Hausfrauenblues

Agnes Müller begeisterte beim Oberkircher Autorennetzwerk

Autor: 
Manuela Bijanfar
Lesezeit 2 Minuten
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23. Mai 2019
Richtig begeistert war das Publikum von der Liedermacherin Agnes Müller.

Richtig begeistert war das Publikum von der Liedermacherin Agnes Müller. ©Bijanfar

Beim »Frühlingskabarett & Hausfrauenblues« des Autoren-Netzwerkes Ortenau/Elsass traten Jo Specht, Klaus-Ulrich Moeller, Karin Jäckel und Agnes Müller in der Mediathek auf. Richtig  begeistert war das Publikum aber nur von der Liedermacherin Agnes Müller, die mit ihrer  Fröhlichkeit und Lebendigkeit überzeugte.

Für das »Frühlingskabarett« waren im ersten Teil der Veranstaltung Jo Specht und Klaus-Ulrich  Moeller zuständig. Während Specht von seinen Kindheitserinnerungen im Schwarzwald erzählte,  versuchte Moeller, seinem Anspruch als »Humor-Europameister« gerecht zu werden. Er erzählte  vom Los der Arbeit, das laut Christentum Strafe, laut Buddhismus Erfüllung sei. »Wir arbeiten,  bis wir tot umfallen, die Chinesen übrigens auch. Im Gegensatz zu ihnen haben wir dann aber alles dokumentiert.« Schmunzeln in den Zuschauerreihen –  das war die Reaktion des Publikums.

Den »Hausfrauen-Blues« stellten Karin Jäckel und Agnes Müller nach der Pause sehr lebendig  dar. Jäckel beschrieb in einem Text die Zeit, als ihre Kinder noch klein waren und sie das zweifelhafte Vergnügen hatte, neben der Haushaltsführung auch noch arbeiten zu dürfen. Sie  erzählte von der Schwierigkeit, einen Artikel zu schreiben, während ihre kleinen Kinder die Wohnung auf den Kopf stellen.

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Lebendig und mitreißend wurde es mit dem Auftritt der Liedermacherin Agnes Müller. Mit ihrer guten Gesangsstimme, witzigen Texten und der gekonnten Gitarrenbegleitung von Martin  Weinacker sprühte ihre Darbietung von Witz und Charme. »Mir isch heiß...« interpretierte sie  einen bekannten Bluessong auf alemannisch. »Ich derf gar nit dron denke – dass ich d´Marmelad  iekoche muss.« Mit lebendiger Gestik und Mimik stellte sie ein Frühlingsblümlein dar, das zu oft  von einem Bienlein besucht wird, »des de Hals nit vollkriege konn!« Mit einer Kittelschürze  bekleidet sang sie eine Persiflage auf das Hausfrauen-Dasein: »O Baby, lass mich Deine Hausfrau  sein! Ich krieg die tollsten Gefühle, wenn ich Deine Töpfe spüle.

Und bist Du auch der größte  Kotzbrocken, ich stopfe gerne Deine Socken.« Zum Rhythmus von Queens Song „We will rock  you“ sang sie: „Juhu, ich hab´ Kehrwoch´!“ und das Publikum klatschte begeistert mit. 

Auch beim  nächsten Lied »Mit den Waffen einer Frau« begeisterte sie die zahlreichen Zuschauer. »Geballte  Weiblichkeit und Mumm, wir krempeln alles um!« Aber auch bei den leisen Tönen, die sie  bisweilen anschlug, etwa mit dem »Lied vom Glücklich sein« überzeugte sie mit Können und  Ausstrahlung. »S´Läwe isch ä kunterbunter Blumestruss, mir mache s´Beschde drus.« In diesem  Sinne konnten die Zuschauer mit heiterem Gemüt den Heimweg antreten.  

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