Nicht mehr zu retten

Brücke am Zusenhofener Altensteg wird abgerissen

Autor: 
Roman Vallendor
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juni 2018
Der Ortschaftsrat Zusenhofen beschloss den Abriss der maroden Altensteg-Brücke.

Der Ortschaftsrat Zusenhofen beschloss den Abriss der maroden Altensteg-Brücke. ©Roman Vallendor

Das Schicksal der Altensteg-Brücke in Zusenhofen ist besiegelt. Nach erneuter Debatte beschloss der Ortschaftsrat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig, die Fußgängerbrücke abzureißen. Spannender war die Frage, ob es eine neue Brücke gibt.

Die Gründe waren eindeutig: Nach eingehender Überprüfung wurde festgestellt, dass Stützpfeiler, Auflager und Doppel-T-Träger der Altensteg-Brücke marode seien. Der Korrosionsprozess sei zu weit fortgeschritten. Die Gemeinde ist in der Verkehrssicherungspflicht. Trotz beiderseitiger Absperrungen könne es vorkommen, dass die Brücke von Kindern zum Spielen benutzt werde. Bei einer Begehung empfahlen sowohl der Fachbereich Bürgerservice und Ordnung als auch Vertreter der Versicherung den Rückbau der Brücke. Die Kosten für den Abriss wurden auf 10 000 Euro beziffert. Ein Neubau würde zwischen 35 000 und 40 000 Euro kosten. Eine Instandsetzung sei nicht möglich. 

Hansjörg Schmieder (FWV) wies auf die Funktion der Brücke bei Überschwemmungen der Furt hin. Schüler und Hundebesitzer würden die Fußgängerbrücke in einem solchen Fall nutzen, der 20- bis 30-mal im Jahr vorkomme. 

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Während man sich im Ortschaftrat über den Abriss einig war, war die Frage, ob ein Neubau nötig würde, schon umstrittener. Alfons Braun (CDU) verwies auf die 100 Meter weiter bachabwärts bestehende Fußgängerbrücke; er hielt den Neubau nicht für notwendig. Gerhard Zerrer (FWV) plädierte für einen Neubau: Eine Ersatzbrücke sei notwendig, um die bestehende Infrastruktur zu erhalten. Die Furt werde regelmäßig überflutet und dabei Dreck angeschwemmt. Zudem sei die Brücke eine sinnvolle Reserve, falls die weiter unten gelegene Brücke saniert werden müsse. Für viele Generationen bedeutete die Furtbrücke Aufenthaltsqualität für Kinder als »naturnaher Spielplatz«. Das Geld für eine neue Brücke sei gut angelegt. Die Stadt habe die Brücke jahrelang nicht unterhalten – deshalb befinde sie sich in dem maroden Zustand.

Erst die Kosten klären

Markus Grimmig (CDU)stellte die Verhältnismäßigkeit der Kosten zum Mehrwert infrage, zumal 100 Meter unterhalb eine Fußgängerbrücke bestehe. Peter Müller (CDU) empfahl, erst die Kosten für einen Neubau zu erfassen und dann in die nächsten Haushaltsberatungen einzubringen. Diesem Vorschlag folgte der Ortschaftsrat schließlich.

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