Sanierung steht an

Das Pfarrhaus in Achern ist in die Jahre gekommen

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2019

Das Acherner Pfarrhaus soll umgebaut und den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden. ©Michael Karle

Die Seelsorgeeinheit Achern will das Pfarrhaus in Achern grundlegend sanieren und wartet dazu noch auf die Genehmigung aus dem Ordinariat in Freiburg. 
 

 „Im Pfarrgemeinderat haben wir die notwendigen Schritte eingeleitet. Erste Entwürfe sind erstellt und mit einer Kostenschätzung nach Freiburg gegangen. Wir hoffen auf baldige Zusage“, erläutert Pfarrer Joachim Giesler.

Das im 19. Jahrhundert errichtete Pfarrhaus ist deutlich in die Jahre gekommen, verfügt aber nach Architektenaussage noch über eine gute Bausubstanz. Sanierungsbedarf zeigen neben dem Blick von außen auch die Arbeitsbedingungen und -abläufe im Inneren. Hier erfordert etwa der mit den Jahren deutlich gewachsene Verwaltungsanteil entsprechend höheren Raumbedarf. Zudem braucht auch die im Obergeschoss des Josefshauses beheimatete Kirchliche Verrechnungsstelle mehr Platz.

Der im Pfarrgemeinderat besprochene Plan sieht vor, so Joachim Giesler, das komplette Erdgeschoss des Pfarrhauses für die Verwaltung der Seelsorgeeinheit frei zu machen. Begrenzt sich das Pfarrbüro bislang auf zwei Zimmer, so soll dann neben den Räumen für die Verwaltung auch Platz für diskrete Gespräche mit Menschen sein.

„Dieser Raumbedarf ist natürlich ganz anders als der, den unsere Kolleginnen haben, um etwa die Pfarrbücher zu führen“, erklärt Giesler. Bislang sind nur zwei der vier Sekretariatsmitarbeiter mit ihren Büros in Achern untergebracht. Die anderen beiden arbeiten in Gamshurst und Oberachern. Und über solche Distanzen, weiß der Pfarrer, entstehen zuweilen Reibungsverluste. „Wir brauchen ein zentrales Pfarrbüro, in dem alle Mitarbeitenden gut zusammenfinden.“ 

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Im Obergeschoss des Pfarrhauses, fährt Giesler mit einem weiteren Teilplan fort, sollen zwei Wohnungen für Geistliche entstehen. „Die beiden Pfarrerswohnungen sind voneinander getrennt. 

Dennoch zeigt sich in diesem Plan, dass auch ein Priester eine Art Hausgemeinschaft braucht“, macht Giesler deutlich.

Im unmittelbar neben der Kirche befindlichen Schwesternhaus werden in absehbarer Zeit die Räume frei, die bislang von der Tagespflege des Caritasverbands benutzt werden. Wenn der Neubau beim Pflegeheim St. Franziskus fertiggestellt ist, wird die Tagespflege dorthin umziehen. Das Erdgeschoss des Schwesternhauses ist dann frei als Zwischenstation für die Verwaltung der Seelsorgeeinheit, sprich der Umbau im Pfarrhaus könnte beginnen.

Drei kirchliche Gebäude

Veräußert wurde in den vergangenen Jahren das Pfarrhaus in Großweier, dessen Erlös für die Kirchenrenovierung verwendet wurde, sowie das Pfarrheim in Mösbach. Noch, so macht Joachim Giesler deutlich, haben ansonsten die Pfarreien der Seelsorgeeinheit die klassische Zahl von drei kirchlichen Gebäuden aus Kirche, Pfarrhaus und Pfarrsaal. Auf einen Tipp, wie lange das noch so bleiben kann, will sich Joachim Giesler nicht festlegen. „Wir haben eindeutig zurückgehende Mitglieds- und daraus resultierend auch Kirchensteuerzahlen.“

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