Ingenieure schlagen Alarm

Brücke in Ödsbach erhält die Note »ungenügend«

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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15. Dezember 2018
Die Brücke am Giedensbach 1 ist eines der Sorgenkinder des Ödsbacher Ortschaftsrats.

Die Brücke am Giedensbach 1 ist eines der Sorgenkinder des Ödsbacher Ortschaftsrats. ©Peter Meier

Ödsbach muss in den kommenden Jahren einige Brücken instandsetzen. Das wurde in der Ratssitzung am Mittwoch deutlich. Bei einem der neun untersuchten Bauwerke muss möglichst rasch eine Lösung gefunden werden.

Das Büro RS Ingenieure (Achern) hatte in Ödsbach unter anderem die  Brücken Wäldenstraße 24, die Zufahrten Wäldenstraße 12/14 und Lendersbach sowie die relativ  neue Brücke beim Sägewerk und die Fußgängerbrücke bei der Schule überprüft. Zu dieser Untersuchung ist die Gemeinde in regelmäßigen Abständen verpflichtet. Das Ergebnis: Drei Brücken müssen innerhalb der kommenden drei Jahre saniert werden: Wäldenstraße 25, Wiegelesmühle und Giedensbach 1.

Als »ungenügend« wurde der Zustand der Brücke am Giedensbach 1 eingestuft. »Hier muss so schnell wie möglich etwas passieren«, so Ortsvorsteher Karl Gieringer. Derzeit werden die Kosten des Neubaus ermittelt. Da die  Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist, wurde auch gleich eine Nutzungsbeschränkung auf neun Tonnen ausgeschildert. Eine  Umleitung über die Kalikutt und Hengstbach wäre aber für schwere landwirtschaftliche Fahrzeuge, für  Zulieferer und auch für die Feuerwehr ein enormes Problem, zumal im Winter. Auch die  Holzabfuhr wäre, nachdem die zu niedere Brückenunterführung im Giedensbach erst vor wenigen  Jahren erweitert und damit befahrbar gemacht wurde, erneut in der Klemme. Eine Hoffnung hatte Gieringer  noch: Bauamt und Ingenieure wollen prüfen, ob die Nutzungsbeschränkung  »auf neun Tonnen pro Achse« festgelegt werden könnte. Da die Brücke relativ kurz ist, wäre sie dann  für Langholzfahrzeuge wahrscheinlich wieder befahrbar. 

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Die Widerlager der Brücke seien noch in  einem guten Zustand, so dass sich die Maßnahme auf die Herstellung der Überfahrt durch  entsprechende Fertigteile beschränken dürfte. »Auch dann bleibt uns eine Vollsperrung für zwei bis drei Monate nicht erspart«, betonte Mirko Slager.  Markus Flach regte an, nach technischen Möglichkeiten zu suchen, wie die Fahrbahn bis zum Baubeginn  verstärkt werden könne. Auf jeden Fall, da waren sich die Mitglieder des Ortschaftsrates einig, soll die  weitere Untersuchung so rasch wie möglich  erfolgen. 

Die Untersuchungen hätten auch gezeigt, dass einige der Brücken seitlich stark  bewachsen seien. Auch hier bestehe Handlungsbedarf, weil der Beton der Brücken  aufgrund der Dauerbeschattung nicht mehr richtig trockne und schneller Schäden entstünden. 

Größere Umleitungsstrecken drohen auch bei weiteren  Brückenbaumaßnahmen der nächsten Jahre. Das liege an der Vielzahl der Seitentäler mit ihren Bächen  und langen Wegen. Bürger wiesen darauf hin, dass ein Umweg über die Kalikutt für große landwirtschaftliche Fahrzeuge kaum machbar wäre. Hingewiesen wurde auch auf eine  geplante Umbaumaßnahme auf einem der Höfe. Da wäre es im Hinblick auf die Baufahrzeuge wichtig, rechtzeitig über den Ablauf des Brückenbaus zu informieren.

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