Mitgliederversammlung

CDU-Stadtverband bespricht Stadtentwicklung und ehrt

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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17. November 2018
Vorstandsmitglieder, Redner und Geehrte des CDU-Stadtverbandes Achern: (von links) Karl Früh, Andreas Federle, Hans-Peter Zwisler, Arno Haiss, Siegfried Stinus, Willi Stächele, Klaus Muttach, Anna Seifermann-Walther, Franzjosef Haug.

Vorstandsmitglieder, Redner und Geehrte des CDU-Stadtverbandes Achern: (von links) Karl Früh, Andreas Federle, Hans-Peter Zwisler, Arno Haiss, Siegfried Stinus, Willi Stächele, Klaus Muttach, Anna Seifermann-Walther, Franzjosef Haug. ©Gabriel

Wohin geht die städtebauliche Reise in Achern? Die Zeit zum Diskutieren bei der CDU-Mitgliederversammlung reichte gar nicht aus. Weitere Themenabende zum Dialog mit den derzeit 147 Mitgliedern und Bürgern sollen folgen.

Wortgewaltig beteiligte sich am Donnerstag im Hotel Sonne Eintracht ein neu zugezogenes CDU-Mitglied mit prominentem Namen an der Diskussion über die Zukunft von Achern: Martin Albers war 24 Jahre lang OB von Waldshut-Tiengen und Sprecher der CDU-Fraktion im Waldshuter Kreistag. Er lebt seit Kurzem wieder in seiner Heimatstadt, wo sein 2007 verstorbener Vater Gerhard Albers viele Jahre die CDU-Fraktion im Gemeinderat führte. 

Früh Weichen stellen

»Wo sind die Bürger, wenn es um den Masterplan geht?«, fragte Albers. Sie würden meist erst wach, wenn die Bagger rollen. Dabei sei es so wichtig, die Weichen richtig zu stellen: »Man kann es nicht alleine dem Gemeinderat überlassen, wie die Hauptstraße künftig aussehen soll.« Mehr Grün für den Rathausplatz schaffe noch keine »neue Mitte für Achern«. 

OB Klaus Muttach gab seinen Parteifreunden Einblick in sein Wirken für einen Krankenhausneubau in Achern. »Nur ein Neubau sichert den Standort langfristig«, ist seine Überzeugung. Ein Entwurf für einen städtebaulichen Vertrag mit den Ortenaukreis sei fertiggestellt. Es sei jetzt zu klären, was aus der Rettungswache des Roten Kreuzes werde: »Die gehört zum Krankenhaus.« Ob es gelinge, das Ärztehaus an den neuen Standort im Brachfeld mitzunehmen, sei eine wichtige Frage. Außerdem gelte es, den neuen Standort verkehrstechnisch anzubinden. 

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»Das ist die Lebensleistung unseres Oberbürgermeisters, dass Achern dieses neue Krankenhaus bekommt«, stellte Arno Haiss als ehemaliger Beigeordneter fest. Er äußerte sich ansonsten kritisch zu den Haltungen der CDU-Fraktion im Gemeinderat für die Acherner Innenstadt, die Fraktionsvorsitzender Karl Früh vortrug. »Tempo 30 auf der Hauptstraße wäre ein Segen«, so Haiss. Kritik übte er am Verkehrskonzept des Nationalparks, das Parkplätze in Achern für Besucher des Nationalparks ausweise. Parkplätze seien wichtig für den Einzelhandel und es müsse um jeden gekämpft werden, bestätigte Karl Früh.

»Unterm Strich lebt es sich wunderbar hier«, rückte Landtagsabgeordneter Willi Stächele aus Achern die Verhältnisse zurecht. Die CDU und Europa stünden vor großen Herausforderungen. »So geordnet wie im Acherner Gemeinderat geht es in Europa nicht zu«, bemerkte er. Man dürfe dankbar und sollte besorgt sein um die Demokratie: »Es ist nicht mehr alles selbstverständlich.« Deshalb brauche es Leute auf den Listen für die Kommunalwahlen, die sich um mehr sorgen als um ihren Beruf und ihre Freizeitgestaltung.

Finanziell auf der Höhe

Stächele zollte OB Muttach Anerkennung in Bezug auf den Krankenhausstandort Achern: Um die neuen Kliniken finanzieren zu können, müsse das Land finanziell auf der Höhe bleiben. Bei der Frage des Parteivorsitzes ringe er noch um die richtige Entscheidung und wolle erst einmal zuhören, sagte der ehemalige Minister, Staatssekretär und Landtagspräsident. Am 27. November fahren die CDU-Mitglieder aus Achern in Fahrgemeinschaften zur Regionalkonferenz ihrer Partei nach Böblingen, um die drei Kandidaten zu erleben.

Hintergrund

Langjährige Mitarbeiter geehrt

Vier Männer wurden für ihre langjährige Treue zur CDU gewürdigt. Einer konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein und bekam dennoch viel Applaus: Felix Hodapp aus Önsbach, viele Jahre Landtagsabgeordneter, gehört der Partei seit 65 Jahren an. »Er ist uns ein Vorbild. Er hat gelebt was er gesagt hat«, sagte Stächele über ihn. 

Seit 50 Jahren ist Hans-Peter Zwisler Mitglied der CDU. Er war außerdem 28 Jahre lang bis 2005 verantwortlich für den THW-Ortsverband Achern. Für 40 Jahre Mitgliedschaft ehrte der Stadtverbandsvorsitzende Andreas Federle seinen Vorgänger in diesem Amt, Arno Haiss. Mit seinem Wissen sei der ehemalige Erste Beigeordnete der Stadt ihm bis heute eine große Hilfe. 
Ebenfalls seit 40 Jahren Parteimitglied ist der Acherner Unternehmer und engagierte Illenau-Förderer Siegfried Stinus, ehemals auch Mitglied des Vorstandes der CDU in Achern. mg

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