In Rheinau in Pension verabschiedet

AFG-Schulleiter hat Demut vor Lehrerin Angelika Zimmermann

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 2 Minuten
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15. August 2018
Am Anne-Frank-Gymnasium wurden Angelika Zimmermann (Dritte von links), Daniel Sauer (Fünfter von links) und Simone Stecker (rechts) mit Referendaren verabschiedet.

Am Anne-Frank-Gymnasium wurden Angelika Zimmermann (Dritte von links), Daniel Sauer (Fünfter von links) und Simone Stecker (rechts) mit Referendaren verabschiedet. ©Ellen Matzat

Nach 40 Jahren wurde zu Ferienbeginn am Anne-Frank-Gymnasium Mathematik- und Geographielehrerin Angelika Zimmermann in den Ruhestand verabschiedet – und nicht nur sie. 

Ihre Personalakte sei eben die dickste, die man habe, sagte Schulleiter Thomas Müller-Teufel bei der Verabschiedung von Angelika Zimmermann. Sie wurde 1954 in Bühl geboren, machte 1977 an der Uni Karlsruhe erfolgreich den Abschluss in den Studienfächern Mathe und Geo. Nach dem Vorbereitungsdienst kam sie ans Progymnasium Rheinbischofsheim, wo sie sich voll entfaltete, sagte Müller-Teufel.

Sie wurde dem Rheinauer Gymnasium mit 27 Wochenstunden zugewiesen und war bis zum Schluss die einzige Kollegin, deren Deputatsumfang zwei Stunden über dem der anderen lag. Für Angelika Zimmermann seien Schüler nicht nur Objekte ihres Unterrichts gewesen, sondern sie habe sich für sie interessiert und sich um sie gekümmert, lobte der Schulleiter.

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1981 übernahm sie eine Reihe von Zusatzaufgaben, wurde etwa Beauftragte für Schülerreisen und Erste Hilfe oder betreute die Schulbücherei. Es folgten Fortbildungen zum Skilaufen an Schulen, über Computer und Informatik. 1992 wurde sie Mutter. Ihr 25-jähriges Dienstjubiläum feierte sie zum Millennium. Es folgten sehr viele Weiterbildungen. Müller-Teufel drückte seinen großen Respekt vor ihrer beruflichen Leistung aus und sprach gar von einem Gefühl der Demut.

Angelika Zimmermann sei stets fröhlich und gelassen gewesen, habe immer leise, aber hellwach auftauchende Unrichtigkeiten korrigiert. Der Schulleiter bewunderte »ihre Ruhe mit wasserspritzenden Fünftklässlern« und ihre Souveränität gegenüber manchen Eltern. Die Schule verliere eine zugewandte Lehrerin und auch einen Teil des kollektiven Gedächtnisses von Pro- und Vollgymnasium. 

Mit Angelika Zimmermann wurden auch die Lehrer Daniel Sauer nach 13 Jahren und nach neun Jahren Simone Stecker verabschiedet. Sauer wechselt ans »Schiller« in Offenburg und Stecker ans »Markgraf Ludwig« in Baden-Baden.

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