Neues Appenweierer Rathausareal kostet Millionen

Bezirksbeirat verzichtet auf Kindergarten-Vordach

Autor: 
Wolfgang Löhnig
Lesezeit 2 Minuten
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15. Oktober 2019

Nach der Schulerweiterung folgt nun die Sanierung und der Neubau "Rathaus-Areal" in Appenweier. ©Fritz Bierer

Hatte der Bezirksbeirat in den vergangenen Monaten für den Neubau der Gemeinschaftsschule rund neun Millionen Euro bereitstellen müssen, so konnte er bei den Haushaltsberatungen für das Jahr 2020 wieder nicht die Hände in den Schoß legen: Die Sanierung und der Neubau des Rathausareals stehen an. Auch da sind Millionenbeträge bereitzustellen.

Die Kosten schlagen mit einer hohen Summe zu Buche. 2,5 Millionen Euro wurden für das kommende Jahr eingestellt, dazu kommen in der mittelfristigen Finanzplanung vier Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung und noch einmal die gleiche Summe für Ausgaben. Zuschüsse gibt vier Millionen Euro. 
Für den Erwerb von Grundstücken „Ebersweierer Weg“ stehen 50 000 Euro im neuen Haushalt. Der Schwarzwaldkindergarten benötigt eine neue Küche, diese ist mit 65 000 Euro veranschlagt. Man müsse auf eine Profi-Küche umstellen, erläuterte Bürgermeister Manuel Tabor. 2000 Essen werden im Monat ausgegeben, dazu benötige man gerade im Hinblick auf die Spülmaschine professionelle Geräte. 
Was man nach einer Tour des Bezirksbeirates gestrichen habe, sei ein Vordach beim Kindergarten, es gebe hier bessere Möglichkeiten, Kinderwagen oder Fahrräder vor Witterung geschützt unterzubringen.  Die Erneuerung der Bachmauer in der Bahnhofstraße erfordert 400 000 Euro (Zuschuss: 240 000 Euro) sowie der Grunderwerb für das Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“ 300 000 Euro und private Maßnahmen 100 000 Euro. Für beides gibt es einen Zuschuss von 240 000 Euro. 

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Mittelfristige Planung

Der Kreisverkehr in der Sander Straße ist in der mittelfristigen Finanzplanung auf 2023 geschoben worden. Für die Ampelanlage stehen 55 000 Euro bereit. Für die Straßenbeleuchtung sind die obligatorischen 15 000 Euro eingestellt, die Erneuerung von Spielgeräten „Am Berg“ erfordern 22 000 Euro. Sukzessive sollen die Spielplätze in allen Ortsteilen erneuert werden, so Tabor. Die Stellplätze am Bahnhof sind bereits gebaut und bezahlt. Allerdings möchte man – nach langen Diskussionen – auf die Toilettenanlage nicht verzichten und stellte deshalb 80 000 Euro für die Folgejahre ein. Natürlich, wurde deutlich, würde eine Toilette mit automatischer Spülung ungleich mehr Mittel erfordern, dafür sei diese dann immer sauber. 
Die Mittelanforderung an den Gemeinderat beschloss der Bezirksbeirat in seiner Sitzung am Montag einstimmig.

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