Wegen Pilzbefalls

Auch zweite Linde an der Kirche in Waldulm muss weg

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 2 Minuten
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09. Oktober 2019

Im Ortschaftsrat am 2. Februar 2015 war Pilzbefall der beiden Linden vor der Pfarrkirche bereits Thema. ©Berthold Gallinat

Die noch übriggebliebene Linde an der Pfarrkirche St. Albin in Waldulm soll beseitigt werden. Dazu äußerte sich Ortsvorsteher Johannes Börsig am Montag in der Ortschaftsratssitzung.
 

Ortsvorsteher Johannes Börsig bezog Stellung zur geplanten Beseitigung der Linde vor der Pfarrkirche St. Albin auf dem Kirchplatz. Er stellte heraus, dass weder die Platzgestaltung noch die Einrichtung eines barrierefreien Zugangs zur Kirche Ursache für den Beschluss gewesen seien, die Linde zu beseitigen. „Auch die Vermoosung der Kirchenfassade war nicht ausschlaggebend. Bereits zum Kirchenjubiläum 2013 mussten Pfarrgemeinderat, Ortschaftsrat und Gemeinderat zur Kenntnis nehmen, dass beide Linden große Schäden aufwiesen. Mehrmals war der Baumdoktor vor Ort, um die Linden zu versorgen und zu retten. Schließlich mussten wir 2015 die rechte Linde wegnehmen, wegen starken Pilzbefalls bestand akute Einsturzgefahr. Die jetzt noch stehende Linde wurde mit Metallteilen stabilisiert, nachdem der Stamm bereits vor Jahren mit Beton ausgegossen worden war. Zu guter Letzt würde auch ein radikaler Rückschritt nicht dauerhaft davor schützen, dass die Linde weiter vermorscht und Kronenteile herabbrechen. All das zusammen hat letztlich zum Entschluss geführt, auch die zweite Linde zu beseitigen und stattdessen vor Ort zwei neue Linden zu pflanzen. Bei zwei gesunden Bäumen hätte eine Fällung nie zur Diskussion gestanden.“ 
Bei allem Verständnis für das öffentliche Engagement zugunsten des Baumes regte Waldulms Ortsvorsteher Johannes Börsig doch an, sich vorher zu informieren, bevor man mit Kritik in die Öffentlichkeit gehe. Er wäre zu jeder Zeit zu einer Auskunft bereit gewesen, meinte er. 

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