Landes-Pilotprojekt an der Schwarzwaldschule

Appenweierer Schüler erstellen "Vokabel-App"

Autor: 
Stephanie Rohn
Lesezeit 3 Minuten
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04. Mai 2018

Besuch vom Kultusministerium in der Schwarzwaldschule Appenweier, von links: Manuel Stanofchefsky (Lehrer), Heike Ackermann (Abteilungsleitung CJD Südbaden), Matthias Herb-Seifert (Kultusministerium), Yannik Burdin (Berufspädagoge CJD Südbaden), Rektorin Laura Klawonn, Jörg Schütte (Berufspädagoge CJD Südbaden) und Lara Kaufmann (Lehrerin). ©Stephanie Rohn

Die Schwarzwaldschule Appenweier ist eine von vier Einrichtungen in Baden Württemberg, die an dem Pilotprojekt »KooBO-digital« des Kultusministeriums teilnimmt. Sechstklässler erstellen dabei ihre eigene Vokabel-App. Projektmanager Matthias Herb-Seifert vom Kultusministerium besuchte die Gemeinschaftsschule.

»KooBO« (Kooperative Berufsorientierung) ist ein Projekt zur Förderung der beruflichen Orientierung. Die Sechstklässler der Gemeinschaftsschule Appenweier arbeiten dabei gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern jeweils ein ganzes Schuljahr lang an der Lösung eines realen beruflichen Problems. Am Ende steht dann ein Produkt, eine Lösung oder eine Präsentation. 
An der Schwarzwaldschule läuft derzeit mit dem Pilotprojekt »KooBO-digital« schon das dritte KooBO-Projekt. In den letzten Jahren beschäftigten sich die Schüler bei KooBO beispielsweise mit alternativen Energien und dem Bau von Lampen.

Gemeinschaftsprojekt

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Die KooBO-Projekte werden vom Kultusministerium Baden-Württemberg, dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und der Bundesagentur für Arbeit gefördert und von dem außerschulischen Projektträger CJD Südbaden (Christliches Jugenddorfwerk Deutschland) gemeinsam mit den Lehrern der Gemeinschaftsschule geleitet. 
Durch KooBO können die Schüler erste reale berufliche Erfahrungen sammeln. Und dies geschehe, so Heike Ackermann, Abteilungs- und Projektleiterin vom CJD, anders als im klassischen Sinne. Von der Praxis komme man in die Theorie, entdecke dabei Fähigkeiten und Talente und könne diese dann einem passenden Berufsbild zuordnen. Die Umsetzung neuer Ideen soll zur Berufsorientierung bzw -findung führen. Dabei werde bei KooBO mit den MINT-Fächern ein Schwerpunkt gesetzt.

Berufsorientierung ab Klasse sechs

Die Schwarzwaldschule fängt mit der Berufsorientierung schon in der sechsten Klasse an. »Uns ist es wichtig, dass die Schüler schon frühzeitig Einblicke in verschiedene Berufsfelder bekommen und sich mit Tätigkeiten verschiedener Berufe identifizieren können«, erklärt Rektorin Laura Klawonn. Dadurch würden schon früh individuelle Stärken und Fähigkeiten erkannt und könnten so entsprechend gefördert werden. 
Das Pilotprojekt »KooBO-digital«, das bundesweit an vier Schulen läuft, ist an der Gemeinschaftsschule in vollem Gange. Zwei Gruppen von Schülern werden bei ihren Arbeiten von Lehrern in Kooperation mit den Berufspädagogen des CJD Südbaden unterstützt. Die eine Gruppe tüftelt derzeit an einem digitalen Kochbuch. Dazu müssen natürlich auch die Rezepte ausprobiert werden, was gerade in der schuleigenen Küche geschieht. Die andere Gruppe ist dabei, eine Englisch-Vokabel-App zu erstellen. Im Computerraum arbeiten die Kinder konzentriert an der Gestaltung des digitalen Wörterbuches. 
Am Mittwoch war Matthias Herb-Seifert, Bildungsreferent und Projektmanager des Kultusministeriums Baden-Württemberg für den Bereich Jugend und Sport, zu Besuch an der Schwarzwaldschule, um die Pionierarbeit zu begutachten. Wichtig sei bei »KooBO-digital«, vor allem, dass das Pilotprojekt weitere Wege zur Berufsorientierung öffne. 

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