Mehr Wohnqualität in Rheinau

Baufenster im Neubaugebiet „Quan“ nun größer

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
27. Oktober 2020

Im Neubaugebiet Quan wurden die Bauflächen für eine größere Flexibilität erweitert. ©Ellen Matzat

Einstimmig akzeptierte der Ortschaftsrat Rheinbischofsheim am Mittwochabend die erste Änderung des Bebauungsplans „Quan“ von 2018. 

Damals wurden Baufenster festgesetzt, die die Einhaltung notwendiger Abstände zu Verkehrs- und landwirtschaftlichen Flächen sowie zum Gewässer sichern sollten, leitete Ortsvorsteher Robert Reifschneider ein. Gleichzeitig sollte die großzügige Baufenstertiefe Flexibilität in der Anordnung der Gebäude gewährleisten. 

Zu wenig Spielraum

Bei der Vermarktung habe sich jedoch das Baufenster am nordöstlichen Rand als problematisch erwiesen, weil es mit zwölf Metern Grundstückstiefe zu geringe Spielräume für die Gebäudegestaltung bietet. Daher sollte der Bebauungsplan dort angepasst werden. 

„Die Baufenster sind hier viel zu klein“, bestätigte Dieter Erk, stellvertretender Bauamtsleiter. Beim Bau eines Zweifamilienwohnhauses bekäme man pro Geschoss lediglich eine Wohnfläche von 80 bis 90 Quadratmetern. Daher rückte man die Baufenster zwei Meter näher an den Straßenrand. 

Die durch die erste Änderung vergrößerten Baufenster halten laut Erk weiterhin den Mindestabstand von drei Metern zu allen Grundstücksgrenzen sowie zum FFH-Gebiet am Galgenbach ein. In der Nachbarschaft zur landwirtschaftlichen Fläche beträgt der Abstand weiterhin fünf Meter zur fünf Meter breiten Grünfläche“, erklärte er. Damit werde dem Immissionsschutzkonzept des Bebauungsplans entsprochen. 

- Anzeige -

Höhere Flexibilität

Die großzügigere Baufenstertiefe gewährleiste die gewünschte Flexibilität. Man könne davon ausgehen, dass sich Aufenthaltsorte und Freisitze gewöhnlich gegen Süden orientieren und der Wind landwirtschaftlichen Immissionen eher nach Nordosten trage.

Da das Maß der baulichen Nutzung und der Versiegelungsgrad unverändert bleiben, führe die Vergrößerung der Grundstücksflächen zu keinen zusätzlichen Eingriffen und folglich zu keinem weiteren naturschutzrechtlichen Ausgleichsbedarf, erläuterte der Ortsvorsteher. Hingegen entstehe für den Mensch eine erhöhte Wohnqualität durch freiere Entfaltungsmöglichkeiten.

Der Gemeinderat muss nun noch den Deckel drauf machen, bevor das vierwöchige Anhörungsverfahren beginnt, erklärte Erk das weitere Prozedere. Bis zum Jahresende könnte der Beschluss rechtskräftig werden. 

Den zwei Bauanträgen im Neubaugebiet „Quan“ wurde einstimmig zugestimmt. Zwei weitere, die den Festsetzungen des Bebauungsplans entsprechen, wurden zur Kenntnis genommen. 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

vor 5 Stunden
Serie „Kultur und Corona“
Serie Kultur und Corona (5): Der Sänger und Gitarrist Niklas Bohnert aus Wagshurst hatte dieses Jahr kaum Auftritte. Auch die Release-Tour für das neue Album musste ausfallen.
vor 8 Stunden
Ödsbacher Grundschüler waren dabei
Das Trafo-Türmchen in Ödsbach erfüllt für die Stromversorgung kaum noch eine große Rolle. Dafür wird es dank der Stadtwerke für den Naturschutz umso wichtiger.
28.11.2020
Gottesdienste im Advent
Der Liturgieausschuss des Oberen Renchtals befasste sich mit der Frage, wie Advent und Weihnachten für möglichst viele Menschen erlebbar und erfahrbar gemacht werden können, obwohl die Zahl der Gottesdienstbesucher stark begrenzt ist. Heute startet bereits der Adventsimpuls.
28.11.2020
Gemeinderat Achern muss noch zustimmen
Ein lang gehegter Wunsch soll in Erfüllung gehen. Räume in der Achertalschule, im Gymnasium und dem Maison de France sollen aber weiterhin genutzt werden.
28.11.2020
Stabwechsel
Nur drei Männer in der ganzen Erzdiözese arbeiten derzeit in einem Pfarrsekretariat. Allein in der katholischen Kirchengemeinde Achern sind es drei, die in diesem Frauenberuf tätig waren und sind.
28.11.2020
ARZ-Geflüster
Unsere Glosse beschäftigt sich heute am Beispiel der Einbahnstraßen mit der Hinterzimmerpolitik in Oberkirch und einem Versprechen von OB Matthias Braun. Achern stöhnt unterdessen über die Stadtfinanzen. Und in Rheinau sorgen die Bürger dafür, dass ein seit Monaten totgeschwiegenes Thema wieder auf...
28.11.2020
„Beispielhaftes Bauen“
Architektenkammer Baden-Württemberg würdigt das Vinotorium der Oberkircher Winzer als „Beispielhaftes Bauen“ und sieht darin eine neue Schwarzwaldbaukultur.
28.11.2020
Firma Hodapp in Großweier
Wie es beim dem Großweierer Weltmarktführer für Tunneltore in Corona-Zeiten läuft, darüber informierte sich MdL Willi Stächele. Ein Projekt für die Deutsche Bahn hat es dabei in sich.
28.11.2020
De Pankraz-Kolumne
Ziemlich nachdenklich gibt sich der Pankraz heute mit seinen Erinnerungen an Beerdigungen in alten Tagen – und sinniert dabei über Leben und den Tod.
28.11.2020
„Salamansar“ mehrfach preisgekrönt
Mehrfach prämiert sind die Spirituosen der Brennerei „Salamansar“.  Inhaber Josef Kurz setzt auf hohe Qualität bei seinen Zutaten.
28.11.2020
Besatzabgabe beschlossen
Auf Antrag des Freistetter Anglervereins müssen Petrijünger am Petersee etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Geld soll in den Fischbestand fließen. 
28.11.2020
Nach umfangreicher Sanierung
Im denkmalgeschützten Haus Allerheiligenstraße 10 kehrt wieder Leben ein: Wo früher das Finanzamt untergebracht war, ist nun eines von 13 Grundbuchämtern im Südwesten zu Hause.