Eigentümer verweigert Zustimmung

Bau eines neuen Hallecklewegs in Ibach steht auf der Kippe

Autor: 
Bernhard Huber
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
19. Mai 2018
Lediglich Fahrzeuge mit einer Maximalhöhe von 2,7 Metern können die Bahnunterführung zum vorderen Halleckle passieren. Der Ortschaftsrat Ibach will das ändern.

Lediglich Fahrzeuge mit einer Maximalhöhe von 2,7 Metern können die Bahnunterführung zum vorderen Halleckle passieren. Der Ortschaftsrat Ibach will das ändern. ©Bernhard Huber

In Ibach steht der dringend notwendige Neubau des Halleckleweges infrage, weil ein Grundstückseigentümer seine Zustimmung für die schon seit 20 Jahren geplante Trasse versagt. Das Thema Halleckleweg und dann noch die Sicherung der Bahnübergänge füllten bei der Sitzung des Ortschaftsrates die Zuhörerplätze. 

Recht frustriert zeigte sich Ortsvorsteher Martin Springmann beim Sachstandsbericht zum geplanten Neubau des Halleckleweges. Die Situation: Die Wohngebiete »Hinteres Halleckle« und »Vorderes Halleckle« sind seit Bestehen der Renchtalbahn verkehrstechnisch nur durch jeweils eine Bahn-Unterführung zu erreichen. Beide Unterführungen bilden durch ihre niedrige Bauweise ein Nadelöhr. Je nach Größe der Fahrzeuge gibt es kein Durchkommen. Während ein Pkw noch passieren kann, stehen Fahrzeuge mit Kastenaufbau beim Viadukt zum Vorderen Halleckle (2,7 Meter Höhe) bereits vor dem Aus. 

So auch passiert bei einem medizinischen Notfall, wie Betroffene berichten. Das Notarztfahrzeug habe noch passieren können, der Rettungswagen mit Hochdach und Blaulichtaufbau habe jedoch nicht weiterfahren können. Und bis zum Anwesen sind es noch gut 250 Meter. Die Durchfahrt zum Hinteren Halleckle ist zwar mit 3,4 Meter im lichten Maße höher, doch eine Senke macht vor allem Lastwagen mit längeren Radständen Schwierigkeiten.  

- Anzeige -

Probleme für Feuerwehr

Die Lösung ist ein neuer Halleckleweg, der beide Wohngebiete über den Bergrücken weg hin zur Moosstraße anbindet. »Seit Jahrzehnten warten wir darauf, jetzt könnte man ihn bauen im Rahmen der Flurbereinigung mit den entsprechenden Zuschüssen und er hat bei den Maßnahmen auch oberste Priorität«, führte Martin Springmann aus, selbst Mitglied im Vorstand der Flurbereinigung. Es gebe nur diese Möglichkeit, den neuen Weg nach vorne zur Moosstraße zu führen, das sei immer eine Selbstverständlichkeit gewesen und das habe man auch vor vielen Jahren so beschlossen. Doch: »Jetzt, wo wir bauen könnten, fehlt trotz intensiver Gespräche mit Detailvorschlägen für die Trassenführung die Zustimmung eines Grundstückseigentümers, ich weiß nicht wie wir das lösen können«, berichtete der Ortsvorsteher.  

»Es ist fahrlässig wenn jemand sich da verweigert«, sagte Ratsmitglied und Feuerwehr-Abteilungskommandant Hubert Huber. Mit dem derzeitigen Ibacher Feuerwehrauto schaffe man die Unterführung zum Vorderen Halleckle gerade noch, »wenn wir ein größeres Fahrzeug bekommen, ist das dann auch nicht mehr möglich«. Zur Sicherheit der Bürger in beiden Wohngebieten sei eine neue Zufahrt zwingend notwendig. Und außerdem, man bemühe sich stets, die Leute in den Außenbereichen zu halten, ergänzte Hubert Huber. Ob es nicht bereits an der Zeit wäre, rechtliche Schritte einzuleiten, wollte man aus dem Gremium wissen. »Das wäre die letzte Alternative, aber aus der Verantwortung heraus gegenüber den Anwohnern gibt es kaum eine andere Möglichkeit«, meinte Springmann. In Kürze werde er nochmals alle Beteiligten zu einem Gespräch einladen.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Die Forstbehörde des Regierungspräsidiums Freiburg hat der Gemeinde Sasbachwalden die Waldumwandlung auf einer Fläche von 40 Hektar für die Einrichtung der Anima Tierwelt genehmigt (von links): Anton Hammer, Bürgermeisterin Sonja Schuchter, Maria Wruck, Davina Schmitz, Forstpräsident Meinrad Joos und Birgit Ihrig vom Regierungspräsidium.
Anima-Tierwelt
vor 1 Stunde
Vertreter des RP Freiburg überreichten die Genehmigung zur Wald-Umwandlung für die Sasbachwaldener Anima-Tierwelt. Das 40 Hektar große Waldgebiet wird naturnah weitergenutzt.
Produktneuheiten enthüllte der Gamshurster Maschinenbauer Kasto bei seinen »Future Days 18«.
Hausmesse
vor 3 Stunden
Auf seiner zweitägigen Hausmesse präsentierte der Gamshurster Maschinenbauer Kasto einem Fachpublikum Produktneuheiten. Dabei habe sich das Unternehmen weitere Aufträge gesichert, heißt es.
Dieses Areal im Reinbischofsheimer Gewann Niedermatten könnte als Ersatz für andernorts verloren gegangene Flächen beim Kiesabbau aufgeforstet werden.
Ersatz für Kiesabbau
vor 3 Stunden
Grünes Licht gab der Rheinbischofsheimer Ortschaftsrat am Montag für die Umwandlung eines 1,4 Hektar großen landwirtschaftlichen Grundstücks im Gewann Niedermatten. Es soll im Zuge der Rheinauer Kiesgewinnung ersatzaufgeforstet werden.
Die Pfarrkirche St. Antonius in Haslach wurde vor 150 Jahren geweiht. Am Sonntag wird das Jubiläum gefeiert.
Oberkirch-Haslach
vor 3 Stunden
Die Pfarrkirche St. Aloisius Haslach wurde vor 150 Jahren geweiht. Zum Patrozinium am Sonntag wird in Haslach gefeiert. Los geht es um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst, den Kirchenchor und Bläserensemble mitgestalten.
Stellten sich den Fragen der Oberkircher: Kreisärzteschafts-Vorsitzender Ulrich Geiger (verdeckt), der Ärztliche Direktor des Ortenau Klinikums Offenburg-Gengenbach, Jörg Laubenberger, Reinhard Müller (Leiter Unternehmensentwicklung), Geschäftsführer Christian Keller, Landrat Frank Scherer und Pflegedirektor Markus Bossong.
Ambulanz wird gestärkt
vor 3 Stunden
Beim Infoabend am Dienstag ging es auch um die Zeit nach der Schließung des Oberkircher Krankenhauses. Die Bürger beschäftigte dabei vor allem eine Frage: Wie sieht dann die Notfallversorgung im Renchtal aus?
Oberbürgermeister Klaus Muttach mit den Mitarbeitern des Stadtarchivs Andrea Rumpf, Andreas Podzus, Walther Stodtmeister, Konrad Keller, Larissa Hirsch und Gabriele Spitzmüller (von links) im neuen Bibliotheksraum des Stadtarchivs in der Illenau.
Nun ist auch Bibliothek umgezogen
vor 3 Stunden
Der Südturm des Rathauses Illenau ist mittlerweile komplett in Händen des Stadtarchivs. Auf diesen Umzug haben die Mitarbeiter geduldig gewartet. 
Als Oberacherner Leichtathleten ist diese Männergruppe bekannt. Sie treiben seit 60 Jahren gemeinsam Sport und gehen auf Ausflüge: (von links) Richard Busam, Reiner Brecht, Franz Heinrich, Klaus Dreiß, Franz Bühler, Bernhard Benz, Albert Müller, Wolfgang Springmann, Peter Malze und Josef Bühler.
Aktive Seniorensportler
vor 3 Stunden
Nach 60 Jahren sind die früheren Leichtathleten des SV Oberachern immer noch gemeinsam sportlich aktiv. »Aber altersgerecht«, sagt Richard Busam: »Die strammen Burschen von damals sind mittlerweile in die Jahre gekommen.
Nachtwächter-Kolumne
vor 3 Stunden
Ein Hobbyangler soll einst einen Piranha aus dem Freistetter Mühlbach gezogen haben. Diese Anekdote schlachtet der Nachwächter auf seinen Führungen genüsslich aus – und dichtet gerne seinen Teil dazu.
OB Klaus Muttach (rechts) überzeugte sich beim Rundgang mit Schulleiter Heinz Moll (Dritter von rechts) und den verantwortlichen Lehrern Sibylle Meyer (Mitte) und Benjamin Meier von den Ergebnissen des Berufsinfotages.
Ausbildung & Co.
vor 3 Stunden
Beim Berufsinfotag der Acherner Gemeinschaftsschule erhielten rund 250 Schüler Einblicke in die Berufswelt. Dazu gab es allerhand Präsentationen und Vorträge.
Die Arbeitsplätze von Familienangehörigen konnten die rund 700 Besucher des Familienfestes der Firma Mulag am Wochenende in Löcherberg erkunden. Zu sehen gab es auch diverse Spezialfahrzeuge aus der aktuellen Produktpalette des Unternehmens.
Mulag feierte 65-jähriges Bestehen
vor 3 Stunden
Der Spezialfahrzeughersteller Mulag aus dem oberen Renchtal veranstaltete am Wochenende für über 700 Gäste ein Familienfest mit Firmenbesichtigung der Werke in Oppenau-Löcherberg und Bad Peterstal.  
Rüdiger Feik, Ärztlicher Leiter des Ortenau-Klinikums Achern-Oberkirch, glaubt, dass die Zukunft eine gute, wohnortnahe medizinische Versorgung für alle Ortenauer bringen wird.
Krankenhauschef im Interview
vor 10 Stunden
Der Ärztliche Leiter des Ortenau-Klinikums Achern-Oberkirch, Rüdiger Feik, spricht im großen ARZ-Interview über die hochemotionale Krankenhausdebatte. Er freut sich darauf, in Achern und gerade auch in Oberkirch Neues entstehen zu lassen.
Der Brujosenweg ist einer von drei unbeschrankten Bahnübergängen in Ibach. Die Sicherheit für Verkehrsteilnehmer soll hier durch die Aufrüstung mit einer Halbschranke und eine geänderte Straßenführung verbessert werden.
Mehr Sicherheit an Bahnübergänge
vor 13 Stunden
Drei bisher unbeschrankte Bahnübergänge in Ibach sollen technisch aufgerüstet werden. Auch die Änderung der Straßenführung ist teilweise notwendig, um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten.