20-Jährige erwürgt

Anklage auf Mord nach Beziehungstat in Bühlertal

Autor: 
red/sre
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15. Januar 2020
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Am Landgericht Baden-Baden wird sich ab 9. März ein 24-Jähriger wegen des Verdachts auf Mord verantworten müssen. ©Archivfoto: Jochen Denker

Knapp vier Monate nach dem aufsehenerregenden Tötungsdelikt in Bühlertal hat das Landgericht Baden-Baden das Hauptverfahren eröffnet. Der 24-jährige Ex-Freund des Opfers muss sich nun wegen Mordes verantworten. Die Verhandlung beginnt am 9. März.

Wie berichtet, hatte die Polizei den jungen Mann am 24. September 2019 am Tatort im Obertal im Zinken Büchelbach festgenommen. Aus dem Haus war um die Mittagszeit ein Notruf abgesetzt worden, das 20-jährige Opfer konnte jedoch nicht wiederbelebt werden.

Zunächst bestand gegen den 24-Jährigen, von dem sich die junge Frau kurz vor der Tat getrennt hatte, der Verdacht des Totschlags. Im Lauf der Ermittlungen bestätigten sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft Mordmerkmale: Ihm wird nun zur Last gelegt, seine Ex-Freundin „heimtückisch getötet“ zu haben, als diese noch Gegenstände aus seiner Wohnung abholen wollte. Jetzt hat das Landgericht die Anklage wegen Mordes zur Hauptverhandlung zugelassen, wie am Dienstag mitgeteilt wurde. 

Die Verhandlung beginnt am Montag, 9. März, um 14 Uhr im Sitzungssaal 118. Fortsetzungstermine sind am Mittwoch, 25., Donnerstag, 26., und Freitag, 27. März, jeweils ab 9 Uhr angesetzt.

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Spuren am Täter

Das Gericht hat 16 Zeugen und eine Sachverständige geladen. Bei der Sachverständigen handelt es sich um eine Professorin für Rechtsmedizin, erläuterte Staatsanwalt Michael Klose auf Nachfrage. Bei ihrer Aussage gehe es um die Ergebnisse der Untersuchung des Leichnams. Außerdem solle sie zu Verletzungsspuren beim Angeklagten Stellung nehmen, die dieser im Gesicht aufgewiesen habe.

Wie bereits berichtet, haben rechtsmedizinische Untersuchungen ergeben, dass die junge Frau erwürgt wurde. Die Tat erfolgte offenbar mit bloßen Händen: Anhaltspunkte, dass ein Hilfsmittel benutzt wurde, gab es nicht.“

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