Keine Bauplätze im Untermichelwörth 

Baugebiet in Diersheim scheitert an Preisvorstellung

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 2 Minuten
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14. August 2019
Das Diersheimer Baugebiet Untermichelwörth von der Oststraße aus betrachtet. Es kann nun nicht erweitert werden. Grundstücksverhandlungen sind gescheitert.

Das Diersheimer Baugebiet Untermichelwörth von der Oststraße aus betrachtet. Es kann nun nicht erweitert werden. Grundstücksverhandlungen sind gescheitert. ©Dieter Heidt

Der Plan, das Diersheimer Baugebiet Untermichelwörth östlich zu erweitern, ist vom Tisch. Die Stadt kann auf die Kaufpreisforderung nicht eingehen.

Große Enttäuschung herrschte im Diersheimer Ortschaftsrat in der Sitzung am Montagabend. Weil eine Eigentümergemeinschaft zu hohe Grundstückspreise verlangt, ist das geplante Baugebiet Untermichelwörth 4, östlich vom bereits voll bebauten Gebiet Untermichelwörth, derzeit nicht realisierbar. 

Insgesamt 15 Baugrundstücke, darunter Gelände für ein Mehrgenerationenhaus mit Sozialwohnungen, sollte das Baugebiet entlang der Verbindungsstraße Linx-Diersheim umfassen.

Bereits 2016 hatte der Diersheimer Ortschaftsrat empfohlen, zum stadteigenen Gelände vier weitere Privatgrundstücke zu kaufen, um Untermichelwörth 4 zu realisieren. Im Hinblick auf die Fortschreibung des Flächennutzungsplans und der notwendigen Einleitung eines vereinfachten Planverfahrens haben Stadt- und Ortsverwaltung Anfang 2019 Grunderwerbsverhandlungen aufgenommen.

Das Doppelte gefordert

Drei Eigentümer sagten dem Verkauf zu dem per Gemeinderatsbeschluss von Oktober 2013 festgelegten Kaufpreis von 12,50 Euro/Quadratmeter zu. Eine Eigentümergemeinschaft wollte jedoch mehr. »Die Forderung betrug beinahe das Doppelte, das war mit uns nicht zu machen«, sagte Bauamtsleiter Roland Mündel am Montag. 

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Er widersprach der zuweilen vorgebrachten Meinung, die Stadt würde beim derzeit geltenden Mischpreis von 176 Euro/Quadratmeter beim Verkauf von Bauland Gewinn machen: »Das Rheinauer Erschließungsmodell beinhaltet neben den Erschließungskosten auch die Finanzierung und den Klärbeitrag und da ist kein Gewinn zu erzielen.« 

Der Empfehlung der Stadtverwaltung, auf die Ausweisung des genannten Baugebiets zu verzichten und eine weitere städtebauliche Erweiterung für Diersheim zu überprüfen, stimmte der Ortschaftsrat zu


Baulücken schließen?

»Wir werden weiter dranbleiben um die Weiterentwicklung für Diersheim zu erreichen«, sagte Diersheims Ortsvorsteherin Doris Bless. Ein Thema ist dabei auch die Schließung von Baulücken im Ortskern, wobei ein erster Versuch der Stadtverwaltung am Verkaufswillen der Grundstückseigentümer gescheitert sei, wie es hieß.

»Wir werden auf der Grundlage der erfassten Baulücken einen weiteren Versuch starten«, versprach der Bauamtsleiter.

Das mutet wie ein schwacher Trost für Diersheim an, das somit derzeit keine städtischen Baugrundstücke anzubieten hat.

Info

Ratssplitter/Wer hat die Vorfahrt an Feldwegen?

Diersheim hat ein gut ausgebautes Feldwegenetz. Ein Landwirt beklagte, dass zuweilen Unsicherheit besteht, welche Vorfahrtsregel bei Feldwegen gilt. 

»Wenn keine Beschilderung da ist, gilt rechts vor links, auch wenn manche Feldwege aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit prioritär betrachtet werden, eine Blocklinie gilt nicht«, erklärte Bauamtsleiter Roland Mündel am Montag zum geltenden Recht. 

Kniffliger war die Frage des Landwirts angesichts seiner Zufahrt im Außenbereich. Für Anlieferer, die per Navigationsgerät über die Hanauer Straße anreisen, ist an der Abzweigung zu seinem Anwesen Ende, weil eine Beschilderung die Weiterfahrt verhindert. Hier will man nun die Beschilderung per Zusatz ergänzen.he

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