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Achern

Achertalschule bereitet sich auf Umzug nach Fautenbach vor

Logistische Fragen der Schülerbeförderung sind geklärt, andere noch nicht / Rektor: »Wir wollten und wollen nicht weg«
24. Juni 2017
&copy Michaela Gabriel

In der ersten Juli-Woche kommen die Umzugskartons. Die Achertalschule bricht ihre Zelte in der Kernstadt ab und schlägt sie in den Räumen der Vinzenz-Wachter-Schule in Fautenbach neu auf.

Mit Begeisterung wird der Umzug nicht geplant und bei den Schülern überwiegen bisher Befürchtungen, man könne sich verschlechtern. »Wir wollten und wollen nicht weg«, bekräftigt der Leiter der Förderschule, Lutz Schneider. Am neuen Standort können nicht alle Raumwünsche erfüllt werden. 
Verzicht ist angesagt

»Bestimmte Dinge gehen nicht, manchen gehen«, so der Schulleiter: »Wir müssen auf manches verzichten.« Die Umgestaltung von Räumen der bisherigen Werkrealschule Fautenbach/Önsbach sei darauf beschränkt, was innerhalb weniger Wochen möglich und finanziell machbar sei. So haben die Lehrer der Förderschule ab dem kommenden Schuljahr kein eigenes Lehrerzimmer mehr, sondern teilen es sich mit den Lehrern der Grundschule Fautenbach. Auch PC-Raum, Sekretariat und Werkraum werden gemeinsam genutzt. Ein Raum für Bildende Kunst und das Arbeiten mit Ton werde es nicht mehr geben. Auch sei noch unklar, wo Lehr- und Lernmittel und die Bühnenelemente sowie die Schulfahrräder der Achertalschule unterkommen sollen.

Anfang Mai habe man das Kollegium der Grundschule kennen gelernt und sich Gedanken zum Neustart und möglichen Interessenkonflikten gemacht, berichtet Lutz Schneider. »Es wird ein Miteinander geben müssen«, weiß er. Bisher werde dies von Schulleiterin Monika Fischer-Ziegler gut unterstützt. Man habe sich auf einen gemeinsamen Unterrichtsbeginn um 7.45 Uhr und die Rhythmisierung des Unterrichts geeinigt. Doch wer sein Ansprechpartner sein wird, wenn die Rektorin der Schulen Fautenbach und Önsbach Ende des Schuljahres in den Ruhestand geht, weiß er noch nicht. 

Zwänge und Zeitdruck

Wie bei einem privaten Umzug müsse man sich beim Kisten packen beschränken und sich von Dingen trennen, sagt Oberbürgermeister Klaus Muttach. Ende Juli werde die Stadt Achern die Möbel und Umzugskartons der Achertalschule nach Fautenbach bringen und dort in die entsprechenden Räume stellen lassen. Er hoffe, dass sich vieles noch zum Positiven entwickeln werde und dass Schüler, Lehrer und Eltern der Achertalschule in einigen Jahren sagen könnten, dass der Umzug in Ordnung gewesen sei. Muttach verweist auf die Zwänge und den Zeitdruck, unter der die Entscheidung des Gemeinderates getroffen wurde: Die Gemeinschaftsschule Achern braucht die Räume der Achertalschule ab September für ihre ersten und zweiten Klassen.

Gelöst wurden inzwischen die durch den Umzug ausgelösten Transportprobleme. Die Förderschüler können mit denselben Zügen und Bussen nach Achern kommen wie bisher. Zwei Kleinbusse bringen sie dann vom Bahnhof zur neuen Schule und fahren sie nach dem Unterricht wieder zum Bahnhof. Der Ortenaukreis habe zugesagt, für die Kosten aufzukommen, so dass für die Eltern keine finanzielle Mehrbelastung entstehe, so Muttach. Derzeit organisiere die Stadtverwaltung außerdem den Kauf eines Kleinbusses, mit der ergänzende Angebote außerhalb der Schule wahrgenommen werden können. 

Autor:
Michaela Gabriel

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Hintergrund

Mehr Schüler zum Neustart

Zwölf Schüler, die bisher das Sonderpädagogische Zentrum in Renchen besuchen, wechseln nach der Schließung ihrer Förderschule zum Schuljahresende nach Achern, teilte OB Klaus Muttach jetzt mit. Insgesamt wird der Neustart der Achertalschule am neuen Standort Fautenbach dann mit rund 60 Schüler erfolgen. Im laufenden Schuljahr sind es 53. Das Einzugsgebiet des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums mit dem Förderschwerpunkt Lernen wird sich voraussichtlich durch die Änderung der Schulbezirke weiter ausdehnen. Bisher besuchen die Achertalschule Kinder aus der Großen Kreisstadt, aus Sasbach, Obersasbach, Lauf, Kappelrodeck, Waldulm, Furschenbach, Ottenhöfen und Seebach. mg

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