Unterschiedliche Ansichten in Wagshurst

Braucht die Hanauer Straße einen Zebrastreifen?

Autor: 
Reinhard Brunner
Lesezeit 3 Minuten
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15. Dezember 2018
Intensiv fordern Wagshurster zwischen der Maiwaldschule und der ehemaligen Filiale der Volksbank (über den angeblich störanfälligen Geldautomaten wurde auch heftig diskutiert) einen Zebrastreifen. Der Ortschaftsrat will dem nachgehen.

Intensiv fordern Wagshurster zwischen der Maiwaldschule und der ehemaligen Filiale der Volksbank (über den angeblich störanfälligen Geldautomaten wurde auch heftig diskutiert) einen Zebrastreifen. Der Ortschaftsrat will dem nachgehen. ©Reinhard Brunner

Am Mittwoch ging es im Wagshurster Ortschaftsrat vor allem um die Verkehrssicherheit im Ort. Auch der Geldautomat war ein Thema.

An einem Mittwochmorgen im November wurden in Wagshurst von 7 bis 8 Uhr an der Kirche und an der Schule Autos und Fußgänger gezählt. Darüber informierte Ortsvorsteher Ulrich Berger am Mittwochabend im Ortschaftsrat.

An der Kirche hätten fünf Fußgänger die Straßenseite gewechselt, an der Schule 21, davon 15 Kinder. An der Schule passierten 185 Fahrzeuge aus beiden Richtungen und an der Kirche 182 die Hanauer Straße. Da die Zahlen nicht weit davon entfernt seien, einen Zebrastreifen beantragen zu können, fragte die Stadt Achern, ob es eine Uhrzeit gibt, in der man auf 200 Fahrzeuge pro Stunde komme.

Kinder schulen

Dazu meldete sich ein Bürger, der Vorsitzende des Schulfördervereins, zu Wort und teilte mit, dass es keinen Sinn mache, zu einer anderen Uhrzeit zu messen, da sonst der Schnitt eher fallend sei. Er sicherte zu, dass der Förderverein bei Errichtung eines Überweges in die Verkehrserziehung investieren und die Kinder schulen wolle.

Der Zebrastreifen sollte sich, so der Bürger, zwischen Maiwaldschule und ehemaliger Volksbank befinden, von beiden Seiten müsste 30 km/h gelten, so seine Botschaft.
Wie Ortsvorsteher Berger so sprach sich auch Ortschaftsrat Markus Wimmer jedoch dagegen aus. Ein Fußgängerüberweg spiegele eine Sicherheit vor, die nicht vorhanden sei. 

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»Was ist in Großweier anders als in Wagshurst?«, fragte hingegen Ortschaftsrat Alois Berger-Köppel. Im Nachbarort sei die Zahl der Fahrzeuge oder Fußgänger für die Errichtung des Zebrastreifens (wir berichteten) nicht entscheidend gewesen. Berger-Köppel stellte den Antrag, einen Beschluss für einen Zebrastreifen zu stellen.

Da dieser Punkt aber nicht auf der Tagesordnung stand, schlug Ortsvorsteher Berger vor, für die Januar-Sitzung Hans Heizmann vom Fachgebiet Sicherheit und Ordnung einzuladen, um die Vorschriften zu klären. »Wir gehen nun der Reihe nach vor«, sagte Berger. 

Tempo 30 festgelegt

Im November hat das Gremium beschlossen, rechts und links der Hanauer Straße 30-km/h-Zonen einzurichten. Am Mittwoch legte das Gremium die Straßen fest, in denen die Beschilderung angebracht werden soll: Im Eichet, Gottmatt, Schneid-, Franz-Ell-, Maiwald- und Wagnerstraße, Im Gässel und Am Schwellengraben. Die Schilder stelle der Bauhof im Januar auf.

Alois Berger-Köppel monierte die zahlreichen Ausfallzeiten beim Geldautomaten der Volksbank. Bürger würden sich zu Recht beschweren. Beim Konzert des Musikvereins vor kurzem hätten Besucher nach Renchen fahren müssen, um dort Geld abzuheben. Dem Ortsvorsteher ist das Problem bekannt, von der Volksbank habe er erfahren, dass dieses sensible Thema über eine externe Sicherheitsfirma laufe. 

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