Appenweier - Urloffen

Auch in Urloffen sind die Narren aktiv

Autor: 
Wolfgang Löhnig
Lesezeit 2 Minuten
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11. Januar 2016

Die neuen Hästräger – von links: Jochen Langenecker, Dominik Meidinger, Christoph Deger, Sandra Huber und Thomas Kammerer. ©Wolfgang Löhnig

Die Urloffener Meerrettichdämone eröffneten mit großem Hallo die Fasent-Kampagne 2016 und Oberzunftmeister Sascha Nico Hartmann versprach gleich zu Anfang: »Jetzt darf ma wieder badisch schwätze«. 
Schwerpunkte der Veranstaltung am Samstag im Rathaushof waren die Aufnahme neuer Hästräger in die Narrenzunft Urloffen und ein Sreitgespräch mit Urloffens Ortsvorsteher Wendelin Huschle. 
Huschle hatte sich offensichtlich in der Zeit vertan und begann mit einem Gedicht zur Weihnachtszeit, wurde aber vom Narrenboss schnell auf die »richtige Spur« gebracht. Er besann sich und proklamierte »Man konns nit glaube, und es isch au nit ohne, hit eröffnet in Urloffen d’Fasent«. Dann aber ging Huschle mit den Narren ins Gericht, »die immer nur rumsitzen, saufen und kaum arbeiten«. Deshalb hätten sie auch mit dem Bau des längst geplanten Zunfthauses noch nicht begonnen, obwohl die Gemeinde ihnen bereits einen Bauplatz zugesagt habe. 
Fünf neue Mitglieder wurden in die Zunft aufgenommen nachdem sie ihre Probezeit »zur Zufriedenheit der angestammten Zunftratsmitglieder« bestanden hatten. Die Aufnahmeprozedur war nur noch eine Bestätigung ihrer Fasnachtstauglichkeit: Da mussten Getränke in unterschiedlicher Zusammensetzung getrunken und Rouladen, die mit scharfen Peperoni gefüllt waren, verzehrt werden. 
Danach wurden den neuen Hästrägern die ersehnten Masken überreicht. Nachdem der »Narrebolizischd«, die künftig geltenden Gesetze mit dem Paragrafen 1 – »Die Narren besitzen ab sofort Herrschaftsgewalt über das Regierungsgebäude von Urloffen« – zogen sie sich ins Festzelt im Rathaushof zurück. 
DasProzedere wurde musikalisch umrahmt von einer Abordnung des Musikvereins Urloffen. 

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