Geschwindigkeitsmessung Im Oberfeld

Autofahrer sind in Großweier häufig zu schnell unterwegs

Von Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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22. Februar 2024
Über 1400 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden in der Straße Im Oberfeld in Großweier innerhalb von fünf Tagen gezählt.

Über 1400 Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden in der Straße Im Oberfeld in Großweier innerhalb von fünf Tagen gezählt. ©Reinhard Brunner

Ende 2023 wurden Im Oberfeld in Großweier Geschwindigkeiten gemessen: Vor allem aus Richtung Achern wird zu schnell gefahren. Zum Glück hat die Baustelle bald ein Ende.

Mit der durchgeführten Geschwindigkeitsmessung im Bereich der Straße Im Oberfeld beschäftigte sich der Großweierer Ortschaftsrat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstagsabend in der Schloßfeldhalle. 1412 Beanstandungen gab es im Bereich der 30er Zone, was erhebliche Ordnungsstrafen auslösen wird. 

In einem zweiten wichtigen Punkt musste schnell entschieden werden. Beim Radwegbau Großweier-Litzloch-Gamshurst fanden kürzlich die vorbereitenden Maßnahmen mit den Baumfällarbeiten statt. Eine Ersatz-Waldaufforstung wurde mit mehreren Grundstücken in der Nähe der Bundesautobahn gefunden.

Viele Beschädigungen

Bereits in der Bürgerfragestunde wiesen mehrere Bürger auf Beschädigungen an Gullys im Bereich der Straße Im Oberfeld hin, verursacht durch den erheblichen Straßenverkehr. Als Ortsvorsteher Helmut Huber (FWV) das Ergebnis der an fünf Tagen kurz vor Weihnachten erfolgten Geschwindigkeitsmessung präsentierte, war klar: Der Ort hat mit enormen Fahrzeugbewegungen von PKW und LKW zu kämpfen und infolgedessen auch mit Fahrzeuglenkern, die in der 30er Zone zu schnell fahren.

Laut Ortsvorsteher Huber wurde in beiden Richtungen gemessen: „Wir wollten die Unterschiede sehen, vor allem auch, da zum damaligen Zeitpunkt der Verkehr am Abzweig nach Achern einseitig geöffnet war“. Das habe einiges an Verkehr aus Großweier herausgenommen.

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Aus Richtung Eurorastanlage und Großweierer Straße kommend wurden laut Huber 4858 Fahrzeuge gemessen. 112 davon seien zu schnell gewesen, was 2,31 Prozent entspreche. 92 Fahrzeuge seien bis zu 10 km/h zu schnell und 20 zwischen 11 und 15 km/h zu schnell gefahren. Dies, so Huber in seiner Analyse, ist alles noch im Bereich, den man auch von anderen Geschwindigkeitsmessungen kennt.

Anders im Gegenverkehr, der von Achern über die Straße Im Oberfeld rollt. Hier wurden 17.132 Fahrzeuge gezählt. 1300 waren zu schnell, was einer Quote von 7,59 Prozent entspricht. 883 Fahrzeuge überschritten die Geschwindigkeitsbegrenzung um 10 km/h, 384 Fahrzeuge um 11 bis 15 km/h, zwei Fahrzeuge um 16 -20 km/h und sechs Fahrzeuge zwischen 26 und 30 km/h. Spitzenreiter waren zwei Fahrzeuge, die zwischen 31 und 40 km/h zu schnell fuhren.

Bauarbeiten enden bald

Erfreulich war Hubers Nachricht, dass die Bauarbeiten an der Acher am Donnerstag, 29. Februar, beendet werden sollen. Somit dürfe das Verkehrsaufkommen deutlich abnehmen. Dann gelte es, eine Bestandsaufnahme zu machen. Die Großweierer Straße und die Straße Im Oberfeld seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Trotz der Baken, die zur Straßenbegrenzung aufgestellt wurden, sind beide Seitenränder und die überfahrenen Gehwege beschädigt.

Auf Nachfrage aus dem Gremium teilte Huber mit, dass eine Begehung mit Vertretern der Stadt und des Landratsamtes gemacht wird, um die Schäden zu dokumentieren und die notwendigen Reparaturen durchzuführen. Ortschaftsrat Alexander Kafka (GBL) schlug vor, zu diesem Begehungstermin auch den Ortschaftsrat einzuladen, „mehr Augen sehen mehr“, was Huber zusicherte.

Ortschaftrat Sebastian Walter (GBL) schlug vor, in diesem Bereich eine stationäre Blitzeranlage zu installieren. „Wie dort in der 30er Zone gerast wird, erfordert dies eine Blitzeranlage, die sich auch recht bald in den Anschaffungskosten amortisiert".

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