Achern

Betrieb im ehemaligen Urloffener Pfarrhaus

Autor: 
Stephanie Rohn
Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
12. August 2017

Seit Mitte Juli ist im renovierten Urloffener Pfarrhaus die Tagespflege aktiv, hinten von links: Ingrid Ellernsohn (Pflegefachkraft- Hausleitung), Robin Berger (Student- in praktischer Ausbildung), Manuela Schindler (Alltagsbetreuerin), Franz Wörner (Aufsichtsrat und Gesellschafter), Bürgermeister Maneul Tabor, Sabine Dusch (stellvertretende Hausleitung), Ortsvorsteher Wendelin Huschle, Karin Hertwig (Seniorendienste) und Geschäftsführer Seniorendienste Thomas Ritter. ©Stephanie Rohn

Seit Mitte Juli ist das renovierte Pfarrhaus im Herzen von Urloffen wieder mit Leben erfüllt. 35 Gäste besuchen seither die dort installierte Tagespflege, ein Angebot der Seniorendienste »Sankt Martin«  Urloffen. 

Seit wenigen Wochen ist die Tagespflege im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses im Meerrettichort in Betrieb. Das Gebäude, das durch Erbbaupacht von den Seniorendiensten erworben wurde, ist in den vergangenen 18 Monaten für rund 1,4 Millionen Euro saniert und umgebaut worden.
Bislang waren die Gäste  der Tagespflege provisorisch im etwas abgelegenen Pfarrheim der Gemeinde untergebracht, das zwölf Plätze bereitstellte. Inzwischen kommen auf die Woche verteilt 35 Besucher in die neuen Räumlichkeiten. Alle Besucher des ehemaligen Domizils zogen mit um in das neue Gebäude gegenüber der Kirche, und weitere Gäste stießen schon in den ersten Wochen dazu. Das Ambiente in den großen lichtdurchfluteten modernen Räumen kommt gut bei den Senioren an. 
Auch Ingrid Ellensohn, Pflegefachkraft und verantwortlich für die Tagespflege, und ihre Kollegen fühlen sich schon heimisch. »Viele Stammgäste, die uns beim Umzug begleiteten, stockten ihre Tage auf und mit dem Zugang neuer Gäste gab es so manch schönes Wiedersehen«, erzählt Ellensohn. Das Angebot »Tagespflege« der Seniorendienste »Sankt Martin« wird sehr stark angenommen, da die Pflegekasse große Budgets dafür zur Verfügung stellt, freut sich auch Geschäftsführer Thomas Ritter. Das Konzept der Räume ist durchdacht. Es wurde speziell auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten. Die Räumlichkeiten sind behindertengerecht konzipiert. 
Dank der ständigen Fachkraftpräsenz können auch Menschen mit erhöhtem Pflegebedarf das Angebot nutzen.
Neben einem großen Raum, der zum Essen sowie für Geselligkeit und Aktionen genutzt wird, gibt es einen eigenen Ruheraum, in den man sich zurückziehen und auch schlafen kann. So kann die Gruppe nach Bedarf geteilt werden. Ein großer Vorteil, so die erfahrene Pflegefachkraft. Auch der vordere Bereich kann durch eine Schiebewand geschlossen werden. Die Küche ist nur durch eine Wand abgetrennt und lädt zum »Reinschauen« ein. 
Mitspracherecht
Die vorhandene Einrichtung wird nach und nach erweitert. Dabei sollen die Gäste ein Mitspracherecht haben, berichtet Ellensohn, die von der Pike auf bei den Seniorendiensten dabei ist. Die bewährte Tagesstruktur bleibt im neuen Domizil erst mal bestehen, denn eine komplette Änderung würde für Unruhe sorgen. Die älteste Besucherin der Tagespflege ist 103 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit und ist bei allen Aktionen aktiv dabei. 
Ambulante Gruppe
Das erste Obergeschoss der Räumlichkeiten steht derzeit noch leer. Hier wird in den nächsten Monaten eine ambulant betreute Wohngemeinschaft eingerichtet. Die Seniorendienste »Sankt Martin« nehmen mit diesem neuen Projekt eine Vorreiterrolle in der ganzen Ortenau ein. Bis zu acht Menschen mit Betreuungs- und Unterstützungsbedarf können dann in einer familienähnlichen Struktur zusammenleben. »Diese neue Wohnform bietet eine klare Alternative zur stationären Pflege. Man legt dabei großen Wert auf Selbstbestimmung und Mitsprache bei der Gestaltung des Alltags und der persönlichen Belange«, erklärt Geschäftsführer Thomas Ritter. Die Seniorendienste »Sankt Martin« übernehmen dabei die Rolle des Vermieters und stellen rund um die Uhr eine Präsenzkraft zur Verfügung, die den Alltag mit den Bewohnern der WG plant und gestaltet. 

- Anzeige -

Stichwort: Tagespflege
In der Tagespflege Sankt Martin werden Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf tagsüber umsorgt und können trotzdem weiter zu Hause leben. Das Angebot dient der Entlastung der pflegenden Angehörigen und bietet den Gästen eine Alltagsstruktur und eine vollumfängliche Versorgung. Außerdem werden soziale Kontakte gepflegt und gefördert. Die Tagespflege hat von Montag bis Freitag ab 8 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet. Sie verfügt über einen hauseigenen Fahrdienst, der auch Rollstuhltransporte leisten kann. Man kann die Anzahl der gewünschten Tage wählen. Es sind noch einzelne Plätze frei. 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Der Konkurrenzkampf für das Bühler Krankenhaus droht sich zu verschärfen, wenn in Achern eine neue Klinik gebaut werden sollte.
Interview mit Hubert Schnurr
vor 1 Stunde
Der Verdrängungswettbewerb ist in vollem Gange, die Krankenhausdebatte seit dieser Woche um ein Kapitel reicher: In Achern soll eine neue Klinik errichtet werden. Im Interview mit uns sieht Oberbürgermeister Hubert Schnurr darin aber keine Gefahr für den Fortbestand des Bühler Krankenhauses.  
Bangen auf der Oberkircher WM-Meile: Auch vor der »Tränke« fieberten die Fans mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit.
Premiere für WM-Meile
vor 4 Stunden
Zahlreiche Fußballanhänger verfolgten am Sonntag Spiel auf der Oberkircher WM-Meile das deutsche Spiel gegen Mexiko. Am Ende war eher Bangen als Ausgelassenheit angesagt. Der Stimmungskiller kam dabei aus Moskau, nur ein Trio konnte jubeln. 
Oberkircher Containerdorf
vor 7 Stunden
Nur zum Teil abgebaut worden ist das Oberkircher Containerdorf in der Hesselbacher Straße. Die letzten Bewohner waren im April aus dem Flüchtlingsheim ausgezogen. Einige Container erinnern immer noch an die Siedelung. Doch das soll sich bald ändern.
Abistreich
vor 10 Stunden
Am Freitagmorgen sah das Anne-Frank-Gymnasium »etwas« anders aus als sonst, die 32 Abiturienten hatten ab 3.30 Uhr ganze Arbeit geleistet: Wer auf den Schulhof wollte, musste einen Hürdenlauf hinlegen, denn dieser war über und über mit Absperrband, Toilettenpapier und Frischhaltefolie verspannt.   
Weitere sieben Bauplätze in Renchen
vor 13 Stunden
2015 hatte Renchens Gemeinderat seine Bereitschaft erklärt, einen Bebauungsplan »Friedhofstraße« aufzustellen. In der Sitzung am Montag beschloss das Gremium die Aufstellung des Plans im »beschleunigten Verfahren«.
Vereinsbilanz
vor 15 Stunden
Der ASV Ottenhöfen blickte am Freitagabend im Hotel Sternen in der Hauptversammlung auf eine sportlich akzeptable Saison mit besonders erfolgreicher Jugendarbeit zurück. Zudem ehrte er engagierte und langjährige Mitglieder. 
Appenweier Verkehrsschau im Juli
vor 15 Stunden
Im Juli findet in allen Appenweierer Ortsteilen eine Verkehrsschau statt. Mit den Urloffener Themen, die ins Programm aufgenommen werden, befasste sich der Ortschaftsrat in der Sitzung am Mittwoch. 
Gelungener Auftritt
vor 15 Stunden
Mit stehenden Ovationen feierten 450 Besucher in Neusatz die Akteure eines Benefizkonzerts zugunsten des Freiburger Vereins für krebskranke Kinder. Mitwirkende waren Hans Denk, der Ural-Kosaken-Chor, der Kirchenchor Neusatz und ein Streicherquartett.  
Dritte USA-Reise
vor 15 Stunden
Der Musikverein Harmonie besucht in Kürze zum dritten Mal die kleine Gemeinde Celestine im US-Bundesstaat Indiana. Vor 180 Jahren fanden dort viele Wagshurster eine neue Heimat.
Ralf Moll geht Ende Juli in Ruhestand
vor 15 Stunden
Ende des Schuljahres geht Ralf Moll, Rektor der Grimmelshausenschule Renchen, in Ruhestand. Fast zeitgleich mit der Einladung zur Verabschiedung am 19. Juli, in der Festhalle Renchen, wurde die Stelle vom Regierungspräsidium  ausgeschrieben. Vor seinem Amtsantritt 2007 in Renchen war Moll jeweils...
Breitbandausbau
vor 15 Stunden
In Lauf werden derzeit Glasfaserkabel verlegt. Damit die Bürger bald schnell im Internet unterwegs sind, erhält die Gemeinde nun auch zwei tonnenschwere Knotenpunktverteiler.
Rüstige Jubilarin
vor 15 Stunden
Fit wie eh und je blickt Rosi Karcher auf 80 Lebensjahre zurück. Die Jubilarin trägt in halb Diersheim die Mittelbadische Presse aus  und wird – wenn sie tatsächlich mal krank ist – schmerzlich vermisst.