Autoren aus der Region präsentierten ihre Werk

Appenweierer Bürgersaal als Lesearena

Autor: 
Stephanie Rohn
Lesezeit 3 Minuten
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14. Oktober 2019

Protagonisten der Lesearena im Appenweierer Bürgersaal, von links: Bürgermeister Manuel Tabor, Verleger Roland Klöpfer, Monika Veit, Helmut Keßler, Franz j. Sertic, Norbert Weiss, Konrad Huber-Benkeser und Dorothee Colditz. ©Stephanie Rohn

Die 14. Lesearena fand im überschaubaren Rahmen des Bürgersaals im Appenweierer Rathauses statt. Dennoch war das Gipfeltreffen der regionalen Autoren, eine Veranstaltung der Reihe „ARTAppenweier“, wieder ein Garant für einen unterhaltsamen literarischen Abend. 
 

Als »klein aber fein«, bezeichnete Bürgermeister Manuel Tabor die Gruppe der sechs Autoren, die sich mit der überschaubaren Zahl von Zuhörern am großen Tisch im Bürgersaal mischte. Vor den Besuchern brannten Kerzen, die bis zum Schluss an blieben, ein sicheres Zeichen dafür, dass die Themen beim Publikum Gefallen fanden. 
Von den sechs regionalen Autoren fanden drei zum ersten Mal den Weg auf die Appenweierer Lesebühne, was für frischen Wind sorgte. Mundart, Gedichte, Philosophie, Satire oder Historisches, die Bandbreite der Werke war wie gewohnt groß.
Norbert Weiss, gebürtiger Schwabe, inzwischen wohnhaft in Offenburg, eröffnete den Literaturabend. Der promovierte Umweltökonom und Finanzwissenschaftler, der als Coach und Supervisor Firmen berät, betrat zum ersten Mal das Lesepult in Appenweier. Er las aus seinem veröffentlichten Buch „Worauf es im Leben wirklich ankommt“. Seine Vorliebe für Philosophie verrieten die zahlreichen Zitate berühmter Philosophen, die er in seine Ausführungen einfließen ließ.
Aus Baden-Baden reiste Dorothee Colditz an. Auch sie hatte ihr Debüt in Appenweier. Nun, frisch in Rente, erklärte sie dem Publikum, widme sie sich wieder mit Leidenschaft ihren großen Hobbys, dem Malen, Singen und dem Schreiben. Kreativität, ihr Lebensmotto, steckt nicht nur in ihren Fotografien und Malereien, sondern, das konnten die Zuhörer des Abends erkennen, auch in ihren literarischen Veröffentlichungen. 
Die Autorin las aus ihrem Gedichtband. Die Bandbreite reichte von Angst und Liebe über Kommunikation bis hin zur Zeit.

Hula-Hopp-Boom

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Das dritte neue Gesicht war Monika Veit aus Rastatt. Die in Waldkirch geborene Autorin erheiterte ihr Publikum mit interessanten Mundart-Erzählungen aus der Vergangenheit und Kindheit, ob vom „dreggig Schneggevolk im Garde“ oder vom Hula-Hopp-Boom in den 80ern. So manch einer erinnerte sich bei ihren Ausführungen zum Familienspiel der 50er-Jahre, dem Federball, an seine eigene Kindheit.

Heimat-Historik

Nach der Pause nahm Konrad Huber Benkeser, zum zweiten Mal am Lesepult, Platz. Der gebürtig aus Lauf stammende und inzwischen in Urloffen wohnende Autor ist Experte für Heimat-Historik. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit den historischen Gestalten und weiteren Zeitzeugen rund um das Buch „Die Frau vom Schindelhof“. Sein Werk “Alde Gott“, aus dem er las, handelt von historischen Geschichten des Bauernkriegs bis heute. Mit dem Appenweierer Heinrich Keßler begrüßte das Publikum ein bekanntes Gesicht auf der Lesebühne. Dieses Mal widmete er sich dem Thema „Ehrlichkeit“. Keßler gewährte einen Einblick in seinen im Jahre 2003 veröffentlichten Beitrag mit dem Titel „Ehrlichkeit nur hinter verschlossenen Türen? Stellenstreichung aus Kostengründen“. Ist Schweigen noch ehrlich? Wie ist das Vorgehen des Staates bei einer geplanten Steuererhöhung oder welcher Stellenwert ist angemessen für Ehrlichkeit? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich der Autor und gab interessante neue Einblicke in die Bedeutung des Begriffs.
Auf keinen Fall in der Lesearena fehlen durfte Franz J. Sertic, der mit seinem Protagonisten „Carlo“ stets neue heitere Geschichten auftischt. Carlo, angelernter Elektriker, hatte sich im Ortenau-Klinikum als Chirurg beworben. Dass er nicht die benötigten Voraussetzungen hatte und deshalb abgelehnt wurde, konnte er nicht verstehen. »Warum geht das bei Annegret Kramp-Karrenbauer?«, fragte er provokant. Die habe ja auch keinen Gesellen- oder gar Meisterbrief im Verteidigungshandwerk, und trotzdem schmeiße sie jetzt den Laden in Berlin. 

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