Solide Bilanz

Corona konnte Oberacherner Narren bislang nichts anhaben

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juli 2020

Selina Decker und Leonie Männle (von links) sind seit elf Jahren in der Narrenzunft Oberachern aktiv. Oberzunftmeisterin Claudia Köppel ehrte auch ihre Tochter Valerie Köppel für 22 Jahre Mitgliedschaft. ©Michaela Gabriel

Die Oberacherner Narrenzunft kam finanziell bislang gut durch die Corona-Krise. Die nächste Kampagne ist aber mit einigen Fragezeichen versehen, wurde am Samstag in der Hauptversammlung klar.

„Ich kann mir derzeit keine Fasnachtsveranstaltung in einer Halle vorstellen”, sagte Oberzunftmeisterin Claudia Köppel in der Hauptversammlung am Samstagabend. Die erste Zusammenkunft der Aktiven nach Monaten fand unter Corona-Bedingungen mit großen Sitzabständen, Mundschutz, Desinfektionsmittel und ohne Bewirtung statt.

Die Fasnacht 2020 war kurz vor dem Ausbruch der Pandemie reibungslos und erfolgreich verlaufen. Das brachten Zunftschreiber Uwe Meier, Oberkelte Frank Gabriel und Oberjockel Patrick Baum in ihren Rückblicken zum Ausdruck. Auch finanziell war es ein gutes Jahr für den Verein. Kassiererin Gerlinde Marschall berichtete von einem Überschuss und gestiegenem Kontostand.

Durchhalten angesagt

Wie lange die Vereine ohne neue Einnahmen durch die Ausrichtung von Festen und Veranstaltungen durchhalten können, darüber mache man sich bei der Stadt Achern Sorgen. Das berichtete Stadtrat Karl Früh. Er dankte der Narrenzunft Oberachern für ihre solide Arbeit, die familiär und mit viel Herzblut, Engagement und Humor geleistet werde. Jetzt sei Durchhaltevermögen angesagt, weil noch in den Sternen stehe, wann wieder größere Veranstaltungen stattfinden können.

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Den letzten Bericht der langjährigen Gardeleiterin Stefanie Decker verlas Jugendleiterin Simone Männle. Sechs Gruppen mit 5 bis 15 Tänzern hatte der Verein bei der Fasnacht 2020 am Start. Sie traten insgesamt 23-mal auf. Das Training sei trotz Corona angelaufen, teilweise über die sozialen Medien und das Internet und inzwischen wieder in der Turnhalle. Die „Golden Girls” und die Sternchengarde legten derzeit eine Pause ein, die Mittlere Garde werde deutlich größer und auch die Große Garde wachse. 

Karl Früh leitete die Wahlen, die alle einstimmig ausfielen. Bestätigt wurden Claudia Köppel als Oberzunftmeisterin, Oberjockel Patrick Baum, Kassiererin Gerlinde Marshall, Jugendleiterin Simone Männle, Technikbeauftragter Mirko Kopp und die Kassenprüfer Konrad Jäger und Hans-Peter Höffgen.

Neu im Amt des Schriftführers ist Alexander Papp. Der langjährige Zunftschreiber Uwe Meier wurde zum Beisitzer gewählt. Neue Gardeleiterin ist Selina Decker. Verantwortlich für die Bewirtschaftung war viele Jahre Doris Armbruster. Ihre Nachfolgerin ist Barbara Vogt. Geehrt wurden Leonie Männle, Selina Decker und Carolina Decker für elf Jahre Mitgliedschaft in der Narrenzunft und Valerie Köppel sowie Johannes Meier für 22 aktive Jahre.

Zum Schluss stellte Mirko Kopp den Klang der neuen Musikanlage in der Turn- und Festhalle vor. Sie war während der Corona-Zeit mit Mitteln der Stadt Achern und Eigenleistungen der Narrenzunft auf den neuesten Stand gebracht worden. Das Motto „Las Vegas” werde man spätestens 2022 umsetzen, versprach die Oberzunftmeisterin zum Schluss. 

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