Rheinau - Freistett

AfD-Kreisverband gründet einen Ortsverband Ortenau-Nord

Autor: 
Michael Müller
Lesezeit 3 Minuten
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15. Januar 2017

(Bild 1/2) S:\Produktionsbilder\2017-01-15\file6t86jqowesy1hivqbldd.jpg ©Michael Müller

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat nun auch einen Ortsverband Ortenau-Nord. Bei der Gründungsversammlung am Freitag in Freistett wurde Klaus Hunze aus Lauf zum Vorsitzenden gewählt.
 

Die Alternative für Deutschland (AfD) will weiter wachsen. Am Freitag hat sie einen Ortsverband Ortenau-Nord gegründet. Die Initiative dazu ging von Thomas Kinzinger aus. Der gebürtige Heidelberger, der  inzwischen in Freistett lebt, ist stellvertretender Sprecher des AfD-Kreisverbandes. Zuvor war er auch zehn Jahre lang in der SPD aktiv. Seit drei Jahren nun engagiert er sich in der AfD. Schon von Beginn an sei es sein Ziel gewesen, einen AfD-Ortsverband zu gründen, berichtete er bei der Gründungsversammlung, die übrigens ausgerechnet im Gasthaus »Roter Ochsen« in Freistett stattfand. 

Zweiter Ortsverband

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Der Zuständigkeitsbereich des Ortsverbandes erstreckt sich auf die Städte Achern, Rheinau und Renchen sowie die Gemeinden Sasbach, Sasbachwalden, Kappelrodeck, Ottenhöfen, Lauf und Seebach. Sitz und allgemeiner Gerichtsstand ist Achern. Bislang hatte die AfD nur im Süden der Ortenau einen eigenen Ortsverband. Mitglieder hat die AfD jedoch auch im Ortenauer Norden. »Als wir angefangen haben, waren wir nur zwei, drei Leute«, erinnert sich Kinzinger. Inzwischen seien es 26 – und die Zahl soll weiter 
steigen.
Und das muss sie auch – jedenfalls wenn es nach Marc Jongen geht, dem stellvertretenden Sprecher und Programmkoordinator der AfD Baden-Württemberg. »Wir verstehen uns als Volkspartei«, bekräftigte er in seinem Grußwort. »Wir müssen aufpassen, dass unsere Heimat nicht zum Museum wird.« So gesehen sei es wichtig, dass sich die AfD »in der Breite verankert«. 
Eine breite Mitgliederbasis sei allein schon deshalb nötig, weil die Partei bei Wahlen immer mehr Zulauf finde, so Jongen weiter. Im Osten Deutschlands sei die AfD bereits jetzt zweitstärkste Kraft, im Westen fast schon die drittstärkste. Bundesweit hat die Partei laut Jongen inzwischen rund 26 000 Mitglieder – Tendenz steigend, doch das reiche noch lange nicht. Schließlich werde man, wenn die Partei weiter so rasant wachse, auch immer mehr Amtsträger brauchen. 
In der Gründungsversammlung wurde zunächst die Satzung des Ortsverbandes verabschiedet. Zum Vorsitzenden wurde anschließend einstimmig Klaus Hunze gewählt. Der 51-Jährige aus Lauf, der als Selbstständiger im Online-Marketing tätig ist, gehört seit Mitte 2016 der AfD an. Thomas Kinzinger wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Dem Vorstand gehören außerdem die Beisitzer Hartmut Ahleit (Rheinau) und Sven Spissinger (Unzhurst) sowie Fedor Vetrov als Schatzmeister an. 

Über 20 Prozent als Ziel

Nun könne man sich mit Volldampf an die Arbeit machen, so Klaus Hunze in seinem Schlusswort. Schließlich steht im September die Bundestagswahl an. Dort peilt die AfD laut Marc Jongen ein Ergebnis von über 20 Prozent an – und als Slogan und »running gag« gab er ausgerechnet die berühmten »Wir schaffen das«-Worte von Kanzlerin Angela Merkel aus, die die AfD am liebsten sofort in die Wüste schicken würde.

Stichwort

Gegendemo

Dass es aber auch Leute gibt, die was dagegen haben, zeigte sich zu Beginn des Abends: Eine kleine Gruppe von Mitgliedern der Gewerkschaft Verdi hatte sich vor dem Versammlungslokal zu einer Mahnwache postiert. »Wir wollten hier einfach mal spontan Flagge zeigen«, so Andreas Kirchgeßner. »Unsere Alternative heißt Solidarität« stand auf dem Verdi-Banner zu lesen. Die AfD hingegen, so Kirchgeßner, wolle »die soziale Spaltung«. mimü

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