Zwei Firmgottesdienste

Bischof firmte 95 Jugendliche aus Oberkirch

red/pak
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23. November 2021
Michael Gerber spendete in Oberkirch Jugendlichen das Firmsakrament.

Michael Gerber spendete in Oberkirch Jugendlichen das Firmsakrament. ©Reinhard Kaltenbronn

Am Samstag und Sonntag haben sich 95 Jungen und Mädchen in der Oberkircher Pfarrkirche St. Cyriak firmen lassen. Sie hatten sich seit April auf diesen Tag vorbereitet. Das Sakrament nahm ein Bischof vor.

Unter Federführung von Pastoralreferent Stephan Heumüller und Gemeindereferent Robert Welle waren 95 Oberkircher Jugendliche seit April 2021 unterwegs auf dem Weg zur Firmung, unterstützt durch das Firmteam, das Seelsorgeteam und junggebliebene Erwachsene aus den Gemeinden.

Aus zahlreichen „pandemie-konformen“ Tages-Projekten konnten die jungen Menschen ihren ganz persönlichen Firmweg wählen. Ob bei Impuls-Wanderungen zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang oder auf den Mooskopf, dem Badischen Pilgerweg, der Brudertalwallfahrt durch die Nacht, der Kreuz-und-Esel-Tour nach Allerheiligen oder bei spirituellen Tagen in Freiburg, überall konnten sie in Gemeinschaft mit anderen über ihren Glauben nachdenken und ihn weiter reifen lassen. Freiwillige Angebote wie die Nightlight-Gottesdienste, ein Jugendkreuzweg oder ein Jugendgottesdienst-Wochenende mit digitalem Glaubensworkshop rundeten die Vorbereitung ab und so erwarteten sie freudig ihren Firmtag.

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„Ist da wer? Gott!? Auch wenn diese Frage für viele von euch am Ende dieses Firmwegs noch unbeantwortet bleibt, so glauben doch viele in dieser Kirche, dass Gott ein ‚Du’, ein Gegenüber ist. Zwar können wir Gott nicht in die Augen schauen, aber wir können einander anblicken und auf diesen Blick kommt es an.“ So begann der Bischof von Fulda, Michael Gerber, seine Ansprache an die Firmanden. „Firmung ist kein Event, nach dem ihr fünf Meter über dem Boden schwebt. Nein, Firmung bedeutet, dass ihr Raum in eurem Herzen schafft für die Menschen um euch herum, die euch begegnen. Dass ihr Menschen so anblicken und annehmen könnt, genauso wie sie sind – mit ihren Ecken und Kanten“, so Bischof Gerber weiter. Er machte dies an einem Beispiel von Jesus fest: Obwohl Petrus schwach wurde und ihn verraten hatte, schaute Jesus ihn auf dem Weg zum Kreuz mit einem Blick voller Annahme, Liebe und Vergebung an. „Gott möchte durch den heiligen Geist stärken und herausfordern, damit ihr nicht mit einem Phantom-Bild von euch und euren Mitmenschen durch das Leben geht, welches nur das Schöne und Strahlende herausfiltert. Gott möchte euch durch Enttäuschungen, durch schwere Zeiten und Krisen hindurchführen, damit ihr aus ihnen stärker hervorgeht als zuvor. Dieser Gott gibt euch die Kraft dazu und er sagt zu euch, so wie ihr zueinander sagen könnt: ‚Schön, dass du da bist!’, ganz ohne Leistung!“

Zuversichtlich durften sich die Jugendlichen auf ihren Weg als gefirmte Christen machen. Sie ließen sich von Bischof Gerber durch Handauflegung das Firmsakrament spenden. Die Musik der Stadelhofener Pfarrband gab den Gottesdiensten einen stimmungsvollen Rahmen.

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