Über 60 Bürger bei Tour de Sasbach

Brückenbau und Neubaugebiet: In Sasbach passiert eine Menge

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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17. August 2019
Bis März wird es nach einigen unvorhergesehenen Herausforderungen eine Baustelle in der Bühler Straße in Sasbach geben. Neben dem Brückenneubau stehen noch einige andere Dinge an, die Zeit brauchen. Links neben Bürgermeister Gregor Bühler (rechts) steht Kanalaufseher Markus Doninger, der bei der Tour de Sasbach die Probleme erläuterte.

Bis März wird es nach einigen unvorhergesehenen Herausforderungen eine Baustelle in der Bühler Straße in Sasbach geben. Neben dem Brückenneubau stehen noch einige andere Dinge an, die Zeit brauchen. Links neben Bürgermeister Gregor Bühler (rechts) steht Kanalaufseher Markus Doninger, der bei der Tour de Sasbach die Probleme erläuterte. ©Roland Spether

Bau einer Brücke, Anbau am Kindergarten, Erschließung eines Neubaugebiets. Derzeit gibt es in Sasbach so viele Vorhaben wie lange nicht – und damit guten Stoff für die Tour de Sasbach mit Bürgermeister Gregor Bühler.

 Der CDU-Ortsverband Sasbach/Obersasbach setzte mit seinem Vorsitzenden Ambros Bühler dieses sommerliche Erfolgsmodell auf zwei Rädern, die Tour de Sasbach, fort. Mehr als 60 Bürger waren der Einladung gefolgt, mit Bürgermeister Gregor Bühler, Ortsvorsteher Rudi Retsch und Mitarbeitern der Verwaltung über die wichtigsten Projekte vor Ort informiert zu werden. 

Zehn Maßnahmen

Das spürbarste Projekt ist die Baustelle in der Bühler Straße. Laut Bürgermeister war es bei der Tour de Sasbach 2018 noch gar nicht klar gewesen, dass es zu diesem umfangreichen Projekt mit zehn Einzelmaßnahmen kommen werde. An der ersten Station in der Bühler Straße wurde deutlich, dass dann doch nicht immer alles so läuft, wie es sich die Fachleute vorstellen.

So musste das voraussichtliche Bauende von Ende Dezember auf März verschoben werden, weil sich unvorhersehbare Dinge offenbart hätten. Kanalaufseher Markus Doninger berichtete davon, dass bei der Verlegung der Hauptwasserleitung ein NATO-Kabel und weitere Leitungen entdeckt wurden, bei denen nicht klar gewesen sei, ob sie noch in Betrieb sind. Zudem seien Leitungen nicht in erwarteter Tiefe von 1,75 Meter, sondern bei 3,20 Meter gelegen. Die Wasserleitung habe sich unter dem Regenwasserkanal befunden, wo sie nicht geortet werden konnte. Der Regen oder sehr schwierige Bodenverhältnisse gerade beim Durchpressen der Wasserleitung unter dem Sasbach hätten die Arbeit auch nicht erleichtert. 

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»Kleines Kloster«

Planmäßig läuft es mit dem Anbau am Kindergarten Waldfeld zur Verbesserung des Betreuungsangebots, in Obersasbach wurde der Bauwagen für die Einrichtung eines Waldkindergartens (22 Plätze) bereits eingeweiht. Der Start ist im September zunächst mit 13 Kindern. Einigen Gesprächsbedarf gab es in dem kleinen Wäldchen beim Pflegeheim Erlenbad, wo ein privater Investor vier Wohngebäude und ein »kleines Kloster« realisieren will. Derzeit laufe die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit, nachdem die Gemeinderäte den Vorentwurf für den Bebauungsplan am 20. Mai befürwortet hatten.

Bühler zeigte auf, dass es bei der barrierefreien Wohnbebauung um ein Service-Wohnen mit einfachen Dienstleistungen für Senioren wie Alltagshilfen für die Wäsche, Hausnotrufsysteme, Essen auf Rädern und ambulantem Dienst gehe. In dem »kleinen Kloster« sollen neben der Verwaltung auch Pflegeplätze für das Kloster eingerichtet werden.
Der Bürgermeister antwortete auf Fragen zur Zukunft des Klosters und des Bildungshauses Hochfelden, dass dies primär ein Thema der Erlenbader Schwestern sei und die Gemeinde großes Interesse an einer vernünftigen Lösung habe. 

Nach den Erfahrungen über den Verkauf kirchlicher Gebäude in Sasbach (St. Pirmin und Geistliches Zentrum) wurde der Wunsch geäußert, dass die Gemeinde frühzeitig in die Überlegungen einbezogen und die Öffentlichkeit informiert werde.

Hintergrund

200 Bewerbungen für Bauplätze

Die Erschließung des Neubaugebiets Kirchwegfeld soll bis Juli 2020 beendet sein. In dem Gebiet stehen künftig etwa 2,8 Hektar Nettobauland zur Verfügung. Auf den 42 Bauplätzen, davon 25 gemeindeeigen, können 42 freistehende Einzelhäuser und Doppelhaushälften sowie sechs Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Die Erschließungs- und Verfahrenskosten belaufen sich auf 2,85 Millionen Euro. 

Die Größe der Bauplätze liegt zwischen 330 und 800 Quadratmeter für Einzelhäuser und Doppelhaushälften sowie 1000 bis 5000 Quadratmeter für Mehrfamilienhäuser. Für die gemeindeeigenen Plätze würden nach Auskunft von Bürgermeister Gregor Bühler 200 Bewerbungen vorliegen. Die Vergabekriterien würden im Oktober im Gemeinderat beschlossen, dann folge die Vergabe der Bauplätze im Gemeindebesitz.sp

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