Oberkirch

Alle waren »Troglauer Buam«

Daniel Wunsch
Lesezeit 3 Minuten
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09. September 2015
Die »Troglauer Buam« animierten die Besucher im Weinfestzelt schnell dazu, auf Bierbänken zu stehen. Die Band aus der Oberpfalz hatte sogar ihren eigenen Fanclub dabei.

(Bild 1/2) Die »Troglauer Buam« animierten die Besucher im Weinfestzelt schnell dazu, auf Bierbänken zu stehen. Die Band aus der Oberpfalz hatte sogar ihren eigenen Fanclub dabei. ©Daniel Wunsch

Die »Troglauer Buam« traten am Montag in die großen Fußstapfen, die der Talentwettbewerb »City Champ« beim Weinfest hinterlassen hatte. Auch die Band aus der Oberpfalz sorgte für ein volles Festzelt.

Im Jahr eins nach dem City Champ schaute man überall im proppenvollen Festzelt in gespannte Gesichter: Die »Troglauer Buam«,  eine Partyband, die Volksmusik und Heavy Metal zu einem neuen Genre, der »Heavy Volxmusic«, verbindet, trat dort auf. »Einige Oberkircher haben uns gefragt, ob wir die nicht holen könnten«, war Organisatorin Katharina Volz vom Kulturamt der Stadt schon mittags gespannt auf den Auftritt. Am Abend sang dann die Menge im Weinfestzelt in regelmäßigen Abständen die inoffizielle Hymne der Band mit: »Troglauer Buam, Troglauer Buam, wir san alle Troglauer Buam.«

Heimatbewusste Party

Und auch wenn bei einer kleinen Umfrage zu Beginn nur wenige Weinfestbesucher die Band kannten und nur die ganz Ortskundigen wussten, dass Troglau in der bayerischen Oberpfalz bei Kastl­ im Landkreis Tirschenreuth liegt, hatten die sechs Jungs (»Buam«) die Besucher von Anfang an auf ihrer Seite. 

»Seid ihr soweit? In Troglau, da steht man auf die Bänke und klatscht mit«, machte Thomas »Domml« Wöhrl Stimmung und zeigte gleich, was die Menge in den nächsten über drei Stunden erwartete: »Eine Party mit einem gesunden Schuss Heimatbewusstsein, Balladen, aber auch knackige Partylieder, zum Singen und Mitklatschen.«

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Eigentlich fühlten sich die Bandmitglieder ja eher in der rockigeren Ecke der Musik heimisch, wie man bei näherer Betrachtung ihrer Biografie feststellen kann. Schon lange musizierten die meisten der »Buam« gemeinsam in einer ACDC-Tribute-Band. Die Idee, Elemente der Volksmusik mit klassischen Rocksongs zu vermischen, war zunächst – als einmaliges  Spaßprojekt – für einen Auftritt im Jahr 2004 gedacht. Doch der Erfolg motivierte die Band weiterzumachen, und so tingeln die sechs Jungs nun schon seit über zehn Jahren mit Lederhosen und Akkordeon bewaffnet durch die Republik.

Dabei spielt es keine Rolle, ob bekannte Schlager wie »Verdammt ich lieb dich« oder »Du hast mich 1000 Mal belogen«, Neue-Deutsche-Welle-Songs wie »Sternenhimmel« oder »Major Tom« oder klassische Partylieder wie »Schatzi schenk mir ein Foto« angestimmt wurden – die Stimmung bei den Besuchern stieg von Minute zu Minute. »Im Sekundentakt jagt ein Gassenhauer den nächsten«, war ein Besucher begeistert.

Selbst den fließenden Übergang zum Reggae (»No woman no cry«) oder englischsprachigen Rock (»Rockin’ all over the world«) gelang perfekt. Gut an kamen auch einige Eigenkompositionen.
Besonders aus der Menge der Besucher, von denen nicht wenige im Wies’n-Outfit mit Dirndl und Lederhose gekommen waren, stachen Daniel Hug, Moritz und Axel Mark aus St. Märgen vom inoffiziellen Fanclub »Troglauer Bus« (www.troglauerbus.de) hervor. Sie rockten von der ersten bis zur letzten Sekunde direkt vor der Bühne mit. »Die Musik und die Stimmung sind der Wahnsinn, da ist geil noch total untertrieben.«

»Geil ist untertrieben«

Bis zu 50 Leute, die sie mit dem »Troglauer Virus« angesteckt haben, sind an Wochenenden gut und gerne mal dabei, wenn sie der Band mit einem Bus hinterherreisen. »Die Stimmung in Oberkirch war schon richtig gut, aber was sonst abgeht, toppt das Ganze noch einmal«, meinten sie.

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