Lob von allen Seiten für Helferkreis

Begegnungstreff Rheinau ist Paradebeispiel für Integration

Ellen Matzat
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16. August 2018
»Ich freue mich, dass die Welt zu uns kommt«, begeisterte sich Andrea Hauser vom Helferkreis bei der Eröffnung des Begegnungstreffs im evangelischen Gemeindehaus.

»Ich freue mich, dass die Welt zu uns kommt«, begeisterte sich Andrea Hauser vom Helferkreis bei der Eröffnung des Begegnungstreffs im evangelischen Gemeindehaus. ©Ellen Matzat

Der neue Begegnungstreff in der Schwimmbadstraße 3 in Freistett, ein lang gehegter Wunsch des Helferkreises, ist mit einer kleinen Feier im voll besetzten evangelischen Gemeindehaus offiziell eröffnet worden. »Welt kommt zu uns«, sagt eine Helferin – und das kommt an.

Der Wunsch nach einem zentralen Ort für das Aufeinandertreffen der in Rheinau ankommenden Flüchtlinge mit Einheimischen und dem Helferkreis bestand schon lange. Durch das Förderprogramm »Bürgerschaftlich orientierter Familien- und Begegnungstreffs« wurde im evangelischen Gemeindehaus eine Möglichkeit für dieses dringende Bedürfnis gefunden, hielt Hans-Jörg Lutz, Jugendhilfeplaner des Landratsamts, bei der Einweihung zu Beginn der Sommerferien freudig fest.

Flagge zeigen wichtig

Die Ausschreibung war Mitte Januar, die Integrationsbeauftragte Nicola Dangendorf meldete sich rasch. Lutz spürte das große Interesse, das erste Treffen mit Stadt und Helferkreis fand Anfang März statt. »Der offene Treff Rheinau ist für mich ein Paradebeispiel, dass durch gute Zusammenarbeit zwischen Kommune und Helferkreis Integration gelingt« sagte Lutz. Integration betreffe die gesamte Gesellschaft und ziele auf ihren Zusammenhalt. »Ich denke, das haben wir momentan politisch bitter nötig, dass wir Flagge zeigen, da es Stimmen gibt, denen das nicht gefällt«, sagte er.

Im Ortenaukreis haben bisher sechs Treffs geöffnet. »Wer seine Heimat verlassen musste und in einer anderen Kultur ein Leben aufbaut, für den sind Orte wie unser Begegnungstreff unendlich wichtig«, sagte Pfarrerin Catharina Covolo. Es sei wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem Menschen zuhören und helfen, an dem Freundschaften entstehen und wohin man geht, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt.

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Covolo ist dem Helferkreis sehr dankbar, dass durch sein Engagement  der Begegnungstreff mit Leben gefüllt wird. Ohne ihn wäre das gute Miteinander nicht so selbstverständlich. »Bleiben Sie das Salz in der Suppe!«, forderte sie auf. Die scheidende Pfarrerin wünscht sich, dass der Treff ein Haus mit offenen Türen ist, wo jeder eine Tasse Tee bekommt oder mal nur ein Formular, wo gelacht und diskutiert wird, in dem Musik gemacht und Spiele gespielt werden.

Großen Dank für den enormen Einsatz des ehrenamtlichen Helferkreises sprach Bürgermeister Michael Welsch aus: »Das ist ein Ort, an dem sich Rheinauer treffen können, die schon da sind, und die, die neu dazukommen.«

»Welt kommt zu uns«

»Wir wollen im öffentlichen Raum zeigen, dass wir gut miteinander auskommen – ich freue mich so, dass die Welt zu uns kommt«, begeisterte sich Andrea Hauser vom Helferkreis. Sie lud alle ein, auch künftig zu kommen. Es habe bereits ein Filmabend stattgefunden, es werde viel gespielt, viel geredet und für spezielle Themen und Briefe sei ebenfalls Zeit. Sehr freuen würde sie sich, wenn auch Rheinauer »Urbürger« vermehrt kommen würden.

Stichwort

Begegnungsstätte

Die Begegnungsstätte in Freistett wurde durch Fördermittel des Ortenaukreises sowie der Bereitstellung der Räume durch die evangelische Kirchengemeinde Freistett in Zusammenarbeit mit dem Helferkreis und der Stadt ermöglicht. Die Räume stehen dem Helferkreis seit Mai zur Verfügung, der Treff kann sich bereits über gut zehn Stammgäste freuen. 

Öffnungszeiten: dienstags und freitags von 18.30 bis 21 Uhr, in dieser Zeit auch: • 078 44/913 5102, E-Mail: helferkreisbuero@web.de. Das Internationale Frauencafé mit Kinderbetreuung findet jeden ersten Freitag im Monat von 14.30 bis 17 Uhr statt.em

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