aus Oberachern, erklärt, wozu die grünen Blätter taugen.

Er sprießt an allen Ecken und Enden und findet wieder körbeweise den Weg aus unseren Wäldern in die Küche: der Bärlauch. Jetzt ist seine Zeit gekommen.

In den Auenwäldern, dort wo's feucht ist, gedeit er am besten, seltener in der Höh'. Aber auch an den Flussläufen des Schwarzwald sollten Bärlauch-Freunde fündig werden, weiß Rosa Karcher, Präsidentin des Südbadischen Landfrauenverbands. „Man darf ihn sammeln, aber wie bei allem natürlich immer mit Bedacht!“

Karcher muss hingegen nicht lange nach dem Wildgemüse suchen. Es wächst daheim im Oberacherner Garten, wo er sich zu ihrer Freude immer weiter ausbreitet.

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Die Landfrau ist erklärter Bärlauch-Fan. In jeder Saison füllt sie Dutzende Gläschen mit Pesto ab – für den Eigenverzehr, aber auch als kleine und willkommene Aufmerksamkeit für Freunde. Im Kühlschrank, sagt sie, hielten die sich monatelang. „Bärlauch-Pesto schmeckt besonders gut zu Spaghetti!“ Daneben verarbeitet Karcher die grünen Blätter zu Suppe, würzt damit Butter oder verleiht mit ihm Omeletts etwas mehr Pepp. An Kräutersalz und einem Bärlauch-Lachs-Quiche will sie sich noch versuchen.

Schon in alter Vergangenheit hätten die Menschen das heimische Wildgemüse zu schätzen gewusst, weiß Karcher. Einige Zeit war es in Vergessenheit geraten, um vor vielen Jahren wiederentdeckt zu werden. Völlig zurecht, schließlich sei Bärlauch reich an Vitamin C, B1, B2 und verfüge über viele wichtige Mineralstoffe. Es fördere den Stoffwechsel, verbessere die Blutzirkulation und entgifte den gesamten Körper. Und schmeckt auch noch!

Im Mai ist Schluss

Den ersten Bärlauch hatte Karcher bereits im Februar im Garten gepflückt. Da waren die Blätter noch zierlich und ganz besonders aromatisch. Irgendwann im Mai ist damit aber Schluss. „Dann hat die Pflanze ausgetrieben und wird zu kräftig.“

Bärlauch ist mit Zwiebeln und Knoblauch verwandt und verbreitet einen intensiven Duft. Leicht lassen sich seine Blätter mit denen giftiger Maiglöckchen verwechseln. „Bärlauch-Blätter wachsen aber immer einzeln am Stil, bei Maiglöckchen paarweise“, erklärt Karcher. Außerdem seien die Blätter des Bärlauchs auf der Unterseite stumpf, im anderen Fall glänzend. Spätestens mit Einsetzen der Blüte sollte aber die Verwechslungsgefahr gebannt sein: „Wer selbst dann den Unterschied nicht sieht, sollte besser kaufen“, empfiehlt Karcher.

Info

Rosa Karchers Bärlauch-Pesto

Man pflücke 100 Gramm Bärlauch, wasche und trockne ihn, um ihn anschließend klein zu schneiden. Danach kommt der Lauch mit etwa der gleichen Menge Oliven-, Distel- oder Sonnenblumenöl zum Pürieren in einen Mixer, um die Paste mit 50 Gramm regionalem Hartkäse zu vermengen. Auch Pistazien, Mandeln, Sonnenblumen oder Walnuss-Kerne passen gut. Salz und Pfeffer nicht vergessen.
Zum Schluss wird die Pesto randvoll in kleine Gläser abgefüllt und kommt in den Kühlschrank. Wichtig, erklärt Rosa Karcher, ist, dass oben noch ein Kleinwenig Öl zu sehen ist.

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