Planung präsentiert

Erlach Baugebiet: Wann die Erschließungsarbeiten beginnen

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2019

Dieser Wirtschaftsweg in Verlängerung der Waldlosstraße wird ausgebaut und erhält einen Gehweg, nach rechts wird eine Erschließungsstraße ins Baugebiet führen. ©Peter Meier

Die Sitzung des Ortschaftsrates war am Dienstagabend wieder gut besucht. Das Interessierte galt unter anderem dem Entwurf der Erschließungsplanung für das Gebiet »Untere Zöllerhöf I«.

Den Entwurf der Erschließungsplanung für das Baugebiet »Untere Zöllerhöf I« stellte Philipp Sackmann, Geschäftsführer von Zink Ingenieure (Lauf), am Dienstag dem Ortschaftsrat vor. Er erinnerte, dass sich die Räte im Februar für eine dezentrale Versickerung des Regenwassers entschieden hatten.

Mit Fotos zeigte er, wie die Straßenentwässerung über Einläufe mit Filtern aussehen würde. Auch die Möglichkeiten für Eigentümer auf ihren Grundstücken das Wasser versickern zu lassen, wurden gezeigt – mit Schacht und Granulat oder einer Mulde.

Ab der Stichstraße

Bei der Erschließungsplanung ging Sackmann auf die Straßen ein. Der derzeitige Wirtschaftsweg in Verlängerung der Waldlosstraße werde auf 5,50 Meter ausgebaut und asphaltiert. Ab der Stichstraße, über die sechs der neun Bauplätze erschlossen werden sollen, reichten 5 Meter Breite. Zum Baugebiet hin werde ein 1,50 Meter breiter gepflasteter Gehweg angelegt, zu den auf der anderen Seite angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen sei vorerst ein überfahrbarer Rundbord mit einem Anschlag von 3 Zentimetern geplant. Die Erschließungsstraße als Sackgasse werde ebenfalls 5,50 Meter breit und mit Rundbord begrenzt. Sie soll ein leichtes Gefälle Richtung Norden bekommen. 

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Die Entwässerung des Oberflächenwassers erfolge in den Straßen durch die Einlaufschächte, über das Granulat gehe die Versickerung von statten. Zur Frage der Erneuerung des Granulats erklärte Andreas Huschle (Bauamt), dass der Grad der Verschmutzung nach 15 Jahren getestet werde. Er gehe angesichts der recht geringen Verkehrsbelastung von 20 Jahren Haltbarkeit aus. 

Für den Unterhalt der Straßen und den Austausch des Granulats sei die Gemeinde zuständig, auf die Anlieger kämen aus dem öffentlichen Bereich keine Kosten zu. Für die Versickerung auf ihrem Grundstück seien sie selbst verantwortlich. 
Im weiteren Verlauf der Waldlosstraße werde bis zur Kreuzung die Schmutzwasserleitung aufdimensioniert und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Wasserversorgung erneuert, nach den Tiefbaumaßnahmen werde die Straße wiederhergestellt.  

Auf Höhe der Einmündung Mührigstraße, über die drei Bauplätze erschlossen werden, werde ein Schmutzwasserpumpwerk eingebaut, um im Kreuzungsbereich das Niveau des vorhandenen Kanals in der Zusenhofener Straße zu erreichen. Genaue Höhenangaben zu den Baugrundstücken werde die Ausführungsplanung enthalten. Sie dürften rund 60 bis 70 Zentimeter höher liegen als der  vorhandene Boden. 

Die Abdeckungen der Straßenabläufe sollen beim Überfahren nicht »kleppern«, befand Simon Knosp. Es gebe keine Ökopunkte für die Versickerung des Oberflächenwassers, antwortete Sackmann auf Egon Busams Frage. Er wollte auch wissen, ob in der Waldlosstraße eine Gasleitung verlegt wird. Hier soll das Interesse der Anwohner erhoben werden, so Ortsvorsteher Herbert König. Die Vergabe der Erschließungsarbeiten erfolge im August. Anfang Oktober soll mit der Maßnahmen begonnen werden. Der Ortschaftsrat empfahl dem Gemeinderat einstimmig, der Planung zuzustimmen und so die weiteren Schritte einzuleiten.

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