Appenweier

Appenweier erwartet Austauschschüler aus Montlouis

Autor: 
Kerstin Handsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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07. August 2017

Seit 1975 gibt es den Jugendaustausch zwischen Appenweier und Montlouis. Seither haben sich rund 400 Jugendliche aus beiden Orten daran beteiligt. ©Archivfoto: Stephanie Rohn

Auch in diesen Sommerferien findet wieder ein deutsch-französischer Jugendaustausch statt. Am 19. August werden dazu 14 Schüler aus Montlouis in Appenweier erwartet.

»Man lernt das Gastland gegenseitig kennen, das Leben in einer deutschen bzw. französischen Familie sowie Kultur und Sprache des Nachbarlandes. Hemmschwellen werden abgebaut«, weiß Ralf Wiedemer, Leiter des Ordnungsamtes und Organisator des Jugendaustausches zwischen Appenweier und Montlouis, um dessen Vorteile.
Am Samstag, 19. August, ist es wieder so weit: 14 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sowie zwei Begleitpersonen – »beide ehemalige Austauschschüler«, verweist Wiedemer – kommen für eine Woche nach Appenweier.
Und auf sie wartet wieder ein umfangreiches Programm, wie Wiedemer berichtet: »Eine Entdeckungstour rund um Appenweier und alle Jahre wieder unser Highlight, der Europapark Rust.« Zudem werde das neue Freizeitbad »Stegermatt« in Offenburg besucht und ein Ausflug nach Freiburg unternommen. Auch sportlich aktiv sollen die Schüler aus Appenweier und Montlouis werden. »Zum Beispiel beim Beachvolleyball«, verweist Ralf Wiedemer. Und natürlich ist Feiern angesagt: An einem Abend wird der Jugendtreff »Blue Flame« mit Musik, Billard und Kicker zum Tagesausklang offenstehen. Dort findet  dann auch zum Abschluss der Austauschwoche beim gemeinsamen »Grillen und Chillen« ein deutsch-französischer Abend statt.
Übrigens: Den Austausch zwischen den Jugendlichen aus Appenweier und Montlouis gibt es seit Bestehen der Partnerschaft 1975. Seither haben sich rund 400 Schüler aus beiden Ländern daran beteiligt.  
Zu Wiedemers positiven Erfahrungen zählen »Eltern, die begeistert von Programm und Lehrer, die beeindruckt von der sprachlichen Weiterentwicklung, waren«. Der Organisator kennt auch Beispiele dafür, dass der Kontakt von Austauschschülern noch bis ins Erwachsenenalter anhält. »Drei Eheschließungen zwischen Appenweier und Montlouis sind der beste Beweis dafür«, sagt Wiedemer, der sich freut, dass ehemalige Austauschschüler heute als Begleitpersonen fungieren. 
Noch heute Kontakt
Und auch eine schöne Begebenhenheit hat er zu berichten: »Erst vor wenigen Wochen rief mich eine ehemalige Appenweiererin an, die nun in Offenburg lebt und bereits 1975 am Jugendaustausch teilgenommen hatte. Sie erzählte, dass sie noch heute Kontakt zu ihrer Partnerin von damals habe, obwohl sie inzwischen mit ihrer Familie in die Bretagne gezogen sei.« Der Jugendaustausch ist also eine gute Möglichkeit, eine lebenslange Freundschaft zu schließen – über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg.

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Stichwort: Gastfamilie für Mädchen gesucht
»Die meisten Gastfamilien melden sich durch die Veröffentlichung im Mitteilungsblatt bzw. über Vereine. Aktuell musste mir allerdings eine Gastfamilie absagen, weshalb ich noch für ein französisches Mädchen von 15 Jahren eine Unterkunft suche«, sagt Ralf  Wiedemer. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen? »Wünschenswert wäre eine Gastfamilie mit einem gleichaltrigen Jugendlichen, eventuell mit ähnlichen Hobbys, das ist aber keine Bedingung«, so der Leiter des Ordnungsamtes.
Wer die 15-Jährige aus Montlouis vom 19. bis 25. August bei sich aufnehmen möchte, kann sich mit Ralf Wiedemer bei der Gemeinde Appenweier, telefonisch unter  07805/ 9594-33 oder per eMail an wiedemer@appenweier.de, in Verbindung setzen. 

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