Beatles-Nacht in Kappelrodeck

Coverband »Hard Days Night« reißt Publikum von den Stühlen

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 3 Minuten
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03. Januar 2018
Eine heiße Beatles-Nacht inszenierte die Coverband Hard Days Night im Gästehaus Vaya Casa in Kappelrodeck (rechts vorne Thomas Wunsch, dahinter Stefan Böhmer).

Eine heiße Beatles-Nacht inszenierte die Coverband Hard Days Night im Gästehaus Vaya Casa in Kappelrodeck (rechts vorne Thomas Wunsch, dahinter Stefan Böhmer). ©Berthold Galliat

Kreischalarm in Kappelrodeck: Eine klasse Beatles-Nacht mit Songs der »Fab Four« von den Anfängen des Rock’n’Roll über die Beatmusik bis zu den psychedelischen Exkursen der Flower Power-Ära und den späten Meisterwerken inszenierte am Donnerstag die Kölner Coverband Hard Days Night. 

 Den überwiegenden Anteil machten die herrlich leichten und mitreißenden Melodien und Harmonien aus den Anfangsjahren der Liverpooler Pilzköpfe aus. Dieter Kirchenbauer (Gesang, Gitarre, Mundharmonika, Querflöte, Keyboard), Thomas Wunsch (Gesang, Gitarre), Ande Roderigo (Gesang, Schlagzeug) und Stefan Böhmer (Bass, Saxophon) präsentierten sie im Gästehaus Vaya Casa mit einer melodischen Eindringlichkeit und einer musikalischen Dynamik, dass man auch 50 Jahre später nachempfinden konnte, dass diese herrlichen Songs und Harmonien in der damaligen Jugend wie eine Befreiung und Erlösung in der autoritären und muffigen Nachkriegsgesellschaft in Europa einschlugen. 

Kein Ohnmachtsanfall

»Love Me Do«, »Please 
Please Me«, »She Loves You«, »All my Loving« und weitere Songs mehr brachten das Publikum ebenso in Wallung, wie diese Songs die jugendlichen Fans zu Beginn der sechziger Jahre in Ekstase gebracht 
hatten.

Als Dieter Kirchenbauer bei der Intonation »I want to hold your hand« die »Mädels« im Publikum aufforderte, mal kräftig zu kreischen, kamen diese bei der Darbietung des Songs seiner Aufforderung gerne mehrfach nach. In Ohnmacht fiel aber keines der »Mädels« mehr. 

Witzig moderiert

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Kirchenbauer erwies sich als der Animateur und witzige Moderator, zeichnete sich aber auch als ein klasse Musiker aus. Mal ließ er wie bei »And I love her« die Töne wie Schmetterlinge aus seiner Gitarre gleiten, in anderen Songs wieder­um, wie beispielsweise dem George Harrison-Song »While My Guitar Gently Weeps«, ließ er seine Gitarre ekstatisch aufheulen und spielte krachende Riffs. Auch Böhmer, Wunsch und Roderigo erwiesen sich als exzellente Könner auf ihren Instrumenten, zeigten dies auch in Soloparts und trugen wesentlich zur Begeisterung bei. Alle vier glänzten sie mit präg­nanten Solostimmen und präsentierten zusammen einen außerordentlich klangvollen Satzgesang.

Publikum kannte Text

»Here Comes The Sun« kündigte Kirchenbauer als Reminiszenz für den ersten Auftritt der Band »Hard Days Night« vor über 15 Jahren im Kappelrodecker Gasthaus »Sonne« an. Dass es eine tatsächliche Erinnerung wurde, weil das Gasthaus inzwischen nicht mehr existiert, bedauerte er. Forderte er beim Song »Tax Man« das Publikum auf »Das ist der erste Mitmacher des Abends«, konnte er sich im Folgenden weitere Aufforderungen sparen. 

Bei Titeln wie »Eight Days A Week«, »Help!« und anderen mehr klinkte sich das Publikum von selbst ein und es war nicht zu überhören: Das Publikum konnte seinen Text. So wurde der Vortrag von »Let It Be« nicht nur zu einem Bandvortrag, sondern auch zu einem eindringlichen Chorgesang. »Penny Lane«, »Get Back«, »Imagine«, »Don’t let me down«, »Lady Madonna«, »Yesterday«, »Day Tripper« und noch einige Songs mehr holten das Publikum von den Sitzen. 

Den Song »I feel fine« hatte Kirchenbauer als das Motto des Konzerts bezeichnet. Dem widersprach niemand, sondern am Ende standen alle, rissen die Arme hoch und gingen begeistert mit, bis die tolle Beatles-Nacht schließlich mit »A hard days night« und »Hey Jude« ausklang. 

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