Feuerwehrübung

Am Braunbergstüble reicht das Löschwasser bei einem Brand

Autor: 
Bernhard Huber
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2019

Die Abteilungen aus Oppenau, Ibach und Peterstal übten am »Braunbergstüble«. ©Bernhard Huber

Dank der Initiative der Eigentümer des Gasthaus “Braunbergstüble” steht dort in  diesem Außenbereich jetzt bei einem Feuerwehreinsatz genügend Löschwasser  zur Verfügung. Diese Gewissheit lieferte die Jahreshauptübung der Feuerwehr.
 

Im vergangenen Jahr wurde direkt beim Anwesen ein  unterirdischer Löschtank mit 40 000 Liter Fassungsvermögen installiert.  Zusätzliches Wasser liefert im Ernstfall etwa vierhundert Meter entfernt auf der  Gemarkung Bad Peterstal nochmals ein Löschtank mit 30 000 Liter. Ausgedacht  hatten sich die Verantwortlichen jetzt für die Übung folgendes Szenario: Explosion  in der Werkstatt im Keller des “Braunbergstüble”, starke Rauchentwicklung, das Treppenhaus beschädigt und nicht mehr begehbar, zwei vermisste Personen in  der Werkstatt, zwei um Hilfe flehende Personen im ersten und drei im zweiten  Obergeschoss. 

Um Unterstützung hatte man die Freiwillige Feuerwehr Bad  Peterstal-Griesbach gebeten. “Alles hat gut geklappt”, freute sich der Ibacher Abteilungskommandant Hubert  Huber. Über den “Bollenbach” angefahren war die Ibacher Mannschaft mit  Fahrzeug und Tragkraftspritze als erster an der Brandstelle und konnte die  Wasserentnahme aus dem Löschwasserbehälter aufbauen und einem ersten  Angriffstrupp zur Menschenrettung zuarbeiten. 

Verletzte geborgen

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In der Zwischenzeit trafen die  trafen das HLF20  und die Drehleiter aus Oppenauer über den Anfahrtsweg  “Löcherberg” ein. Atemschutzträger bargen die Verletzten Personen im Keller.  Über die Schiebeleiter bzw. über Steckleiter (Bereich der Gartenwirtschaft)  erfolgte von den Balkonen aus die Rettung weiterer vier Personen. Eine weitere,  allerdings gehbehinderte Person konnte nur über die Drehleiter über das  Dachfenster geborgen werden. “Zur Unterstützung bei Menschenrettung und  Brandbekämpfung angefordert haben wird dann zudem auch eine weitere  Wasserförderung auf der Peterstaler Seite vom Behälter Braunbergerhof her  aufgebaut”, berichtete der Peterstal Kommandant Stefan Huber in der  Abschlussbetrachtung. Angefahren war die Peterstaler Wehr über die  „Sommerseite“. “Es wurde mir schnell klar, dass alle notwendigen Maßnahmen in zwei  Abschnitten, nämlich die von den Zugführern von Oppenau (Christian Schmiederer  und Mario Bruder) und von Bad Peterstal (Stefan Huber) angegangen werden  müssen”, stellt Einsatzleiter Andreas Schweiger heraus. 

“Wir haben sehr zügig  gearbeitet, nach 35 Minuten waren alle Menschen gerettet”,  berichtet Christian Schmiederer. Im Einsatz waren 64 Wehrmänner und –frauen  sowie neun Fahrzeuge.  “Die Probe verlief ruhig, sie hat wieder einmal unsere hohe Einsatzbereitschaft  gezeigt”, sagte Gesamtkommandant Albert Schmitt und dankte den  Verantwortlichen für die Ausarbeitung. Ein “herzliches Vergelts Gott” allen  Beteiligten sagte Bad Peterstal’s Bürgermeister Meinrad Baumann auch namens  Bürgermeister Gaiser aus Oppenau und sprach von “ein beeindruckendes  Übungsgeschehen an einem neuralgischen Punkt”. 

Baumann: “Wir sind froh  dass wir euch haben und dass die Kooperation der Wehren immer mehr  voranschreitet, es funktioniert immer besser und schlagkräftiger”. Ortsvorsteher  Martin Springmann erinnerte daran, dass das Anwesen  “Braunbergstüble” vor nunmehr 49 Jahren ein Raub der Flammen gewesen sei. Man sei sehr froh, dass jetzt an dieser Stelle der Löschwasserbehälter stehe, gerade Alfred Gmeiner habe sich sehr darum gekümmert. “Anbetracht des  trockenen Wetters wäre auch Waldbrand nicht auszuschließen, gerade wenn das  Szenario so weitergeht”, gab Springmann zu bedenken.

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