Entscheidung

Altensteg-Brücke in Zusenhofen: Neubau oder Abriss?

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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18. Mai 2018
Der Ortschaftsrat will in der nächsten Sitzung über das Schicksal der baufälligen Altensteg-Brücke in Zusenhofen entscheiden. Es geht um Abriss oder Neubau.

Der Ortschaftsrat will in der nächsten Sitzung über das Schicksal der baufälligen Altensteg-Brücke in Zusenhofen entscheiden. Es geht um Abriss oder Neubau. ©Peter Meier

In der Ortschaftsratssitzung am Dienstagabend informierte Ortsvorsteherin Tanja Weinzierle das Gremium über die aktuelle Situation  zur Verkehrssicherheit der Furtbrücke am Altensteg und  kündigte an, die Entscheidung über das weitere Vorgehen in der nächsten  Sitzung auf die Tagesordnung zu setzen.

Die Brücke am Altensteg ist baufällig, sie  wurde meist nur bei Hochwasser benutzt und ist seit fünf Monaten  gesperrt. Das Problem, so Ortsvorsteherin Tanja Weinzierle: Die Gemeinde ist für die  Verkehrssicherungspflicht verantwortlich, und da die Brücke trotz der beidseitigen Absperrung von Kindern zum Spielen genutzt wird, wurde  bei einer Begehung sowohl vom Rechts- und Ordnungsamt als auch vom  Vertreter der Badischen Versicherungen ein Rückbau der Fußgängerbrücke nahegelegt.

Die Kosten für den Abriss wurden auf 10 000 Euro beziffert, ein Neubau würde zwischen 35  000 und 40 000 Euro kosten. Eine Instandsetzung der jetzigen Brücke sei bei  ihrem desolaten Zustand nicht möglich, auch billigere Alternativen unter Verwendung vorhandener Bauteile wurden überprüft und als nicht realisierbar eingestuft.

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Ziel sei es nun, in der kommenden Sitzung zu  einer Entscheidung im Ortschaftsrat zu kommen um dann einen  entsprechenden Antrag an den Gemeinderat zu stellen, zumal im Doppelhaushalt für eine Maßnahme zur Fußgängerbrücke keine Mittel  vorgesehen sind.

Wie Peter Müller für die CDU-Fraktion berichtete, hatte sie sich bereits  mit dem Thema befasst und gegen den Neubau einer Furtbrücke  ausgesprochen. Die Furt könne bei normalem Wasserstand gut überquert  werden, das Geld für eine neue Brücke sollte gespart und an anderer Stelle sinnvoller verwendet werden. Als Brücke sei das Bauwerk nicht  mehr zu verwenden und damit wertlos, so auch Wolfgang Lacherbauer  (SPD), es sei allerdings ein Stück Zusenhofener Geschichte. Da aber eine Absicherung im Sinne der Verkehrssicherungspflicht nicht möglich ist, bleibe wohl nur der Abriss. Die Freien Wähler werden ihre Entscheidung in der nächsten  Sitzung bekanntgeben, ergänzte Gerhard Zerrer.

Zur  Furt selbst wies die Ortsvorsteherin darauf hin, dass bei einer  Absturzhöhe von rund 60 Zentimetern kein Geländer erforderlich ist, auf  Empfehlung der Versicherung soll sie beidseits mit durch  Reflexionsstreifen in einer Signalfarbe gekennzeichnet werden.

Stichwort

Hallenboden

Mit dem neu verlegten Hallenboden zeichnet sich jetzt eine Lösung ab,  nachdem festgestellt werden musste, dass die Höhe der Verlegung nicht  stimmt. Weinzierle berichtete, dass der Boden wieder herausgerissen und  neu verlegt werden muss. Das Problem bestehe allerdings darin, dass die  Halle zu diesem Zweck wieder drei Wochen lang gesperrt werden muss.  Für die Schule und für die betroffenen Vereine sei das natürlich sehr  ärgerlich. Die Maßnahme soll zeitnah erfolgen. In einer Besprechung mit  der Firma werde im Lauf der Woche noch der Zeitplan abgestimmt.

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