Freistetter Petersee

Angeln vom Boot aus ist während der Laichzeit tabu

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juni 2018
Im Freistetter Petersee darf künftig nach dem Willen des Bezirksbeirates zwischen Mitte Februar und Mitte Mai nicht mehr vom Boot aus gefischt werden. Hintergrund ist die Schonfrist von Hecht und Zander.

Im Freistetter Petersee darf künftig nach dem Willen des Bezirksbeirates zwischen Mitte Februar und Mitte Mai nicht mehr vom Boot aus gefischt werden. Hintergrund ist die Schonfrist von Hecht und Zander. ©Ellen Matzat

Der Bezirksbeirat sprach sich am Dienstag für die Einführung eines zeitlich begrenzten Verbotes der Bootsbefischung vom 15. Februar bis 15. Mai beim Verkauf von Angel-Erlaubniskarten für den Petersee aus. In diesem Zeitraum haben Hecht und Zander Schonfrist.

»Die Verwaltung hat ein Schreiben von Eberhard Dusch erreicht, der zur besseren Überwachung der Schonzeit von Hecht und Zander vorschlug, die Bootsbefischung in diesem Zeitraum nicht mehr zu zulassen, da die Überwachung zur Einhaltung der gesetzlichen Regeln sehr eingeschränkt ist«, erklärte Kämmerer Uwe Beck. Dazu wurde der Freistetter Angelverein als Hauptnutzer befragt, der auch für die Pflege die Verantwortung trägt. Im Verein werde diese Regelung bereits so gehandhabt und er habe sich für die Einführung des zeitlich begrenzten Verbotes ausgesprochen. Man dürfe in dieser Zeit nur noch vom Ufer aus fischen, danach sei alles wieder wie gehabt, so Beck. 

Räte ziehen mit

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»Die Verwaltung ist hier neutral«, betonte Bürgermeister Michael Welsche. »Wir können dies nachvollziehen, und wenn diese Maßnahme am Ende ihr Ziel erreicht, sind wir die letzten, die dagegen sind«, meinte Christian Dusch (CDU/FWG). Dem schlossen sich SPD/FW und IG Handel an. »Perfekt«, freute sich Rolf Reichlin, Vorsitzender des Freistetter Angelvereins, aus den Zuhörerreihen. »Bei uns ist jede Fischart gefährdet und laut Landefischereiverordnung hat jeder Fisch ein Schonmaß und eine Schonzeit«, erklärte Reichlin nach der Sitzung, dem es hauptsächlich um den Barsch ging. Man wollte, dass in der Schonzeit von Hecht und Zander auch die Barsche als Frühjahrslaicher in Ruhe gelassen werden. Jeder Fisch habe es verdient, einmal im Leben abzulaichen, was bei der starken Befischung nicht mehr gewährleistet sei. Dafür gebe es auch das gesetzliche Schonmaß, wonach Fische erst ab einer bestimmten Größe geangelt werden dürfen. Leider halte sich nicht jeder daran, obwohl man dies in der Fischerprüfung lerne, bedauerte er. »Mit der neuen Regelung gibt es jetzt wenigstens drei Monate Ruhe für die Fische«, sagte er. 

Die Fische halten sich in dieser Zeit zum Laichen an bestimmten Stellen auf, die nur mit dem Boot zu erreichen sind. Außerdem könne man am Ufer besser kontrollieren, pflichtete Eberhard Dusch bei. Während der Schonzeit sind nur Wurmköder und keine Köderfische oder künstliche Köder erlaubt.

Hintergrund

Zum Fischen im Petersee

Die Stadt Rheinau hat vom Land Baden-Württemberg das Fischereirecht im Petersee gepachtet. Mit Zustimmung des Landes wird das Fischereirecht von der Stadt an den Freistetter Angelverein und den Netzfischer Bernd Urban unterverpachtet. Weiter wird das Fischwasser von der Stadt Rheinau durch den Verkauf von Erlaubniskarten als Tages-, Monats- oder Jahreskarten, bewirtschaftet. Der Einsatz von Echolot und GPS gestützten Navigationsgeräten ist untersagt. Der Hecht hat von 15. Februar bis 15. Mai sowie der Zander vom 1. April bis 15. Mai Schonzeit. 

Eine Befischung des Sees ist in dieser Zeit möglich, da beide den in dieser Zeit erlaubten Wurmköder verschmähen. em

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