Waisenhaus »Children's Home Malaika« in Kenia

Achertäler Willy und Asuna Schneider setzen Einsatz fort

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 3 Minuten
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25. August 2018
Das Health Centre im Waisenhauskomplex Children’s Home Malaika hilft auch den Menschen der Region in Kenia.

(Bild 1/3) Das Health Centre im Waisenhauskomplex Children’s Home Malaika hilft auch den Menschen der Region in Kenia. ©Malaika

Tiefe Eindrücke brachten 18 Reisende vom Waisenhaus »Children’s Home Malaika« in Shiseso in Kenia mit zurück. Alle Teilnehmer gehörten zur Reisegruppe des Ottenhöfener Vereins »Afrikanische-Deutsche Partnerschaft Malaika«.

 Zusammen mit dem Vorsitzenden Pfarrer i.R. Willy Schneider und seiner keniatischen Ehefrau Asuna besuchten sie das vom Verein betreute und finanzierte Waisenhaus, um ein Workcamp zu veranstalten. Dabei erfuhr Willy Schneider, der im April in Ottenhöfen mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, nun auch in Kenia zusammen mit seiner Frau eine hohe Auszeichnung.

Alltag in Kenia

»Wir kommen genau zum Ende eines Schultrimesters im Kinderheim an, somit können wir die Bekanntgabe der Noten sowie die Reihenfolge der besten Schüler der zum Waisenheim gehörigen Schule, der St. Stefano-Academy, genau mitverfolgen«, hat sich Teilnehmerin Friedlinde Bühler als einen der ersten Eindrücke notiert, »die Kinder haben ein Theaterstück über den Alltag in Kenia einstudiert, so wie sie ihn mit Not, Gewalt, Unterdrückung und Alkohol erfahren haben. Mit Tänzen nehmen die Kinder dem Inhalt die Schwere, Gesänge und Trommeln haben etwas Leichtes, Befreiendes.« 

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Die Mitglieder des Workcamps unternahmen viel mit den Waisen im »Children’s Home Malaika«. So wurde beispielsweise gemeinsam mit der Künstlerin Yvonne Gukelberger-Seele ein traditionelles Haus auf dem Areal des Waisenhauses mit afrikanischen Ornamenten bemalt. Die Waisenkinder malen sehr gerne und das mit so hoher Konzentration, dass die mitgereisten Lehrerinnen staunten.

»Children’s Home Malaika« ist weit mehr als nur ein Haus, zum gesamten Waisenhausareal gehören auch eine Schule und ein Spital, das so genannte »Health Centre«. Für dieses »Health Centre« hatte die Reisegruppe gespendete medizinische Utensilien mitgebracht. Das »Health Centre« steht nicht nur den Waisenkindern zur Verfügung. An sogenannten Gesundheitstagen steht es für die Region offen, die Reisegruppe erlebte, wie Patienten an zwei solcher Tage kostenlos eine Diagnose und Medikamente erhielten, die sich die meisten Menschen der Region nicht leisten können. Über 300 Patienten wurden behandelt und versorgt. Im Rahmen von Familienplanung wurden zudem Schwangere beraten, selbst die Diagnose von Malaria, Typhus und HIV ist im »Health Centre« möglich. 
Soziale Gemeinschaft

Manche Kinder des Waisenhauses haben große Einschränkungen, so zum Beispiel das Mädchen Vallery, das schwerst hörgeschädigt ist. Vorführungen in Gebärdensprache, kombiniert mit Lautsprache und Tänzen beeindruckten die Gäste aus Deutschland sehr. In diesem Zusammenhang fiel ihnen die sehr soziale und solidarische Gemeinschaft im »Children’s Home Malaika« auf. Vallery sowie andere behinderte Kinder sind voll integriert, ein sehbehindertes Mädchen zum Beispiel fand immer eine hilfreiche Hand zum Führen. 

Neben Ausflügen in die Region wurde schließlich die Ehrung Willy Schneiders und seiner Frau Asuna nach kenianischer Art ein Highlight des Aufenthalts. In Kenia gab es keinen Verdienstorden, sondern Willy Schneider wurde mit Stab, Schild, Fellmütze und Fell ausgestattet und mit Musik und Gesang geehrt. Asuna Schneider bildet in Schwarzwälder Tracht einen auffallenden Kontrapunkt, Tracht traf Trommel sozusagen. Nicht anders als  in Deutschland gab es eine Reihe ehrender Ansprachen und Grußworte. 
 

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