Ein Feuerwerk der Musik

Das bot die Stadtkapelle Achern bei ihrem Galakonzert

Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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05. Dezember 2023
Die Seele Argentiniens spüren: Maria Klemm faszinierte beim Galakonzert der Stadtkapelle mit „Don’t Cry For Me Argentina“ aus dem Lloyd-Webber-Musical „Evita".

Die Seele Argentiniens spüren: Maria Klemm faszinierte beim Galakonzert der Stadtkapelle mit „Don’t Cry For Me Argentina“ aus dem Lloyd-Webber-Musical „Evita". ©Michael Karle

Die Stadtkapelle Achern gestaltete ihr Galakonzert am Samstag mal rasant, mal elegisch, aber vor allem mit einer enormen Vielfalt. Packend war es zu jeder Zeit. In der Pause gab es Adventsinseln.

Mit Musik aus großen Musicals, dem Genre Jazz oder lebendiger Filmmusik brachte die Jahres-Gala der Stadtkapelle viel Freude in den Advent hinein.

Vorsitzender Florian Schuchter hieß Bürgermeister Dietmar Stiefel, Alt-OB Reinhart Köstlin und Ehrendirigent Rudolf Heidler willkommen und kündigte einen Abend mit Rasanz und Vielfalt an. Tobias Siegwarth durfte in der Mensa des Gymnasiums seine Premiere als Ansager geben.

Die Kapelle startete mit der Ouvertüre zur Beethoven-Oper „Egmont“, erinnerte mit starkem Sound an die traurige Geschichte zwischen dem Grafen Egmont und seiner Geliebten „Klärchen“, deren freiwilligem Tod durch Gift die Verurteilung des Geliebten wegen Hochverrats folgt. Die von Norbert Hann geleitete Kapelle vermittelte vom ersten Tutti-Einsatz an die Spannung des Werks und ließ an der von Goethe gegebenen Ursprungsgeschichte teilhaben.

Faszinierender Weg

Mit „Schmelzende Riesen“ des österreichischen Komponisten Thomas Asanger führte die Kapelle in die Dramatik der Klimakatastrophe, rührte aber auch mit der Schönheit der Gletscherlandschaften an. Vom elegischen Klagelied bis zum rhythmisch interessanten und Hoffnung gebenden Abschluss entwickelte die Stadtkapelle einen faszinierenden Weg. Auch Schlittenhunde gehörten zu den Weggefährten.

Abtauchen und unterirdische Landschaften genießen war mitten im „Blue Hole“ vom selben Komponisten angesagt und durch die Kapelle feinst ausgeführt. Der bezaubernden Vielfalt von Korallen und bunten Fischen war hier nahezu handgreiflich nachzuspüren, die Anziehungskraft der schönen und zugleich gefahrvollen Landschaft mitreißend gespielt.

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Susanne Fink, Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde, feiert 2023 ihr 50-jähriges Jubiläum als Kirchenmusikerin. Das im Sommer mit der Stadtkapelle gespielte „Westcoast-Concerto“ von Kees Vlak bringt mit Blues, Swing und Jazz-Varianten viele Möglichkeiten. Die Pianistin lieferte ein packendes, strahlendes Feuerwerk. Ob perlende Klaviersoli, meditativere Passagen (Flöte: Melanie Neumann), das Feuer brannte auf der Bühne und fand besten Übergang zu den Hörern, ließ Musik erleben, die tiefe Freude vermittelt.

Wohltuend zur Pause hin folgte eine feinsinnige Serenade des Briten Derek Bourgeois. Die gewünschte Schwerelosigkeit stellten vorzugsweise die Holzbläser her.

Gerne genutzt wurden neben dem lockeren Miteinander bei Getränk und Häppchen auch die Möglichkeiten, die durch Petra März stilvoll angelegten Adventsinseln in Augenschein zu nehmen.

Träumereien und starke Geschichten kündigte der Moderator auch für die zweite Hälfte an. Die Kapverdischen Inseln (Cabo Verde, Markus Götz), wundervolle Naturbilder wie vielfache Kriegsrealität spiegelte die Kapelle mit Akkordeonist David Blasen. Als Wellen und Wind legte die Kapelle am Ende einen „leichten Teppich“ über dramatische Inhalte. Celine Schwenk (Saxophon) durfte hier zu Recht Sonderbeifall entgegennehmen.

Sehr berührend

Führte die von Norbert Hann wiederum ausgezeichnet geleitete Kapelle noch in den abenteuerreichen „Sherwood Forest“ Robin Hoods (Komponist Michael Kamen), so folgte mit Maria Klemm als Gesangssolistin mit berührendem Pathos in „Don’t Cry For Me Argentina“ (Andrew Lloyd-Webber, Tim Rice) ein Höhepunkt, der alleine den Besuch des Konzerts verdient gehabt hätte. Auch hier war die Stadtkapelle wieder ein stark spielender Akteur.

Bei der Zugabe wurde es nochmals fetzig mit dem „Florentiner-Marsch“.

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