Linxer Räte wehren sich

»Birkenmuhr« keine Ausgleichsfläche für Rheinauer Kiesabbau

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juni 2018
Im Gewann Birkenmuhr, angrenzend an den gleichnamigen Wald in Linx, soll als Ausgleichsfläche für künftigen Kiesabbau aufgeforstet werden. Der Linxer Rat will das hochwertige Ackerland dafür aber nicht hergeben.

Im Gewann Birkenmuhr, angrenzend an den gleichnamigen Wald in Linx, soll als Ausgleichsfläche für künftigen Kiesabbau aufgeforstet werden. Der Linxer Rat will das hochwertige Ackerland dafür aber nicht hergeben. ©Dieter Heidt

Nicht einverstanden sind die Linxer Räte mit Plänen, im Gewann Birkenmuhr eine Ausgleichsfläche für den Kiesabbau in Rheinau einzurichten – zumal man bereits anderswo viel Ackerfläche verloren habe.

Damit der Kiesabbau in Rheinau auch in Zukunft Geld in den Stadtsäckel fließen lässt, braucht es Gelände. Derzeit bereiten die Kieswerke in Diersheim und Freistett Planfeststellungsverträge vor, in denen regionalplanerisch ausgewiesene Flächen zum Kiesabbau genehmigt werden sollen. Da dies auch Waldflächen betrifft, werden Ausgleich-Ersatzflächen zur Neuaufforstung gesucht, die an bestehende Waldflächen angrenzen. Auf der Gemarkung Linx ist die Stadtverwaltung im Gewann Birkenmuhr, angrenzend an den gleichnamigen Wald, fündig geworden. Es handelt sich dabei um 2,5 Hektar hochwertiges Ackerland, das derzeit von drei Landwirten gepachtet wird. Das Vorhaben kam am Dienstag im Linxer Rat gar nicht gut an, auch wenn man gesamtstädtisch denken wolle, Gelände für Maßnahmen, die andere Stadtteile betreffen, abzugeben. 

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»Wir haben für die derzeit im Bau befindliche Hühnerfarm schon viel Land abgegeben, und hier handelt es sich um hochwertiges Ackerland«, gab Ortsvorsteherin Annette Sänger zu bedenken. Sie ist selbst Landwirtin, vom ausgewiesenen Gelände aber nicht betroffen. Ex-Ortsvorsteher Rainer Haag tendierte dazu, Gelände mit schlechter Bodenqualität aufzuforsten und nannte die »Diersheimer Matten« im Korker Waldgebiet, von denen Teile bereits als Ausweichflächen genutzt würden. 

»Warum nicht mitten im Feld aufforsten, das wäre gut für die Tierwelt«, meinte Stefan Haas. Die Abstimmung erfolgte dahingehend, dass die ausgewiesene Fläche Birkenmuhr abgelehnt wird und weitere Informationen zur Aufforstung vorgelegt werden sollen.

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