Bad Peterstal-Griesbach

Blechbläser füllen den Kirchenraum in Bad Peterstal

Autor: 
Jutta Schmiederer
Lesezeit 3 Minuten
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16. Mai 2019
»Senza Legno« beim Klangraum-Kirche-Gastspiel am Sonntag in Bad Peterstal.

»Senza Legno« beim Klangraum-Kirche-Gastspiel am Sonntag in Bad Peterstal. ©Jutta Schmiederer

„Volles Blech!“ erklang am Sonntag in der Pfarrkirche St. Peter  und Paul in Bad Peterstal. Auch dieses Konzert mit der Gruppe „Senza Legno“ erfüllte den  hohen Qualitätsanspruch, der mit der Veranstaltungsreihe Klangraum Kirche inzwischen  verbunden ist.

Marion Ferrein konnte zahlreiche Besucher begrüßen, die sich den ersten Auftritt dieser  Formation in Bad Peterstal nicht entgehen lassen wollten. 

Sie erläuterte den Namen „Senza  Legno“, unter dem sich vier Trompeten, vier Posaunen, ein Horn und eine Tuba zusammenfanden.  Übersetzt bedeutet der Name „ohne Holz“, was den Klangcharakter eines reinen Blechensembles  unterstreicht. Hinzu kam noch die Kirchenorgel, meisterlich in Szene gesetzt und in den Tiefen  bis an ihre Grenzen ausgereizt von Kirsten Galm. 

Die Eröffnung des Abends machten die Bläser unter Leitung von Thierry Abramovici von der  Orgelempore aus mit der „Fanfare for St. Edmundsbury“ mit markantem Trompetenruf. Der  „Grand ChoeurDialogue“ lebte Wechselspiel zwischen Orgel und Bläsern, die sich einen  Wettstreit zu liefern schienen. 

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Durch die weitläufige Aufstellung der Instrumentalisten nutzte  „Senza Legno“ die Akustik der Kirche bestmöglich aus. Für den größten Teil des Abends, an dem Musik von Barock bis zur Moderne erklang,  musizierten die Bläser vor dem Altar stehend und dadurch auch gut zu beobachten. Die teilweise  zeitgenössische Musik, die sie boten, war von hohem Anspruch an jeden der zehn Musiker  geprägt, von denen die Mehrheit Absolventen der Musikhochschulen Freiburg und Karlsruhe  sind. 

Die schwierigen Harmonien und Einsätze, die sie zu bewältigen hatten, stellten auch an die  Profis höchste Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit. Die Klangvielfalt wurde  durch den zeitweisen Einsatz von Schalldämpfern auf den Instrumenten verstärkt. Einen besonderen Aspekt bot „Senza Legno“ an diesem Abend mit „La visite de la Cathédrale“.  Sie stellten die Besichtigung des Kirchenraumes aus dem Titel nicht nur musikalisch dar, sondern  variierten auch die Aufstellung im Raum. 

Die Trompeten nahmen vorne in der Kirche  Aufstellung, waren aber getrennt von den tiefen Bläsern, die zunächst ganz hinten, dann in der  Mitte musizierten. Dazu kam immer wieder der Klang der Orgel von oben. Dieses Zusammenspiel  war eine besondere Herausforderung, gerade auch für den musikalischen Leiter Thierry  Abramovici, denn trotz der räumlichen Distanz musste der Klang aller Beteiligten  zusammenpassen. 

Das Publikum zeigte sich von dieser Art, ein Stück in Szene zu setzen,  begeistert. Auch mit dem letzten Programmpunkt, dem „Feierlichen Einzug“ von Richard Strauß, setzte  „Senza Legno“ wieder ein imposantes eindrucksvolles Bild in Musik, diesmal wieder auf der  Orgelempore, bevor sie zur geforderten Zugabe wieder vor den Bänken Aufstellung nahmen. 

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