Fliegergruppe Hornisgrinde

Aus Ferienkindern werden begeisterte Hobbypiloten

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2018

Viele Nachwuchspiloten ließen sich die Gelegenheit zum Schnupperfliegen nicht entgehen und starteten in luftige Höhen – hier Isabella Burkard mit ihren Co-Piloten Jürgen Ernst und Reiner Boschert (von links). ©Roland Spether

Bei der Fliegergruppe Hornisgrinde durften Ferienkinder  selbst ein Modellflugzeug steuern. Dass das gar nicht so einfach ist, wurde schnell klar, doch stand den jungen Flugschülern immer ein Experte zur Seite.

»Wenn die Linkskurve zu einer Rechtskurve wird, dann wird es für den Flugschüler schwer.« Was der erfahrene Modellpilot Jürgen Ernst damit meinte, wurde den jungen Gastpiloten vom Acherner Ferienprogramm beim Schnupperfliegen bei der Fliegergruppe Hornisgrinde schnell klar. Spätestens als sie selbst die Steuerung des Trainingsfliegers übernehmen durften, war es dann doch nicht so einfach wie es aussah. Denn irgendwann mussten sie aus dem Geradeausflug in eine Kurve einbiegen, mit dem Steuerknüppel das richtige Seitenruder betätigen und dann schnell in den Umdenkmodus gehen, wenn der Modellflieger aus einer eben geflogen Rechtskurve wieder im Anflug ist und dann erneut in eine Kurve einbiegen soll.

 
Alles im Blick behalten

Dann galt es unter am Boden genau darauf zu achten, wann die Steuerung nach rechts oder links gelenkt werden musste, vom Achten auf Geschwindigkeit, Höhe und Ausrichtung ganz zu schweigen. »Holm und Rippenbruch« lauteten nach altem Fliegerbrauch die guten Wünsche des Vorsitzenden Gebhard Müller und der Fluglehrer für die Ferienpiloten auf dem Flugplatz der Fliegergruppe Hornisgrinde, die in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag feiert. 

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Erste Flugerfahrungen sammelte auch Isabella Burkard (10), die mit Jürgen Ernst und Reiner Boschert gleich zwei Flugexperten an ihrer Seite hatte und sehr schnell in den Umdenkmodus gehen konnte. »Ich bin deshalb gekommen, weil mich Flugobjekte interessieren und das Fliegen richtig faszinierend ist«, erklärte die junge Pilotin. Damit sie bei ihren Modellflügen nicht plötzlich in irgendwelche Turbulenzen geriet, ungewollte Loopings drehte oder plötzlich abschmierte, gab es eine spezielle Lehrer-Schüler-Fernsteuerungen als technische Sicherheit. So konnte der Chef-Pilot jederzeit in wackelige Manöver seiner jungen Co-Piloten  eingreifen. Auch wurden für den Ferienflugtag spezielle Schulmaschinen bereitgestellt, die leicht zu fliegen waren und auch kleine Fehler verziehen. 

Urkunde verliehen

Von daher konnten die Neulinge ohne Bedenken die Steuerknüppel betätigen und bedenkenlos durchstarten, so dass der Erstflug zu einem schönen Erlebnis wurde. Dieser wurde den Neulingen mit einem Flugschein in Form einer Urkunde bestätigt, die sie stolz nach Hause trugen. 

Das Schnupperfliegen für Kinder steht seit gut 20 Jahren im Terminplan des Acherner Ferienprogramms. Der Verein besteht aus 79 Mitgliedern, die Vorsitzenden sind Gebhard Müller und Dieter Bartelmäs, die Jugendarbeit leiten Peter und Daniel Jülg. Sie sind gerne bereit, dem Nachwuchs ein tolles Hobby zu vermitteln. Der Modellflugsport verbindet die Generationen: Das jüngste Mitglied ist 13 Jahre, während es das älteste aktiv Mitglied auf 82 Jahre bringt.

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