Zweitägige Fundgrube von lauter Unikaten

Allerhand-Markt Achern besticht durch Wohlfühlatmosphäre

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 2 Minuten
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05. November 2018

Elfenglöckchen lässt Jutta Eulig erklingen. Solche hübschen Dinge gab es beim Allerhand-Markt am Wochenende in den Illenau-Werkstätten. ©Regina de Rossi

Kommen, sehen und staunen hieß es am Wochenende beim Allerhand-Markt in den Illenau-Werkstätten. Bei der vierten Auflage kamen die Besucher in Scharen, weil man sich vom Wohlfühlambiente angezogen fühlt. Und das beginnt bereits im Hof.

»Es ist diese Atmosphäre, die alles hier so besonders macht«, heißt es von einer Familie aus Großweier, die sich erst mal einen deftigen Flammkuchen gönnt. Der wird ganz traditionell in runden Fässern gebacken, in denen ein offenes Feuer lodert: »So hämmers früher gmacht«, lacht Walter Burgmann aus Rheinau hinter seinem Stand hervor. Daneben gibt es vegetarische Pfannkuchen und heißen Bergtee aus Griechenland. Musik darf hier nicht fehlen, am Samstag war es Daniel Berger, der hier unterhielt, am Sonntag Carmelo Scalisi und seine Mannen.

Einfach gut organisiert

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Das Angebot an handwerklicher Kunst war so unterschiedlich, wie man es sich von einem gut organisierten Markt wünscht. Bewusst hat sich das Team um Anna-Maria Scalisi, Klemens Helmholz sowie Fred Ehmann und Ani Grommes vor vier Jahren für den Namen Allerhand-Markt entschieden, was die Vielfalt und das Angebot spiegelt. Kinder konnten sich kreativ in einer Bastelecke ausleben. Der Rundgang durch die Werkstätten wurde zum Erlebnis. Da sitzt ein winzig kleiner Frosch mit einer Perle in seiner silbernen Krone auf der Spitze eines alten Silberlöffels, Schmuck aus altem Tafelsilber – wunderschön. Gegenüber fand man warme Capes und Pulswärmer neben hochwertiger Keramik. 

»Wegschmeißen war gestern«, schien im unteren Bereich des Ateliers der Slogan zu sein. Aus alten Werbebannern und ausgedienten Flaggen wurden Taschen, aus Leisten und alten Schubladen wunderbare Bilderrahmen, aus alten Stoffen Handyhüllen.
Filigrane Schmuckarbeiten fanden viele Bewunderer – auch aus buntem Filz oder gehäkeltem Garn. »Ich komme so gerne hier her«, schwärmte eine Ausstellerin aus Baden-Baden, die hier Mützen und gefilzte Broschen präsentiert. »Alles Unikate«, sagte sie und meinte die hölzernen Füllfederhalter oder den Weihnachtsschmuck aus rostigem Stahl. Erstaunt bleibt man bei einem jungen Künstler aus Achern stehen, der Fantasiewesen aus Schrauben, Nägeln, Besteck und Werkzeugen sorgsam zusammengeschweißt hat. 

Alles in allem war es ein Allerhand-Markt par excellence, der seine Besucher begeisterte, die Aussteller und Organisatoren sehr zufrieden stellte.

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