Oppenau

Bitte um Unterstützung im Indien-Nepal-Konflikt

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red/RK
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08. Januar 2016
Friedensbotschafter Sri Sri Ravi Shankar (links) traf zuletzt den indischen Premierminister Modi.

Friedensbotschafter Sri Sri Ravi Shankar (links) traf zuletzt den indischen Premierminister Modi. ©Art of Living

Josef Erdrich unterstützt mit einem Freundes-­ und Förderkreis die ASHA-Grundschule in Nepal. Der Oberkircher traf jetzt Friedensbotschafter Sri Sri Ravi Shankar während seines Besuches zum Jahreswechsel im Renchtal und bat ihn um Vermittlungen im Indien-Nepal-Konflikt. 

Nepal ist nach dem verherrenden Erdbeben im vergangenen Jahr am Rande einer neuen Krise. Durch die Blockade von Importen aus Indien, vor allen Dingen Gas und Benzin, können viele Menschen im Himalayastaat nicht mehr ausreichend mit Lebensmitteln, Medikamenten oder Heizmaterial versorgt werden (wir berichteten).

Erste Todesfälle aufgrund von fehlenden Medikamenten in den Krankenhäusern werden in nepalesischen Medien publiziert. Dringend notwendige Baustoffe für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben sind nicht mehr zu bekommen. Der Oberkircher Josef Erdrich unterstützt seit 2005 gemeinsam mit dem Freundes-­ und Förderkreis die ASHA-Grundschule in Nepal. ASHA bedeutet auf nepalesisch »Hoffnung«.

Josef Erdrich sorgt sich um seine Freunde und die Menschen in Nepal. Im Gespräch mit seinem Bruder aus Maisach erfährt er von Sri Sri Ravi Shankar und der Art of Living, die in Bad Antogast seit knapp 20 Jahren ihren europäischen Hauptsitz für Yoga- und Meditationsprogramme haben. Sri Sri Ravi Shankar besucht Bad Antogast in regelmäßigen Abständen und so auch für zwei Tage zu Silvester. Erdrich hat gelesen, dass Sri Sri Ravi Shankar ein weltweit anerkannter Friedensbotschafter ist. Er beschließt, ihn um Hilfe für Nepal zu bitten.

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Gemeinsam mit seinem Bruder fährt er nach Bad Antogast und bittet am Silvestermorgen um ein Gespräch mit dem, laut dem Forbes Magazin, fünfteinflussreichsten Inder, schreibt die »Art of Living in einer Pressemitteilung. Als er ihm sein Anliegen vorträgt, lächelt ihn Sri Sri Ravi Shankar an und sagt: »Ja, ich weiß um die Schwierigkeiten in Nepal.

Deshalb habe ich in den letzten zwei Wochen Gespräche mit beiden Seiten geführt. Ich habe meinen üblichen Besuch über Weihnachten in Bad Antogast verschoben, um am 29. Dezember den indischen Premierminister Narendra Modi in Neu Delhi zu treffen. Wir haben ausführlich über die Situation und die Notwendigkeit der Konfliktlösung in Nepal gesprochen.«

Am 31. Dezember kam die Pressemeldung, dass der indische Premierminister mit dem nepalesischen Premierminister die Gespräche wieder aufnehmen wird. Premierminister Modi hat dabei zugesichert, dass Indien Helikopter mit Medikamenten nach Nepal senden wird. Fast ungläubig strahlt Josef Erdrich Sri Sri Ravi Shankar an. Sein Wunsch ist schon in Erfüllung gegangen, bevor er ihn ausgesprochen hat. Ein außergewöhn­licher Moment: Ein Oberkircher trifft einen Friedensbotschafter aus Indien in Bad Antogast, um Menschen in Nepal zu helfen.

Zur Person

Sri Sri Shankar

Sri Sri Ravi Shankar ist ein weltweit anerkannter spiritueller Lehrer und humanitärer Friedensbotschafter. Seine Vision ist eine stressfreie und gewaltfreie Gesellschaft, die durch die Belebung menschlicher Werte möglich ist. Er ist der Begründer der Art of Living Foundation (1981), die in Bad Antogast wirkt. 

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